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Annina Hasler & Julia Spahr
Medienverantwortliche Konzert Theater Bern

E-Mail medien@konzerttheaterbern.ch

Tel +41 (0)31 329 51 05

Neue Spielzeit 2020.2021

«Die verkaufte Braut» statt «Der Freischütz»

 

Zum Saisonauftakt: Die verkaufte Braut statt Der Freischütz

Am 04. September hätte die Oper Der Freischütz im Stadttheater Bern den Bühnenauftakt in die neue Spielzeit gemacht. Doch aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Theater Freiburg, unser Kooperationspartner, die Produktion nicht wie geplant proben und aufführen. Die Berner Premiere von Der Freischütz muss deshalb auf einen späteren Zeitpunkt in der Spielzeit 2020.21 verschoben werden. Noch steht das neue Premierendatum nicht fest.

Anstelle der Kooperation nimmt Konzert Theater Bern nun am 04., 06., 11. und 13. September 2020 die rasante Oper Die verkaufte Braut in das Programm auf. Das Werk von Bedřich Smetana, inszeniert von Adriana Altaras, konnte kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie nur zweimal gespielt werden – dabei versprach «Der Bund» in seiner Kritik, die Produktion habe «das Zeug zum Publikumshit».

Wir freuen uns deshalb ausserordentlich, dass wir die Oper rund um die Verwirrungen zwischen dem Liebespaar Hans und Marie nochmals zeigen können.

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Saisonvorschau 2020.2021

 

Erste Einblicke in eine ungewöhnliche Spielzeit

Saisonvorschau: 22. August 2020 | 12:00, 14:00, 16:00 | Stadttheater
Junges KTB: 13:15 und 15:15 | Vierte Wand, Terrasse

Wir freuen uns, den Theatervorhang für eine neue, ungewöhnliche Saison zu
öffnen. Auch wenn die Welt weiterhin aus den Fugen ist, lassen wir es uns
nicht nehmen, unserem Publikum einen ersten Einblick in die
künstlerischen Höhepunkte der neuen Spielzeit zu gewähren. Weil weder
Openair-Konzert noch Theaterfest in gewohnter Weise stattfinden können,
präsentieren wir am 22. August im Stadttheater unsere Saisonvorschau.

Im Sinne eines «Theaterfestes light» zeigen alle vier Sparten Auszüge aus
ihren neuen Produktionen und Konzerten: Freuen Sie sich auf Höhepunkte
aus Musiktheater, Konzert, Schauspiel und Tanz. Die Durchläufe starten
jeweils um 12, 14 und 16 Uhr, die Billetts sind kostenlos und können ab dem
17. August an der Kasse und über den Webshop bezogen werden. Bitte
beachten Sie, dass im gesamten Stadttheater Maskenpflicht gilt.

«Glustig» machen wollen wir auch unsere jungen Besucher*innen: Unter
dem Vordach der Theaterbeiz «Vierte Wand» zeigen wir um 13:15 und 15:15
den Kindern und ihren Eltern Auszüge aus dem Programm des Jungen KTB.
Die jüngsten Theaterfans lauschen den Klängen der Fiedelgrille oder den
Geschichten der Märchenerzählerin und bestaunen ein Miniatur-
Stadttheater.

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Wir stellen Ihnen unsere Spielzeit 2020.2021 vor!

 

Noch wartet Konzert Theater Bern auf die Wiedereröffnung: Der Vorhang ist geschlossen, die Proben ruhen. Gerade deshalb freuen wir uns umso mehr, Ihnen das Programm der Spielzeit 2020.2021 vorzustellen.

Cihan Inan, Estefania Miranda, Mario Venzago und Xavier Zuber haben mit viel Leidenschaft über 30 Produktionen geplant. Dazu zählen neun Uraufführungen, vier Schweizer Erstaufführungen und zwölf Symphoniekonzerte. Auch die überaus erfolgreiche Kooperation zwischen dem Berner Symphonieorchester und dem Casino Bern, Über ds Chrüz, setzen wir fort.

Die offizielle Eröffnung der neuen Spielzeit erfolgt traditionsgemäss mit dem Theaterfest am 22. August 2020 – natürlich unter dem Vorbehalt, dass es die Lage erlauben wird. Danach starten wir mit einem vielfältigen Programm auf den Bühnen von Konzert Theater Bern in die neue Saison.

