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Isabelle Jakob
Medienverantwortliche Konzert Theater Bern

E-Mail isabelle.jakob@konzerttheaterbern.ch

Tel +41 (0)31 329 51 05

Saison 2018.2019 | Allgemeine Informationen

 

Mehr als 30 Premieren und Projekte – darunter elf Uraufführungen – sowie 15 Symphoniekonzerte des Berner Symphonieorchesters stehen 2018.2019 auf dem Spielplan von Konzert Theater Bern. Am 25. August 2018 läuten wir mit unserem grossen Theaterfest die Saison ein, öffnen den ganzen Tag unsere Türen und gewähren Einblick in alles, was sonst verborgen bleibt. Am Abend spielt das BSO unter der Leitung seines Chefdirigenten Mario Venzago wie stes bei trockener Witterung ein Openair-Konzert auf dem Bundesplatz.

Titus Andronicus

 

Shakespeares brutalstes Stück mal anders

Premiere: 22. Februar 2019, Vidmar 1

Titus Andronicus gilt sicherlich als das brutalste von Shakespeares Stücken. Zahlreiche Morde geschehen – die Rache dafür sind Schändung und Kannibalismus. Shakespeare erzählt die Geschichte um den Feldherrn Titus als Parabel auf das im Untergang begriffene römische Weltreich.

In der Inszenierung der Regisseurin Mizgin Bilmen steht Rom für die westliche, kapitalistische Welt. Bilmen, die am Konzert Theater Bern zuletzt Malina von Ingeborg Bachmann inszeniert hat, schaut in ihrem Titus Andronicus mit kritischem Blick auf die heutige Konsumgesellschaft, auf ihre Künstlichkeit und Oberflächlichkeit. In der Titelrolle Titus wird die Schauspielerin Chantal Le Moign zu sehen sein, eine besondere Setzung, die zusätzlich die Geschlechterrollen in Frage stellt.

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Fotos (© Tanja Dorendorf)

Aus dem Bleistiftgebiet: Felix-Szenen

 

Wer ist Felix?


Premiere: 15. Februar 2019, Mansarde Stadttheater

Den Schweizer Schriftsteller Robert Walser verbindet eine lange Geschichte mit der Stadt Bern. Zwischen 1921 und 1923 wohnte er in der Altstadt an der Gerechtigkeitsgasse 29, zwischen 1929 und 1933 war er in der Berner Heilanstalt Waldau. Während seiner Zeit in Bern schrieb Walser viele Texte in winziger Mikrogrammschrift, darunter die sogenannten Felix-Szenen. Aber wer ist Felix? Mit dieser Figur erschuf Walser ein Alter Ego, das die Ambivalenzen seines Seins mit Witz zu beschreiben weiss und gleichzeitig eine Sehnsucht nach Gewalt spürbar werden lässt.

Die Felix-Szenen von Robert Walser wurden bereits 1991 in der Mansarde des Berner Stadttheaters aufgeführt und erleben nun, fast dreissig Jahre später, eine Neuinszenierung durch den deutschen Nachwuchsregisseur Henri Hüster (*1989). Dieser stellt sich mit diesem Stück erstmals dem Berner Publikum vor. Er hat die Felix-Szenen neu angeordnet und präsentiert einen Theaterabend mit drei SchauspielerInnen, welche die Figur Felix auf dreierlei Weise verkörpern und so drei Blickwinkel auf seine Identität ermöglichen.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Kontraste

 

Weltberühmte Choreografin kommt nach Bern

Premiere: 1. Februar 2019, Vidmar 1

Lost Cause, Choreografie: Sharon Eyal │Schweizer Erstaufführung
Salve Regina, Choreografie: Jo Strømgren

Sie gilt als eine der bedeutendsten Choreografinnen unserer Zeit und erobert mit ihren Stücken die Welt. Sharon Eyal tanzte jahrelang in der berühmten Batsheva Dance Company, ihre Stücke sind abstrakt und assoziativ und ziehen das Publikum meistens in einen faszinierenden Bann. Nun bringt die Tanzcompagnie Konzert Theater Bern ihr Stück Lost Cause (2012) zur Schweizer Erstaufführung. In Lost Cause kommen tiefe Emotionen zum Vorschein, die Körper erzählen von der Passion des Tanzens und bringen eine extrem physische Bewegungssprache auf die Bühne.

