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Marina Bolzli I Annina Hasler
Medienverantwortliche Konzert Theater Bern

E-Mail medien@konzerttheaterbern.ch

Tel +41 (0)31 329 51 05

Konzert Theater Bern

Streaming-Programm ab Auffahrt

 

Streaming-Angebote für Zuhause

Wir freuen uns sehr, dass unser Publikum zahlreich ins Theater zurückströmt. Viele unserer Vorstellungen mit 33 bis maximal 50 Zuschauer*innen sind bereits ausverkauft. Um auch einem grösseren Kreis von Kulturinteressierten unsere Produktionen zugänglich zu machen, bieten wir ab Donnerstag, 13. Mai, zusätzlich Streamings an.


Es sind Aufnahmen aktueller Produktionen, die nicht live ausgestrahlt werden. Den Auftakt macht an Auffahrt (13. Mai) das Schauspiel Network, gefolgt von Fräulein Julie (ebenfalls Schauspiel) am Freitag, 14. Mai, und dem Sitzkissenkonzert Der Regenbogenfisch am Samstag, 15. Mai. Weitere Stücke, die bis 30. Mai gestreamt werden, sind Die schmutzigen Hände (Schauspiel), Die Fledermaus (Musiktheater) und Vier Jahreszeiten (Tanz).

Das Streaming-Programm geht am Montag, 10. Mai, online. Die Ticketpreise sind individuell wählbar von 0 bis 20 Franken. Einzig bei der Schweizer Erstaufführung von Network beginnt der Mindestpreis bei 5 Franken. Die meisten Streaming-Angebote laufen über 24 Stunden, es gibt aber einzelne Ausnahmen, die nur für 5 oder 6 Stunden zu sehen sind.

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Medienmitteilung

Wiederaufnahme April 2021

 

Wir spielen wieder

Wir sind überrascht – aber glücklich! Der Bundesrat erlaubt ab dem 19. April unter anderem wieder kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen. Wir öffnen deshalb unseren Vorhang und zeigen unserem Publikum ab dem 20. April Produktionen aus allen vier Sparten.

Den Auftakt machen wir mit dem Schauspiel und der Premiere von Fräulein Julie am Dienstag, 20. April. Am Mittwoch folgt die Schweizer Erstaufführung von Network. Dann geht es weiter mit den Premieren von Onkel Wanja und Die schmutzigen Hände. All diese Produktionen werden in den Vidmarhallen gezeigt. Zudem wird Der grosse Diktator im Stadttheater wiederaufgenommen.

Unsere Tanzsparte freut sich sehr, endlich Piano Chapters auf die Bühne bringen zu dürfen. In diesem vierteiligen Tanzabend im Stadttheater werden vier unterschiedliche choreografische Handschriften zu live gespielter Klaviermusik gezeigt.

Im Musiktheater warten wir mit der Neuproduktion Die Fledermaus auf. Die Sänger*innen werden vom Orchester in Kleinformation begleitet, der Chor tritt zwar auf, wird aber nicht singen. Das Berner Symphonieorchester wird vorderhand mit Kleinformaten wie Matineen und Kammermusikkonzerten auftreten.

Das aufwändige Musical Paradise City werden wir leider nicht mehr zeigen können. Die Produktionen Das Ende von Schilda und Momo werden in spätere Spielzeiten verschoben.

Den neuen, angepassten Spielplan, der bis 9. Mai gilt, finden Sie ab morgen Freitag, 12 Uhr, auf unserer Website.

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Medienmitteilung

Sistierung Probenbetrieb

 

Konzert Theater Bern stellt den Probenbetrieb bis auf Weiteres ein

Am 23. Oktober standen unsere Künstler*innen und Musiker*innen letztmals vor Publikum auf der Bühne. Seither dauert die Stille in der Kulturbranche an: Der Bundesrat hat das Veranstaltungsverbot aufgrund der angespannten epidemiologischen Lage bis mindestens Ende Februar verlängert.

