WiederaufnahmeSchauspiel

Der letzte Schnee

Nach dem Roman von Arno Camenisch

Uraufführung

Alle Veranstaltungen bis und mit 07. Dezember abgesagt.


Da sitzen zwei Männer am Skilift und können kein Wässerchen trüben. Sie sortieren Bügel, ordnen Billette und lassen ab und an eine Bemerkung zur Lage der Welt fallen. Dabei könnte ihnen todsicher eines die Laune trüben: Es ist Winter und es fällt kein Schnee. Die Skifahrer bleiben aus. Was tun? Weitermachen, sprich erzählen, fantasieren, fabulieren. Vielleicht lässt er sich ja herbeireden, der Schnee, wenn man so tut, als ob nichts wäre.
Arno Camenischs Roman ist charmant und etwas skurril, und er lebt wie Ustrinkata und Fred und Franz, die beide an Konzert Theater Bern uraufgeführt wurden, von seinen liebenswert-schrulligen Hauptfiguren. Diesmal ist er aber auch hochpolitisch, weil er erzählt, wie eine sich erwärmende Natur unser Leben verändert und zum Verschwinden bringt.

Jonas Knecht ist Schauspieldirektor am Theater St. Gallen und experimentiert dort mit Formaten, Texten und Dialekten. Mit der Berner Kontrabassistin Anna Trauffer übersetzt er Camenischs Roman in einen stillen, melancholischen Theaterabend, in dem es vielleicht nie wirklich schneit, die Musik uns aber von längst vergangenen Schneelandschaften träumen lässt.


Dauer:
circa 1 h 45 min, ohne Pause


EINGELADEN ZUM SCHWEIZER THEATERTREFFEN 2020

«Konzert Theater Bern bringt zum dritten Mal ein Arno-Camenisch-Buch auf die Bühne. Wieder stark.»

Berner Zeitung

«Die beiden Schauspieler David Berger und Jonathan Loosli treffen Camenischs Sprache mit Präzision.»

Radio SRF 2 Kultur

«Mit Vokalgesang, den sphärischen Klängen der Glasharfe oder dem Kontrabass trägt die Musikerin Anna Trauffer das kurze Glück der Erinnerung in zeitlose, abstrakte Weiten.»
[...]
«Die Inszenierung bleibt nah am Text und schafft es, die Variationen über das Verschwinden in starke Bilder auf die Bühne zu übersetzen: ein kleines, kauziges Welttheater, in dem sich Trost und Verlorenheit aufheben.»

Der Bund