Der pure Kontrast zu diesem Tanzstück ist Salve Regina (2017) des norwegischen Choreografen Jo Strømgren. Das Stück ist – fernab einer religiösen Konnotation – eine Hymne auf den Trost und die Barmherzigkeit. Strømgren ist ein wahrhaftes Theatergenie. Denn er ist nicht nur Choreograf, sondern schreibt und inszeniert zudem Theaterstücke und Opern, entwirft Bühnenbilder und macht Puppentheater. In seinen Tanzabenden schafft Jo Strømgren durch die Verbindung verschiedener Theatermittel und -sprachen konkrete Kontexte. Als Choreograf zeigt er klare Haltung und macht seine Arbeiten dadurch aktuell, politisch, einzigartig und immer humorvoll.

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Fotos (© Gregory Batardon)

Fierabras

 

Heimliche Gefühle im Patriarchat

Premiere: 27. Januar 2019, Stadttheater

Es ist eine Oper, die nur selten auf den internationalen Spielplänen auftaucht. Dabei ist Fierabras von Franz Schubert ein äusserst zeitloses Werk, dessen Kernthema heute aktueller ist denn je. Diese heroisch-romantische Oper zeigt nämlich Figuren, die unglaublich viele Gefühle in sich tragen, diese aber aufgrund des herrschenden Systems und gnadenlosen Befehlshabern nicht äussern können. Es ist eine Welt der heimlichen Emotionen und der steten Unterdrückung. Und es stellt sich die Frage, wie viel Macht Herrscher haben und wie sich die empfindsamen Individuen trotzdem ausrücken können. Mit Blick auf die aktuelle Weltpolitik tatsächlich eine sehr dringliche Fragestellung.

Elmar Goerden setzt diese heimlichen Gefühlswelten und die Patriarchatskritik ins Zentrum seiner Regie. Er ist das erste Mal als Opernregisseur in Bern, ist dem Publikum aber bereits bestens bekannt als Schauspielregisseur, zuletzt mit Die Irrfahrten des Odysseus und Penelope. Auch der Tenor Uwe Stickert ist seit Jahren ein gern gesehener Gast in Bern und schlüpft in Fierabras in die Rolle des Eginhard. Zuletzt stand er in Faust und Das Schloss Dürande auf der Bühne des Berner Stadttheaters. Am Dirigentenpult steht Mario Venzago.

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Fotos (© Tanja Dorendorf)

Freigänger

 

Gefängnis-Reportage für die Bühne

Premiere: Donnerstag 24. Januar 2019, Vidmar 2

 Was macht jahrelange Gefangenschaft mit einem Menschen? Und wie gelingt die Rückkehr vom Gefängnis in die Gesellschaft? Schliesslich leben Gefangene abgeschirmt vom Rest der Bevölkerung, welche sich dadurch nicht mit der Realität einer Strafanstalt und den damit verbundenen Fragen und Ängsten auseinandersetzen muss. Doch wer von uns würde wirklich einen Ex-Bankräuber in der Nachbarschaft willkommen heissen?

Dieser Thematik hat sich Anna Papst während ihrer Hausautorschaft am Konzert Theater Bern gewidmet. Während drei Jahren hat sie für ihr Stück Freigänger recherchiert und hat 30 Interviews mit Insassen der Strafvollzugsanstalt Witzwil (Kanton Bern), ehemaligen Straftätern, forensischen Psychiatern, Angehörigen und Opfern geführt. Daraus entstanden ist Freigänger, eine dichte und extrem lebensnahe Reportage fürs Theater.

Passend zu Freigänger findet am 30. Januar 2019 die erste Ausgabe der neuen Reihe Res:Publikum statt, die Konzert Theater Bern gemeinsam mit dem digitalen Magazin „Republik“ veranstaltet. Freigänger-Autorin Anna Papst, eine Juristin, eine Journalistin und eine Schauspielerin diskutieren darin über „Recht und Freiheit“. Zudem wird es im Rahmen von Freigänger eine Reihe von Publikumsgesprächen geben, bei welchen u. a. ein ehemaliger Insasse von Witzwil und ein forensischer Psychiater zu Gast sein werden.