Konzert Theater Bern hat sich deshalb entschieden, auch den Proben- und Werkbetrieb ab dem 05. Februar bis auf Weiteres herunterzufahren. Dementsprechend wird die seit November 2020 angemeldete Kurzarbeit ausgedehnt. Damit garantieren wir, sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen. Sobald es uns jedoch wieder erlaubt ist, unsere Türen für das Publikum zu öffnen, werden wir den Betrieb erneut aufnehmen.

In den vergangenen Monaten konnten fünf Schauspiel-, eine Tanz- und eine Opernpremiere sowie zahlreiche Konzerte nicht gespielt werden. Im Januar und im Februar hätten weitere Neuproduktionen auf dem Programm gestanden. In einem dichten Spielplan, wie Konzert Theater Bern ihn normalerweise anbietet, können verlorene Monate nicht aufgeholt werden. Um die bereits produzierten Stücke in einer verkürzten Spielzeit auf die Bühne bringen zu können, fallen folgende Neuproduktionen aus:

Schauspiel: Die Hochhausspringerin, Mein Sommer mit Kim
Musiktheater: Norma, The Rape of Lucretia, Parsifal
Tanz: Velázquez, Tanzplattform (Next Generation findet statt)

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Medienmitteilung

Wir kommen zu Ihnen ins Wohnzimmer!

 

Streaming Konzert Theater Bern
20. Dezember 2020 bis 06. Januar 2021 | 20:30

Wir hatten es uns wirklich anders gewünscht. Doch der Bundesrat hat entschieden und unsere Theatertüren bleiben bis und mit am 22. Januar 2021 geschlossen. Und dennoch wollen wir unser Publikum nicht länger auf Kulturentzug setzen. Ab Sonntag, 20. Dezember, schalten wir uns deshalb jeden Abend um 20.30 Uhr via kostenlosem Stream zu Ihnen in die Stube. Die meisten Produktionen senden wir live aus der Mansarde im Stadttheater, einige wenige werden vorab aufgezeichnet.

Die Künstler*innen aller vier Sparten haben kurze Konzerte in verschiedenen Formationen, Tanzstücke, Performances oder Lesungen erarbeitet. Den Anfang macht am vierten Adventssonntag (20.12.) unsere Sopranistin Evgenia Grekova mit Liedern zu Weihnachten von Edvard Grieg oder Hugo Wolf. Sie wird von Sonja Lohmiller am Klavier begleitet. Gleich tags darauf (21.12.) erzählt Schauspieldirektor Cihan Inan dem Publikum in seiner Literatur-Show, warum er kein Christ ist und doch zu den Guten gehört. Und auch Intendant Florian Scholz wird einen eigenen Abend bestreiten: Gemeinsam mit einem Überraschungsgast begrüsst er am 01. Januar das Publikum im neuen Jahr.

Zu den Höhepunkten zählt ausserdem das Konzert von Mario Venzago und dem Berner Symphonieorchester zum Abschluss der Streaming-Reihe (06.01.). Und mit Spannung erwartet wird auch der Tanzabend (23.12.): Tanzdirektorin Estefania Miranda zeigt erste Auszüge aus Piano Chapters. Die vierteilige Produktion wird am 30. Januar 2021 im Stadttheater Premiere feiern.

Das tägliche Programm und den Link zum Stream finden Sie unter www.konzerttheaterbern.ch aufgeschaltet.

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Geschäftsbericht 2019.2020

 

Das Virus bremst eine gute Saison aus

Die Spielzeit 2019.2020 hätte nicht besser beginnen können: Bei idealem Spätsommerwetter besuchten Ende August 2019 rund 7000 Zuschauer*innen das Openair-Konzert des Berner Symphonieorchesters auf dem Bundesplatz sowie das Theaterfest rund um das Stadttheater. Bald darauf folgten mit dem Wiedereröffnungskonzert im renovierten Casino und den Premieren des Musiktheaters Il barbiere di Siviglia, des Schauspiels Der grosse Diktator und der Tanzproduktion Swan erste Saisonhöhepunkte. Alle vier Sparten erreichten mit ihren Startproduktionen Auslastungen zwischen 86 und 98 Prozent.  