Alle Premieren sowie eine Zusammenstellung der Höhepunkte aller Sparten entnehmen Sie bitte dem Mediendossier.

Wir freuen uns, wenn die Bretter, die uns die Welt bedeuten, wiederbelebt sind. Auf eine wunderbare Spielzeit 2020.2021!

Spielzeitheft 2020.2021

 

Vorverkauf

Der reguläre Vorverkauf beginnt am 17. Juni 2020!

Konzert Theater Bern

Unser Vorhang bleibt geschlossen

 

Wir wären bereit gewesen

Wie Ihnen bereits bekannt sein dürfte, hält der Kanton Bern an seinen Massnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie fest. Damit bleiben die bernischen Kulturinstitutionen bis mindestens am 07. Dezember geschlossen. Wir hatten sehr gehofft, der Kanton Bern werde seine Bestimmungen jenen des Bundesrates angleichen und damit Veranstaltungen mit bis zu 50 Zuschauer*innen erlauben. In den letzten Wochen haben wir weiter geprobt und unser Programm einem kleineren Publikum angepasst. Wir bedauern, diese Produktionen nicht zeigen zu dürfen. Dennoch unterstützen wir den Entscheid der Behörden vollumfänglich und haben dafür Verständnis.

Sehr wichtig ist uns in dieser Situation ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen. Um für eine mögliche Öffnung des Hauses bereit zu sein, werden wir den Probebetrieb in einem sinnvollen Rahmen weiterhin aufrechterhalten. Trotzdem wird ein Teil der Belegschaft in Kurzarbeit gehen, bis ein normaler Spielbetrieb wieder möglich sein wird.

Unsere Tanzproduktion La Divina Comedia, die bereits am 01. November im Stadttheater Premiere gefeiert hätte, wird definitiv verschoben: Das Werk von Tanzchefin Estefania Miranda, begleitet vom Berner Symphonieorchester, wird auf dem Spielplan der Saison 2021.22 stehen. Zudem kommt das Schauspiel Momo, das ab dem 06. Dezember im Stadttheater aufgeführt worden wäre, nicht als diesjähriges Weihnachtsmärchen auf die Bühne. Wir haben uns entschieden, die Produktion der Berner Theatergruppe VOR ORT zu einem späteren, derzeit noch nicht definierten Zeitpunkt zu zeigen. Abgesagt ist auch das Benefizkonzert des Berner Symphonieorchesters mit Sol Gabetta im Casino Bern am 04. Dezember.

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Wechsel in den Ensembles

 

Wechsel in den Musiktheater- und Schauspielensembles von Konzert Theater Bern

Auf die Spielzeit 2021.22 kommt es bei Konzert Theater Bern, wie bereits bekanntgegeben, in den Sparten Musiktheater und Schauspiel zu einem Wechsel der künstlerischen Leitungen. Roger Vontobel übernimmt die Leitung des Schauspiels, Nicholas Carter wird neuer Operndirektor. Wie bei solchen Wechseln üblich, wird auch ein Grossteil der Ensembles neu besetzt.

Unter der Leitung des neuen Schauspieldirektors und seiner Chefdramaturgin Felicitas Zürcher verbleiben im Schauspielensemble David Berger, Jonathan Loosli und Stéphane Maeder. Die anderen Stellen werden von Schauspieler*innen besetzt, die neu in das Ensemble aufgenommen werden.

Im Musiktheater wird Mezzosopranistin Claude Eichenberger weiterhin am Haus engagiert sein. Voraussichtlich sieben neue Sänger*innen werden mit ihr das zukünftige Opernensemble bilden.

Der Grund für diese Veränderungen ist ausschliesslich künstlerischer Natur und soll die geplante Neuausrichtung des Hauses gewährleisten. Die komplette Zusammenstellung aller Ensembles präsentieren wir der Öffentlichkeit im Frühjahr 2021 mit dem Spielplan der neuen Saison. Bis zur letzten Vorstellung der laufenden Spielzeit möchten wir uns voll auf die Arbeit der aktuell engagierten Künstler*innen konzentrieren und ihnen weiterhin ein gutes künstlerisches Zuhause bieten.