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Fotos (© Christian Kleiner)

Das Missverständnis

 

Morden bis zur Erkenntnis

Premiere: Donnerstag 20. Dezember 2018, Vidmar 1

Die Geschichte könnte düsterer kaum sein: ein Mann kehrt nach zwanzig Jahren in seinen Heimatort zurück. Dort führen seine Mutter und seine Schwester ein Gasthaus, wo sie wohlhabende Reisende ausrauben und ermorden. Sie erkennen den Heimkehrer jedoch nicht als Sohn und Bruder, was ihn am Ende das Leben kostet. Das Missverständnis von Albert Camus ist ein Schicksalsdrama sondergleichen und wirft unweigerlich Fragen auf. Warum gibt sich der Mann nicht zu erkennen? Und warum hat das grausame Handeln von Mutter und Tochter scheinbar keinerlei Konsequenzen? Das Missverständnis spielt geschickt mit dem Thema der Erkenntnis und klaustrophobischen Zuständen, was der Autor Albert Camus folgendermassen erklärt hat: „Das Missverständnis entstand 1941 im besetzten Frankreich. Ich lebte damals unter dem Zwang der Umstände in den Bergen Mittelfrankreichs. Schon allein diese historische geographische Lage genügte, um die Art Klaustrophobie zu erklären, an der ich damals litt und die sich in diesem Stück spiegelt.»

Das Missverständnis wird inszeniert von Claudia Meyer, die bei Konzert Theater Bern zuletzt bei Die Toten Regie führte. Die Mutter wird von Heidi Maria Glössner, der Grande Dame des Schweizer Schauspiels, verkörpert.

 

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Fotos (© Tanja Dorendorf)

Donkey der Schotte...

 

Don Quijote als Weihnachtsmärchen

Premiere: 7. Dezember 2018, Stadttheater

Etwas hat der spanische Autor Miguel de Cervantes in seinem berühmten Roman Don Quijote für sich behalten. Nämlich, dass die beiden treuen Begleittiere Esel und Pferd richtig dicke Freunde werden. Es ist also höchste Zeit für einen Perspektivenwechsel! Und deshalb gibt die junge Regisseurin Sophia Bodamer den Tieren der Weltliteratur mit Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte endlich eine Stimme.


Der Text zum diesjährigen Weihnachtsmärchen stammt vom Berner Autorenduo Ariane von Graffenried und Martin Bieri. Ariane von Graffenried ist Theaterwissenschaflerin, Autorin, Mitglied der AutorInnengruppe „Bern ist überall“ und ein Teil des Duos „Fitzgerald und Rimini“ auf. Für ihren Roman Babylon Park erhielt sie 2017 den Literaturpreis des Kantons Bern. Martin Bieri ist auch Theaterwissenschaftler und war Mitglied des Kollektivs Schauplatz International. Er ist Dramaturg und schreibt als Journalist über Kunst und Sport. Seine Lyrik wurde mit dem Literaturpreis des Kantons Bern und mit dem Literaturpreis der Stadt Bern ausgezeichnet.


Mit von der Partie ist auch Christine Hasler, die als Theatermusikerin u.a. am Theater Kanton Zürich und im Schlachthaus Theater Bern arbeitete. Bald erscheint ihr erstes Album.

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Fotos (© Annette Boutellier)

La Bohème

 

Matthew Wild ist zurück!

La Bohème, eine Oper von Giacomo Puccini

Premiere: 24. November 2018, 19:30, Stadttheater

Der italienische Komponist Giacomo Puccini lebte als junger Mann in einer Art Wohngemeinschaft. Nicht, weil er zu jener Zeit finanziell in einer prekären Lage gesteckt hätte, sondern weil er den Lebensstil der Bohemiens dadurch am besten pflegen konnte. Sein Werk La Bohème thematisiert dieses Künstlerdasein zwischen Armut, Krankheit und Lebensfreude und hat unsere gängige, durchaus romantische Vorstellung der ‘Bohemiens’ massgeblich mitgeprägt.


Mit dieser klischeehaften Betrachtung der Bohemiens hat die Inszenierung des südafrikanischen Regisseurs Matthew Wild nichts zu tun. Er wird die Geschichte aus der Perspektive des alternden Künstlers Marcello erzählen, der auf sein Leben als junger Bohemien zurückblickt. Wild versetzt den Protagonisten mitunter in die Sechzigerjahre, wo Andy Warhol gerade die Kunstszene aufmischt und alle in seinen Bann zieht. Auf Marcellos Erinnerung ist aber kein Verlass, denn seine Erinnerungslücken prägen sich immer mehr aus…

 