Ausverkaufte Vorstellungen vor Corona  
Und es sollte mit ausgezeichneten Auslastungszahlen weitergehen – bis im Februar die Corona-Pandemie die Schweiz erreichte und das Land und damit auch den Kulturbetrieb für Monate lahmlegte. Am 28. Februar untersagte der Bundesrat Veranstaltungen mit über 1000 Personen. Konzert Theater Bern war dadurch gezwungen, den bereits ausverkauften zweiten Abend des achten Symphoniekonzerts Tschaikowskys Fünfte noch am selben Tag abzusagen. Kurz darauf, per 16. März, erfolgte der komplette Lockdown und das Theater musste seine Türen bis auf Weiteres schliessen. Zum ersten Mal überhaupt meldete Konzert Theater Bern für seine Mitarbeitenden Kurzarbeit an.  

Kleines, aber feines Alternativprogramm  
Obwohl eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch in weiter Ferne zu liegen schien, nahmen die Werkstätten und die Ateliers unter Einhaltung strenger Schutzmassnahmen ihre Arbeit nach wenigen Wochen wieder auf. Es galt, die kommende Saison 2020.2021 vorzubereiten. Zur gleichen Zeit begannen die künstlerischen Teams um die Spartenleiter*innen Estefania Miranda (Tanz), Xavier Zuber (Musiktheater und Konzert) sowie Cihan Inan (Schauspiel) alternative Programme auszutüfteln, um ihr Publikum auch in  Medienmitteilung dieser «Kunstpause» zu unterhalten. Als schliesslich eine schrittweise Lockerung der behördlichen Massnahmen erfolgte, präsentierte Konzert Theater Bern vor Saisonende im Juni ein kleines, aber feines Alternativprogramm auf der Grossen Bühne des Stadttheaters und im Casino.  

Trotz allem ausgeglichene Jahresrechnung  
Trotz dieses einigermassen versöhnlichen Abschlusses der Spielzeit machte die Pandemie Konzert Theater Bern in vielerlei Hinsicht einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: 155 Vorstellungen und Konzerte mussten abgesagt, 22’700 Karten rückerstattet werden.  Ein Trostpflaster waren auch rückblickend die sehr guten Auslastungszahlen bis zum Lockdown. Sie betrugen über alle Sparten hinweg 76 % (im Vorjahr: 69 %), über 81’000 Zuschauer*innen besuchten eine der 265 Veranstaltungen. Im Zeitraum bis Mitte März des Vorjahres 2018.2019 kauften rund 68’000 Personen ein Ticket für eine Veranstaltung am Haus.  Dank den sofort eingeleiteten Massnahmen zur Schadensminderung und den Kurzarbeitsentschädigungen konnte der Kostendeckungsgrad in der Berichtssaison gehalten werden (20,5 %). Daraus resultierte eine Jahresrechnung, die mit einer schwarzen Null geschlossen werden konnte.

Unser Vorhang bleibt geschlossen

 

Wir wären bereit gewesen

Wie Ihnen bereits bekannt sein dürfte, hält der Kanton Bern an seinen Massnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie fest. Damit bleiben die bernischen Kulturinstitutionen bis mindestens am 07. Dezember geschlossen. Wir hatten sehr gehofft, der Kanton Bern werde seine Bestimmungen jenen des Bundesrates angleichen und damit Veranstaltungen mit bis zu 50 Zuschauer*innen erlauben. In den letzten Wochen haben wir weiter geprobt und unser Programm einem kleineren Publikum angepasst. Wir bedauern, diese Produktionen nicht zeigen zu dürfen. Dennoch unterstützen wir den Entscheid der Behörden vollumfänglich und haben dafür Verständnis.

Sehr wichtig ist uns in dieser Situation ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen. Um für eine mögliche Öffnung des Hauses bereit zu sein, werden wir den Probebetrieb in einem sinnvollen Rahmen weiterhin aufrechterhalten. Trotzdem wird ein Teil der Belegschaft in Kurzarbeit gehen, bis ein normaler Spielbetrieb wieder möglich sein wird.