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Konzert Theater Bern sagt alle Veranstaltungen der nächsten vier Wochen ab

 

Wie Ihnen bereits bekannt ist, hat der Regierungsrat des Kantons Bern heute, Freitag, den 23. Oktober 2020, im Zuge der Pandemie-Massnahmen unter anderem entschieden, dass Theater und Konzerthäuser in den kommenden vier Wochen keine Vorstellungen durchführen dürfen.

Selbstverständlich leisten wir dieser Entscheidung folge und sagen alle Veranstaltungen bis zum 23. November ab. Dies gilt ab heute Nacht, Freitag, um 00:00 Uhr.

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Neue Intendanz KTB – Florian Scholz

 

Der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern hat Florian Scholz zum neuen Intendanten für das KTB gewählt. Der 49jährige Florian Scholz leitete die letzten sieben Jahre mit Erfolg das Stadttheater Klagenfurt in Österreich, welches wie das KTB als Mehrspartenhaus organisiert ist. Florian Scholz startet bereits in der nächsten Spielzeit als designierter Intendant und wird ab 2021.2022 die künstlerische Gesamtverantwortung am Konzert Theater Bern übernehmen. Ab dieser Spielzeit wird auch der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Theaterregisseur Roger Vontobel zum KTB stossen

Überzeugt hat Florian Scholz auf Grund seiner Verankerung sowohl im Musik- als auch im Sprechtheater, seinem künstlerischen Leistungsausweis sowie seiner starken Vernetzung in der Schweizer wie internationalen Kunst- und Kulturszene. Zentral für die Wahl war insbesondere sein erfolgreiches, aktuelles Schaffen an einem Mehrspartenhaus: Als Intendant des Theaters des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt bringt Florian Scholz seit sieben Jahren mit über 250 festangestellten Mitarbeitenden pro Saison circa 15 Neuproduktionen in den Sparten Oper und Musiktheater, Schauspiel, Tanz sowie im Kinder-und Jugendtheater in rund 200 Aufführungen auf die Bühne. Er zeichnet für alle Sparten verantwortlich und ist als Intendant des Kärntner Sinfonieorchesters ebenfalls für das Konzertwesen zuständig.
Vor diesem Hintergrund sagt Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin KTB: «Mit Florian Scholz übernimmt ein Intendant die Leitung des KTB, der nicht nur auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, sondern auf einen Erfahrungsschatz, der perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Florian Scholz bringt fachlich und persönlich die besten
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Voraussetzungen mit, um am grössten Vierspartenhaus der Schweiz zu wirken und dieses weiter voranzubringen». Florian Scholz wird als designierter Intendant bereits in der kommenden Spielzeit seine Arbeit am KTB aufnehmen und zwar in einer 50 Prozent-Anstellung. Ab der Spielzeit 2020.2021 wird er als Intendant vollamtlich in Bern tätig sein und mit dem bestehenden Leitungsteam die Geschicke des Hauses lenken. Die erste Spielzeit unter seiner Planung wird die Spielzeit 2021.2022 sein.
Vor seiner Intendanz am Stadttheater Klagenfurt arbeitete Florian Scholz, der an der Universität Zürich ein Aufbaustudium zum Theaterleiter absolviert hat, als Direktor für Internationale Beziehungen und Sonderprojekte an der Bayerischen Staatsoper bei Nikolaus Bachler in München (2006-2012). Dort war er unter anderem für die Kuratierung des Sonderprogramms der Münchner Opernfestspiele verantwortlich. Zuvor war er an der Opéra National de Paris als Assistent von Gerard Mortier und am Deutschen Nationaltheater Weimar als Spielstättenleiter tätig sowie an der Schaubühne Berlin bei Thomas Ostermeier als Regieassistent. Zwischen den Jahren 1995 und 2000, nach seinem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, arbeitete der gebürtige Heidelberger als Schauspieler an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen.