Dem südafrikanischen Regisseur Matthew Wild gelang in der vergangenen Saison mit Don Giovanni ein regelrechter Coup. Nun wagt er sich mit La Bohème von Giacomo Puccini an ein weiteres Meisterwerk des Musiktheaters. Die Inszenierung entsteht in Kooperation mit der Cape Town Opera.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Mondlicht

 

Galgenhumor in Krisenzeiten

Mondlicht von Harold Pinter

Schweizer Erstaufführung

Premiere: Freitag 9. November 2018, 19:30 Uhr, Vidmar 1

Als Harold Pinter 2005 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, war sein Krebs schon stark fortgeschritten. So stark, dass der Autor nicht persönlich an der Preisverleihung erscheinen konnte. Das Thema Krankheit spielte aber nicht nur in Pinters Leben, sondern auch in vielen seiner Werke eine zentrale Rolle. In Mondlicht liegt der Mittfünfziger Andy in seinem Bett, resümiert sein zu Ende gehendes Leben und sinniert über menschliche Beziehungen. Wie gehen eng vertraue Menschen in Krisenzeiten miteinander um? Und was bleibt bei aller Nähe unausgesprochen? Die Antworten darauf entlädt Pinter in seinem typisch schwarzen Humor.

Dieser Galgenhumor ist das Spezialgebiet von Regisseur Johannes Lepper, der seit vier Spielzeiten in Bern inszeniert. Leppers Mondlicht ist gespickt mit surrealen Momenten, wie sie einem manchmal im Alltag widerfahren und wo sich manch einer nicht ganz sicher ist, ob ihm seine Sinne nicht einen Streich spielen…


Mit von der Partie ist Ensemblemitglied Chantal Le Moign, die im Film Zone Rouge von Schauspieldirektor Cihan Inan mitspielte und deren schauspielerische Leistung von den KritkerInnen durchwegs gewürdigt wurde. Sie spielt in Mondlicht Bel, die Frau von Andy.

Donwloads

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Fotos (© Annette Boutellier)

Vier Jahreszeiten

 

Tanz am Rande des Wahnsinns

Vier Jahreszeiten, Choreografie: Estefania Miranda

Premiere: 3. November 2018, 19:30, Stadttheater

Die Vier Jahreszeiten gehören zweifelsohne zu den berühmtesten Werken der Musikgeschichte. Basierend auf Antonio Vivaldis Partituren hat der britische Komponist Max Richter eine furiose Version dieses Zyklus geschaffen und hauchte den Melodien Vivaldis damit neues Leben ein.


Diesem Werk widmet sich Tanzdirektorin Estefania Miranda, die nach dem Erfolg von Callas wieder im Stadttheater choreografiert. Miranda hat den Abend zweiteilig konzipiert, wobei das Publikum nicht immer gleichzeitig im Zuschauerraum sein wird. Den Hauptteil erleben alle gemeinsam. Die Tanzenden bilden ein Kollektiv, das ohne Hierarchien auskommt, ganz so wie das bei Tierschwärmen zu beobachten ist. Diese Harmonie wird allmählich durch Rivalitäten und Ausgrenzungen bedroht, bis schliesslich alles im Wahnsinn endet… Der zweite Teil bildet einen Gegenentwurf zum Hauptteil und zeigt einen paradiesischen Zustand, einen Sehnsuchtsort ohne Rivalität und Hierarchie. Je nach Einteilung wird das Publikum diesen Teil als Prolog oder Epilog erleben.


Die Tanzkompanie von Konzert Theater Bern wird in Vier Jahreszeiten vom Berner Symphonieorchester begleitet. Der erste Konzertmeister Alexis Vincent übernimmt den Solopart, die musikalische Leitung hat Sebastian Schwab (*1993). Er ist derzeit Assistent von Kevin John Edusei bei den Münchner Symphonikern und übernahm bei Konzert Theater Bern bereits die Nachdirigate des Tanzabends Sacre/Faun/Bolero.

 

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Fotos (© Gregory Batardon)

Der Tod des Iwan Iljitsch

 

Sprechen über den Tod - auf der Bühne!

Der Tod des Iwan Iljitsch nach einer Erzählung von Leo Tolstoi

Premiere: Mittwoch 31. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Vidmar 2

Was nutzen gesellschaftlicher Status und Ansehen im Beruf, wenn eine schwere Erkrankung ins Leben tritt? Mit diesen Fragen muss sich der Protagonist in Leo Tolstois Erzählung Der Tod des Iwan Iljitsch auseinandersetzen. Tolstoi erzählt darin sehr zeitlos, wie schwierig es für eine Gesellschaft ist, über Krankheiten zu sprechen. Und wie gross die Hilflosigkeit bei den Kranken und ihrem Umfeld teilweise sein kann.


