Schauspiel

Fräulein Julie

Schauspiel nach August Strindberg

Die Mittsommernacht wird rauschend gefeiert. In Shakespeares Sommernachtstraum verliebt sich Elfenkönigin Titania in einen Esel, in Strindbergs meistgespieltem Stück die adlige Julie in den einfachen Diener Jean. Sie will sich aus ihrem gesellschaftlichen Korsett befreien und dafür unbedingt nach unten, er wiederum versucht, mit allen Mitteln nach oben in die bessere Gesellschaft zu gelangen. So wird von beiden Seiten heftig geflirtet, provoziert und herausgefordert. Die Liebe bahnt sich scheinbar einen Weg. Doch wer spielt hier mit wem? Und welche Konsequenzen hat die fieberhafte Nacht für die Beteiligten? Strindbergs Drama aus dem 19. Jahrhundert ist ein frühes, meisterhaftes Stück über den Geschlechterkampf.

Regisseurin Alexandra Wilke, die hauptsächlich Gegenwartsdramatik inszeniert, befragt den modernen Klassiker nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung kurzerhand in ein Theater, einen Ort also, in dem es genauso «oben und unten» gibt. Sie verwandelt Strindbergs Trauerspiel in ein «Powerspiel» und stellt sich so erstmals dem Berner Publikum vor. 

Dauer:
1 h 10 min, keine Pause

Making-of Fräulein Julie

Ein Gespräch zwischen Alexandra Wilke (Regie), Doreen Back (Bühne) und Florentine Krafft (Schauspielerin).

Das Gespräch wurde während dem Lockdown geführt.