Berner Modell für Florian Scholz im Zentrum
Beworben hat sich Scholz ganz bewusst aufgrund des Berner Modells, das – wie er betont – im Zentrum seines Wirkens stehen wird: «Als Intendant will ich eine enge, wie vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Intendanz und Spartenleiterinnen und Spartenleitern aufbauen, welche ihre Bereiche eigenständig und unabhängig leiten werden. Wir wollen uns dabei als Team verstehen». Florian Scholz wird nicht selber inszenieren, sondern er wird sich bewusst auf die Gesamtstruktur konzentrieren. «Ein spezielles Augenmerk will ich dabei auch auf spartenübergreifende Arbeiten legen, denn es ist ein besonderes Privileg, unter einem Dach ein Orchester, eine Tanzcompagnie, einen Chor, ein Opern- und Schauspielensemble zu vereinen», so Scholz. Entsprechend einem zeitgemässen Kunstgeschehen müsse diese Ausgangslage für das gemeinsame Schaffen genutzt werden.

Lokal verankert und international unterwegs
Mit einem starken und festen Ensemble, das fallweise von externen Gästen unterstützt werden soll, plant Scholz «ein künstlerisch zeitgemässes, gesellschaftlich relevantes und sinnlich erfahrbares Programm, das sowohl in die Stadt und in den Kanton, als auch überregional und international ausstrahlt.» Das KTB könne und müsse für die Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, ist Scholz
überzeugt: «Es ist Aufgabe einer jeden Kunststätte, sich für Empathie, Toleranz und Gerechtigkeit einzusetzen und den Geist der Freiheit aufrechtzuerhalten. Dies in der Stadt Bern zu tun, einem Ort, in welchem direkte Demokratie gelebt wird, wird für mich eine Herausforderung und Kern meiner Arbeit werden. »

Einen Schwerpunkt will Scholz auf das Lokale und das unmittelbare Geschehen vor Ort legen. Für das Lokale stehen die Künstlerinnen und Künstler der Region, für das unmittelbare Geschehen vor Ort steht die Zusammenarbeit mit den Institutionen wie der HKB, der Universität oder dem Konservatorium, aber auch mit Initiativen und Vereinen. Gerade, weil im Kanton Bern Sprachbarrieren durchbrochen werden können, will Florian Scholz übergreifende Projekte fördern – etwa durch Koproduktionen mit Kulturinstitutionen in ganz Europa und auch interkontinental.

Roger Vontobel wird neuer Schauspieldirektor
Zum Team von Florian Scholz stösst ab der Spielzeit 2021.2022 der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Schauspieldirektor Roger Vontobel. 1977 in Zürich geboren, studierte Vontobel Schauspielregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er führte Regie unter anderem am Schauspiel Essen und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sowie an den Münchner Kammerspielen, dem Deutschen Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Schauspiel Köln, am Royal Danish Theatre in Kopenhagen und in Paris am Théâtre National de la Colline. Von 2011-2016 war Vontobel Hausregisseur am Schauspielhaus Bochum, seit 2016 ist er in gleicher Funktion am Schauspielhaus Düsseldorf tätig.
Roger Vontobel wurde 2006 von «Theater heute» zum «Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt». Im selben Jahr erhielt er den Kurt-Hübner-Förderpreis für junge Regisseure. Für seine Dresdner Inszenierung von Schillers «Don Carlos» gewann Vontobel 2010 den Faust-Theaterpreis in der Kategorie «Regie Schauspiel» und wurde damit zum Berliner Theatertreffen 2011 eingeladen. Sein Operndebüt gab er 2016 an der Staatsoper in Hamburg mit Rossinis «Guillaume Tell».
Vontobel hat klare Vorstellungen, wohin sich das Berner Schauspiel bewegen soll. Er will zugängliches Schauspiel fördern und einen Ort schaffen, wo eine «Gemeinschaft des Erlebens» entsteht. Mit seinem weitreichenden Netzwerk in der deutschsprachigen und europäischen Theaterlandschaft will er am KTB «ein herausragendes Team und Ensemble zusammenstellen, damit Bern berührendes und verführendes Schauspiel auf höchstem Niveau erhält». Bern, im Zentrum der Schweiz, ist für Vontobel eine Stadt, die zugleich offen und dezidiert eigen ist – hier kumulierten sich
Themen unserer Zeit wie Zugehörigkeit und Identität, Ängste und Sehnsüchte. Die Auseinandersetzung mit diesen zentralen Fragen, die einen ehrlichen Blick abverlangen, will Vontobel am KTB angehen: «Hierzu braucht es eine Heimat – und diese möchte ich in Bern finden und den Bernerinnen und Bernern in ihrem Theater anbieten».