Der in Israel geborene Regisseur Noam Brusilovsky (*1989) thematisierte seine überwundene Krebserkrankung bereits in einer eigenen Theaterarbeit. Der Tod des Iwan Iljitsch ist eine Art Fortsetzung davon und zwischen Dramatisierung und Dokumentartheater anlegt. Brusilovsky hat intensive Recherchen betrieben und mit BernerInnen aus dem Bereich der Bestattung, der Palliativmedizin und der Psychoonkologie darüber gesprochen, wie sie in ihrem Alltag mit den Themen Krankheit und Tod konfrontiert werden. Ihre Erfahrungen fliessen direkt in die Inszenierung mit ein.


Noam Brusilovsky hat an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Regie studiert und ist seither als bekannter Hörspielregisseur unterwegs. Für den SWR inszenierte er 2017 das Hörspiel Broken German, wofür er mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet wurde.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Beresina - oder die letzten Tage der Schweiz

 

Das Callgirl und seine Geheimarmee

Nach dem Drehbuch von Martin Suter und dem Film von Daniel Schmid

Premiere: Freitag 19. Oktober, 19:30 Uhr, Stadttheater Bern

Das Thema Machtmissbrauch ist in aller Munde. Spätestens seit #MeToo wird öffentlich darüber diskutiert, wie Machtstrukturen missbräuchlich und diskriminierend zwischen den Geschlechtern ausgenutzt werden. Diese brandaktuelle Problematik bringt Cihan Inan, Schauspieldirektor von Konzert Theater Bern, ins Berner Stadttheater. Die Uraufführung Beresina oder die letzten Tage der Schweiz basiert auf dem gleichnamigen Film, der 1999 am Film Festival in Locarno Premiere feierte und dem Regisseur Daniel Schmid einen Ehrenleoparden bescherte. Das Drehbuch stammt vom Erfolgsautor Martin Suter und erzählt eine bitterböse und teils düstere Komödie über die Schweizer Politik, wobei das russische Callgirl Irina die Hauptrolle spielt. Cihan Inan inszeniert Beresina oder die letzten Tage der Schweiz als Stück, in dem die Frauen mit ihren ganz eigenen Methoden gegen die Machtstrukturen in Bundesbern ankämpfen und so für einmal den Spiess umdrehen – sie übernehmen sogar eine Geheimarmee!

In Beresina oder die letzten Tage der Schweiz tritt ein altbekannter Publikumsliebling aus Bern auf die Bühne des Stadttheaters. Stefano Wenk war von 2000 bis 2015 festes Ensemblemitglied, arbeitete danach drei Jahre in Kapstadt und kehrt nun für diese Produktion als Gast in Cihan Inans Ensemble zurück.

Übrigens: Konzert Theater Bern bietet in Zusammenarbeit mit der Stiftung procom zwei Vorstellungen mit DolmetscherInnen in Gebärdensprache an.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Cosi fan tutte

 

Hätte Mozart getindert?

Cos fan tutte - Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Sonntag 14. Oktober, 18:00, Stadttheater

 

Dating-Plattformen wie Tinder & Co. haben das Liebesleben des modernen Menschen grundlegend verändert. Auf ihren Profilen inszenieren die UserInnen die scheinbar vorzüglichste Version ihrer selbst, es wird kaschiert, geflunkert, getäuscht. Aber wohin führt diese Selbstoptimierung in unseren Liebesbeziehungen? Sind die potentiellen LiebespartnerInnen wirklich authentisch?

Solche und ähnliche Fragen stellten bereits W. A. Mozart und Lorenzo da Ponte in ihrer weltberühmten Oper Cos fan tutte. Der junge Regisseur Maximilian von Mayenburg nimmt sich des Opernklassikers an und transportiert ihn in die Zeit von Tinder & Co. Er setzt seine ProtagonistInnen in eine After-Party-Situation, wo sie vom listigen Barkeeper Alfonso zu wirren Liebesexperimenten in seiner Bar verführt werden. Von Mayenburg ist dem Berner Publikum bereits bestens bekannt als Regisseur von The Turn of the Screw in der Saison 2016.2017.