Findungskommission und Verfahren
Die Intendanz wurde von der Findungskommission in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Nach der Stellenausschreibung, auf die sich mehrere Dutzend Personen gemeldet haben, wurde erst eine Longlist mit 16 qualifizierten Kandidaten erstellt und daraus eine Shortlist mit neun Persönlichkeiten herausgearbeitet. Nach diversen Gesprächen und Abklärungen hat die Findungskommission dem Stiftungsrat schliesslich Florian Scholz einstimmig zur Wahl vorgeschlagen. Diese erfolgte am 17. Juni 2019. Geleitet wurde die Findungskommission von Nadine Borter, der Stiftungsratspräsidentin von KTB. Weitere Mitglieder der Findungskommission waren Anna Badora, Georges Delnon, Marcel Brülhart, Markus Hongler, Ueli Studer, Hansueli Glarner und Giulia Meier.

Kontakt für weitere Fragen
Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin Konzert Theater Bern
+41 (0)79 455 07 69

Berner Symphonieorchester

Dvořáks Achte. Bryan | Storgårds

 

Eine musikalische Reise in unterschiedliche Welten

2. Symphoniekonzert | Dirigent: John Storgårds| Flöte: Katherine Bryan
Konzerte: 22. und 23. Oktober 2020 | 19:30 | Casino Bern
Konzerteinführung: Eine Woche vor dem Konzert als Podcast auf unserer Website verfügbar

CARL NIELSEN «En Fanatsierejse til Færøerne» (Eine Fantasiereise zu den Färöer-Inseln) (1927) (11’)
ERIK BERGMAN «Birds in the morning» op. 89 für Flöte und Orchester (1979) (21’) Schweizer Erstaufführung
RALPH VAUGHAN WILLIAMS «The Lark ascending» für Flöte und Orchester (arr. Katherine Bryan) (1914) (15’)
ANTONÍN DVOŘÁK Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889) (40’)

Wirbelnde Lerchen, lachende Seemöwen und Vogelstimmen am Morgen – mit programmatischem Charme entführt dieses Konzert in ganz unterschiedliche Welten: Unter sowohl expressionistischen als auch spätromantischen Vorzeichen steht Carl Nielsens mächtiges Tableau der Färöer und ihrer nordischen Schönheit. Virtuose Solopassagen und opulente Orchesterkultur prägen Ralph Vaughan Williams’ Charakterstück «The Lark ascending» – hier in einem Arrangement der jungen britischen Querflötistin, Solistin und Bern-Debütantin Katherine Bryan. Zwischen diesen Polen finden sich die Experimentalklänge des finnischen Avantgarde-Komponisten Erik Bergman. Zum Abschluss dirigiert John Storgårds – auch er erstmals zu Gast beim BSO – die Achte von Antonín Dvořák, jene lichte, folkloristisch und landschaftlich inspirierte Symphonie, die bis heute durch ihre individuelle Formgebung und ihren melodischen Reichtum begeistert.

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Tschaikowsky@Bern

 

Ein kleines Festival für den grossen Meister

Symphonie – Violinkonzert – Klavierkonzert – Kammermusik
Dirigent Stanislav Kochanovsky
Violine Kristóf Baráti | Klavier Alexei Volodin
Die Konzerte finden vom 15. bis 17. Oktober jeweils um 19.30 statt

Musik sei keine Illusion, sie sei Offenbarung. Das schreibt Peter Tschaikowsky 1877, im Entstehungsjahr seiner vierten Symphonie. Mit seinem Tschaikowsky-Festival liefert das Berner Symphonieorchester unter Leitung des charismatischen, jungen russischen Dirigenten Stanislav Kochanovsky gleich mehrfach den Beweis dafür, dass die Musik des russischen Romantikers bis heute eine Offenbarung in ihrer schönsten und überzeugendsten Form ist. Die Vierte, die eindrucksvolle symphonische Ballade Voedova, ein begleitender Kammermusikabend und die berühmten Solokonzerte sind Teil einer umfassenden Tschaikowsky-Hommage, die sich über drei Abende erstreckt.

Mit Leidenschaft widmet sich Alexei Volodin dem Klavierrepertoire seiner russischen Heimat; er ist damit die Top-Besetzung für den Solopart des berühmten b-Moll-Konzerts.