Mit Cos fan tutte vollendet Chefdirigent Musiktheater Kevin John Edusei am Konzert Theater Bern nach Le nozze di Figaro und Don Giovanni den Mozart-da-Ponte-Zyklus. Zudem wird sich unser neues Ensemblemitglied Michal Marhold (Bariton) dem Publikum als Guglielmo vorstellen.

 

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Fotos (© Tanja Dorendorf / T+T Fotografie)

Im Tingeltangel tut sich was

 

Im Tingeltangel tut sich was

Ein Soloabend von und mit Uwe Schönbeck

Premiere: Samstag 6. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Mansarde Stadttheater

Uwe Schönbeck wird mit "Im Tingeltangel tut sich was" nach seinen Auftritten im „Weissen Rössl“, der „Zauberflöte“ und „Die Sternstunde des Josef Bieder“ mit einem eigenen Programm ans Stadttheater zurückkehren. Das Publikum erwartet ein heiter-skurriler Abend mit Texten und Liedern von Norbert Schultze und Fritz Grasshoff wie beispielsweise „Käpt’n Bay-Bay aus Shanghai“ und „Madame Goulou“. Am Klavier spielt Hans-Christoph Bünger.

Der Mann ohne Eigenschaften

 

Ein Hauch Volksbühne in Bern

Der Mann ohne Eigenschaften nach dem Roman von Robert Musil

Premiere: Freitag 21. September 2018, 19:00 Uhr, Vidmar 1
 
Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" ist das wohl legendärste ungelesene Werk der Weltliteratur. Die Geschichte um den jungen Mathematiker Ulrich ist eine grosse Parabel auf den Untergang der europäischen Gesellschaften des 19. Jahrhunderts und eine kluge Analyse des 20. Jahrhunderts. 
 
Konzert Theater Bern präsentiert den "Mann ohne Eigenschaften" nun in einer brandneuen Fassung von Regisseur Sebastian Klink. Seine Inszenierung ist ein Versuch, diesen monumentalen Roman auf die Bühne zu übersetzen. Im Fokus stehen die Zwillinge Ulrich und Agathe, deren Beziehung immer drastischere Ausmasse annimmt. Klink wird die Stadt Bern auf multimediale Weise mit einbeziehen und den Roman zu einem 360°-Erlebnis machen.
 
Sebastian Klink war langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf und steht somit in der Tradition der legendären Berliner Volksbühne. Diese Tradition trägt er mit seinen Regiearbeiten in eine neue Generation, mit "Der Mann ohne Eigenschaften" ist er das erste Mal in Bern.
 

Love Life

 

Eine rasante Show zur Saisoneröffnung! 

Ein Vaudeville von Kurt Weill und Alan Jay Lerner Koproduktion mit dem Theater Freiburg Musikalische Leitung: Daniel Carter Regie: Joan Anton Rechi

Premiere: Freitag 31. August 2018, 19:30 Uhr, Stadttheater 
 
Konzert Theater Bern startet mit einer rasanten Show in die neue Saison! Das Vaudeville Love Life von Kurt Weill erzählt die Geschichte von Susan und Sam Cooper, deren Ehe in einer tiefen Krise steckt. Aber in Love Life, das 1948 am Broadway uraufgeführt wurde, erzählt der Komponist Kurt Weill nicht nur eine Liebesgeschichte am Abgrund, sondern kritisiert vor allem den boomenden Kapitalismus. Und so durchlaufen Susan und Sam in bunten Revue-Nummern nebst ihrer eigenen Beziehung auch 150 Jahre amerikanischer Geschichte. Als Rahmen dafür dient die Welt des Kinos, in welcher Regisseur Joan Anton Rechi die Protagonisten eine turbulente Reise durch verschiedene Filmgenres und berühmte Filme wie „Vom Winde verweht“ oder „Der Zauberer von Oz“ machen lässt. 
 
Kurtz Weill, der als Komponist vor allem durch Die Dreigroschenoper und seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannt geworden ist, entpuppt sich in Love Life als wahrer Zauberkünstler der Musik. Er vereint mühelos Jazz, Blues, schmissige Ohrwürmer und folkloristische Stücke. Love Life ist als Koproduktion mit dem Theater Freiburg, wo das Stück 2017 zur deutschen Erstaufführung kam, erstmals in der Schweiz zu erleben.