Gleiches gilt für Kristóf Baráti: Dem ungarischen Violinvirtuosen bescheinigt die internationale Kritik wunderbare Leichtigkeit, Brillanz, teuflisches Temperament; vor allem aber ausdrucksstarke Gesanglichkeit in der Melodieführung – genau das braucht es für Tschaikowskys Violinkonzert.
Wir freuen uns, Sie zu diesen aussergewöhnlichen Abenden einzuladen. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interviewwünsche haben oder sich akkreditieren möchten.

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Bruckners «Romantische». Vonsattel | Venzago

 

Berner Symphonieorchester eröffnet mit Bruckner seine Saison

1. Symphoniekonzert | Dirigent: Mario Venzago | Klavier: Gilles Vonsattel
Konzerte: 17. und 18. September 2020 | 19:30 | Casino Bern
Konzerteinführung: Als Podcast auf unserer Website verfügbar (ab Konzerttag)

RICHARD STRAUSS Panathenäenzug op. 74. Symphonische Etüden in Form einer Passacaglia für Klavier (linke Hand) und Orchester (1927) (28’)
ANTON BRUCKNER Symphonie Nr. 4 Es-Dur «Romantische»
(1874, 1878 – 80, rev. 1881, 1886) (66’)

Zehn Jahre sind es her, seit Mario Venzago erstmals als Chef des Berner Symphonieorchesters (BSO) eine Bruckner-Symphonie dirigierte. Damals war es die Sechste. Seitdem ist viel Wasser die Aare hinabgeflossen. Eine Gesamteinspielung (mit BSO-Beteiligung), die längst als moderne Referenz gilt, und viele unvergessliche Bruckner-Abende zählen zu den Meilensteinen einer Erfolgsgeschichte, auf die Orchester und Dirigent heute zurückblicken können. Venzagos Bruckner ist der Inbegriff des Besonderen und Synonym für eine kritische und klanglich reflektierte Auseinandersetzung mit dem Schaffen des Linzer Meisters. Wenn jetzt mit der Vierten, der «Romantischen», die sicher bekannteste und beliebteste Symphonie Bruckners auf dem Programm steht, verspricht das einen Abend der Superlative.

«Venzagotypisch» ist aber auch der Blick für das Aussergewöhnliche: Strauss’ Panathenäenzug ist ein Klavierkonzert für die linke Hand – ein Genre, das auf den kriegsversehrten Pianisten Paul Wittgenstein zurückgeht und das auch heute noch berührt und begeistert. Erste Besetzung für dieses herausragende Konzert ist der Pianist Gilles Vonsattel. Der gebürtige Schweizer lebt in New York und ist zum ersten Mal zu Gast beim BSO.

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Musiktheater

Otello

 

Ein erschütternder Klassiker – erzählt aus weiblicher Perspektive

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi | Regie Anja Nicklich
Premiere: 10. Oktober 2020 | 19:30 | Stadttheater

Der siegreich aus der Schlacht zurückkehrende Feldherr Otello wird nicht von allen als Held gefeiert: Sein Fähnrich Jago neidet ihm den militärischen Erfolg, die gesellschaftliche Stellung und das private Glück. Um seinen Kommandanten zu Fall zu bringen, spinnt er eine Intrige, durch die es Otello scheinen muss, als unterhalte seine Gattin Desdemona ein Verhältnis mit dem jungen Hauptmann Cassio. Von Eifersucht verzehrt und in seinem Vertrauen erschüttert, wird der Feldherr ein Opfer Jagos, als er aus Verzweiflung eine folgenschwere Tat begeht.

Otello läutete die Spätphase in Giuseppe Verdis (1813–1901) Schaffen ein. Die moderne und erschütternde Oper verschaffte dem Komponisten einen seiner nachhaltigsten Erfolge. Das Werk befasst sich mit den Tiefen der menschlichen Seele, verhandelt Eifersucht, Missgunst und Geltungsdrang und bleibt damit so aktuell wie am Tag seiner Uraufführung.

Das komplett weibliche Team um Regisseurin Anja Nicklich, die sich durch ihre Inszenierungen von Falstaff, Il trovatore und Nabucco als versierte Verdi-Regisseurin einen Namen gemacht hat, konzentriert sich auf eine wenig beachtete und doch besonders interessante Frauenfigur: Jagos Ehefrau Emilia. Sie wird mit einbezogen in das Geflecht unwidersprochener Machtverhältnisse und kann am Schluss die schrecklichen Konsequenzen der Taten ihres Mannes nicht verhindern.

Die verkaufte Braut

 

Die verkaufte Braut

Eine Oper von Bedřich Smetana | Regie Adriana Altaras
Wiederaufnahme: 4. September 2020 | 19:30 | Stadttheater
Weitere Vorstellungen: 6., 11., 13. September 2020

„Die Produktion hat das Zeug zum Publikumshit“, schrieb Der Bund nach der Premiere von Die verkaufte Braut letzte Saison. Leider kam Corona dazwischen und die Erfolgsgeschichte wurde unterbrochen. Umso mehr freuen wir uns, das Stück diese Saison wiederaufzunehmen und unseren Zuschauer*innen die fulminante Oper zu präsentieren.
Obwohl Marie eigentlich Hans liebt, haben sie ihre Eltern – getrieben vom zwielichtigen Heiratsvermittler Kecal – Michas Sohn Wenzel versprochen. In einer einzigen, durchzechten Nacht wird Hans seine Geliebte bereitwillig verkaufen, Wenzel auf der Suche nach seinem Glück neue Wege beschreiten und Marie in ihrer Not schier verzweifeln. Wird sie sich ihrem Los beugen? Oder werden die Liebenden am Ende doch noch zusammenfinden?
Regisseurin, Autorin und Schauspielerin Adriana Altaras bewies mit ihrem Team dem Berner Publikum bereits mit Verdis Un ballo in maschera sowie Hubays Anna Karenina, dass sie ein Händchen dafür besitzt, feiernde Gesellschaften lustvoll und mitreissend auf die Bühne zu bringen, ohne dabei die Geschichten der einzelnen Figuren aus den Augen zu verlieren. Im Fall von Die verkaufte Braut von Bedřich Smetana verortet Adriana Altaras die Dorfgemeinschaft im Alpenraum. Die räumliche Enge der Gemeinschaft ist Fluch und Segen zugleich: Im gleichen Masse wie die Dorfbewohner füreinander sorgen, manipuliert jeder jeden.

Schauspiel

Paradise City

 

Eine liebevolle und witzige Hommage an die Vielfalt der Schweiz

Paradise City | Ein Shoppingmall-Musical von Cihan Inan
Regie: Stefan Huber
Premiere: 26. September 2020 | 19:30 | Stadttheater

Der Shoppingmall Paradise City droht der Untergang. Die Umsätze sind schlecht und man munkelt über dubiose Investoren, die das Einkaufszentrum kapern wollen. Das ist ein Schreckensszenario für Kund*innen und Mitarbeitende, für die die Mall Heimat bedeutet. Als während den Vorbereitungen auf eine grosse Eventwoche mit prominentem Gast Vandalenakte verübt werden, spitzt sich die Situation zu. Der Sicherheitschef spielt sich als Detektiv auf und plötzlich misstraut jeder jedem. Gleichzeitig flackern hier und dort romantische Gefühle auf und Liebeleien entstehen. Am Schluss – so viel darf verraten werden – kommt gleich einer shakespeareschen Komödie alles gut.

Nicht nur wegen der versöhnlichen Handlung garantiert das Musical aus der Feder unseres Schauspieldirektors Cihan Inan frische und fröhliche Unterhaltung: Paradise City ist eine schillernde, irrwitzige und äusserst charmante Hommage an die Vielfalt der Schweiz – ein Fest der Kulturen, Sprachen und Identitäten.

Begleitet vom Berner Symphonieorchester singt und tanzt sich das hochkarätige Ensemble mit Gästen wie den Geschwister Pfister, Heidi Maria Glössner oder Diego Valsecchi durch die Schweizer Eurovisionsbeiträge der letzten fünfzig Jahre. Regisseur Stefan Huber, der zuletzt mit Coco – Ein Transgendermusical in Bern brillierte und zum Schweizer Theatertreffen eingeladen wurde, bringt mit Paradise City ein Grossprojekt auf die Bühne von Konzert Theater Bern.

Ulysses

 

Sebastian Klink macht aus Ulysses Rock ‘n’ Roll

Schauspiel nach dem Jahrhundertroman von James Joyce
Regie: Sebastian Klink
Premiere: 20. September 2020 | 16:00 | Vidmar 1

In Ulysses beschreibt James Joyce auf fast 1000 Seiten einen einzigen Tag in Dublin. Die Handlung an diesem 16. Juni 1904 ist in 18 Kapitel gegliedert und im weitesten Sinne an Homers Odyssee angelehnt. Sie mäandert mit dem Anzeigenakquisiteur Leopold Bloom, seiner Gattin Molly, dem jungen Lehrer Stephen Dedalus und zahlreichen anderen «Dubliners» durch den Tag – durch ihre Gedanken, Träume, Vorhaben und Wahrnehmungen. So entsteht ein wundersames Kaleidoskop des Alltags, eine enigmatische Erzählung über das Leben und Sterben, über Banales, Hochtrabendes, Erotisches, Amüsantes und Tiefschürfendes. Der Roman bricht mit allen Konventionen und begeistert durch seine sprachliche und kompositorische Vielfalt. «Ich habe so viele Rätsel und Geheimnisse hineingestopft, dass die Professoren Jahrhunderte darüber streiten werden, was ich eigentlich gemeint habe», so Joyce.
Vielleicht sind es gerade diese Geheimnisse, die bewirken, dass sich viele Leser*innen gar nicht erst an den umfangreichen Roman wagen. Regisseur Sebastian Klink will den Jahrhundertroman in seiner Inszenierung nicht zuletzt auch einem neuen Publikum zugänglich machen. Wie schon in der erfolgreichen Berner Inszenierung von Musils Mann ohne Eigenschaften setzt der langjährige Mitarbeiter von Frank Castorf den Stoff mit Video und Musik bildgewaltig, energiegeladen und mitreissend um. Dabei soll auch der Wunsch des Autors Joyce nicht verloren gehen: «Wenn nur jemand mal sagen würde, dass das Buch so verdammt lustig ist.»
Klinks Art, Theater zu machen, ist derart bestechend, dass es seine letzte Inszenierung für Konzert Theater Bern auf die Shortlist des Theatertreffen 2019 in Berlin schaffte.

 

Tanz

La Divina Comedia

 

Eine tänzerische Reise durch das menschliche Bewusstsein

La Divina Comedia | Uraufführung
Estefania Miranda nach Dante Alighieri | Mit der Tanzcompagnie Konzert Theater Bern und dem Berner Symphonieorchester
Premiere: 01. November 2020 | 18:00 | Stadttheater

Nach dem grossen Erfolg von Vier Jahreszeiten bricht Tanzdirektorin Estefania Miranda erneut mit der gewohnten Zuschauerperspektive und gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Räume des Berner Stadttheaters neu zu entdecken. Ihr aktuellstes Werk, La Divina Comedia, ist eine performativ erfahrbare Reise durch das menschliche Bewusstsein, die vom Berner Symphonieorchester begleitet wird.

In der gleichnamigen literarischen Vorlage tritt Dante Alighieri, der Autor dieses monumentalen Versepos, eine Reise durch verschiedene Reiche einer jenseitigen Welt an. Er durchquert die Hölle und das Fegefeuer, bis er schliesslich im Paradies ein höheres Bewusstsein erlangt. Estefania Miranda findet für diese religiös definierten Orte eine irdische Entsprechung und fokussiert unseren Blick auf die Essenz der Vorlage: Was macht uns zu Menschen? Und was bleibt von uns nach dem Tod? La Divina Comedia zeigt vom Menschen geschaffene Höllen, Fegefeuer und Paradiese. Diese Orte spiegeln unsere Sehnsüchte und Ängste wider und zeigen uns, wer wir sind.

Diese Exkursion in unser Innerstes wird für die Zuschauer*innen auch physisch erfahrbar. Mit dem Eintritt ins Stadttheater findet sich das Publikum in einem überdimensionalen menschlichen Körper wieder, der sich über das gesamte Haus erstreckt. Ab Montagnachmittag, 12. Oktober, wird ein riesiger Fuss an der Theaterfassade zu sehen sein. Mithilfe von Augmented-Reality-Technologie und dem Smartphone wird auf die Premiere hin der gesamte Körper erkennbar.

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