Unsere Tanzproduktion La Divina Comedia, die bereits am 01. November im Stadttheater Premiere gefeiert hätte, wird definitiv verschoben: Das Werk von Tanzchefin Estefania Miranda, begleitet vom Berner Symphonieorchester, wird auf dem Spielplan der Saison 2021.22 stehen. Zudem kommt das Schauspiel Momo, das ab dem 06. Dezember im Stadttheater aufgeführt worden wäre, nicht als diesjähriges Weihnachtsmärchen auf die Bühne. Wir haben uns entschieden, die Produktion der Berner Theatergruppe VOR ORT zu einem späteren, derzeit noch nicht definierten Zeitpunkt zu zeigen. Abgesagt ist auch das Benefizkonzert des Berner Symphonieorchesters mit Sol Gabetta im Casino Bern am 04. Dezember.

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Wechsel in den Ensembles

 

Wechsel in den Musiktheater- und Schauspielensembles von Konzert Theater Bern

Auf die Spielzeit 2021.22 kommt es bei Konzert Theater Bern, wie bereits bekanntgegeben, in den Sparten Musiktheater und Schauspiel zu einem Wechsel der künstlerischen Leitungen. Roger Vontobel übernimmt die Leitung des Schauspiels, Nicholas Carter wird neuer Operndirektor. Wie bei solchen Wechseln üblich, wird auch ein Grossteil der Ensembles neu besetzt.

Unter der Leitung des neuen Schauspieldirektors und seiner Chefdramaturgin Felicitas Zürcher verbleiben im Schauspielensemble David Berger, Jonathan Loosli und Stéphane Maeder. Die anderen Stellen werden von Schauspieler*innen besetzt, die neu in das Ensemble aufgenommen werden.

Im Musiktheater wird Mezzosopranistin Claude Eichenberger weiterhin am Haus engagiert sein. Voraussichtlich sieben neue Sänger*innen werden mit ihr das zukünftige Opernensemble bilden.

Der Grund für diese Veränderungen ist ausschliesslich künstlerischer Natur und soll die geplante Neuausrichtung des Hauses gewährleisten. Die komplette Zusammenstellung aller Ensembles präsentieren wir der Öffentlichkeit im Frühjahr 2021 mit dem Spielplan der neuen Saison. Bis zur letzten Vorstellung der laufenden Spielzeit möchten wir uns voll auf die Arbeit der aktuell engagierten Künstler*innen konzentrieren und ihnen weiterhin ein gutes künstlerisches Zuhause bieten.

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Konzert Theater Bern sagt alle Veranstaltungen der nächsten vier Wochen ab

 

Wie Ihnen bereits bekannt ist, hat der Regierungsrat des Kantons Bern heute, Freitag, den 23. Oktober 2020, im Zuge der Pandemie-Massnahmen unter anderem entschieden, dass Theater und Konzerthäuser in den kommenden vier Wochen keine Vorstellungen durchführen dürfen.

Selbstverständlich leisten wir dieser Entscheidung folge und sagen alle Veranstaltungen bis zum 23. November ab. Dies gilt ab heute Nacht, Freitag, um 00:00 Uhr.

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Neue Intendanz KTB – Florian Scholz

 

Der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern hat Florian Scholz zum neuen Intendanten für das KTB gewählt. Der 49jährige Florian Scholz leitete die letzten sieben Jahre mit Erfolg das Stadttheater Klagenfurt in Österreich, welches wie das KTB als Mehrspartenhaus organisiert ist. Florian Scholz startet bereits in der nächsten Spielzeit als designierter Intendant und wird ab 2021.2022 die künstlerische Gesamtverantwortung am Konzert Theater Bern übernehmen. Ab dieser Spielzeit wird auch der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Theaterregisseur Roger Vontobel zum KTB stossen

Überzeugt hat Florian Scholz auf Grund seiner Verankerung sowohl im Musik- als auch im Sprechtheater, seinem künstlerischen Leistungsausweis sowie seiner starken Vernetzung in der Schweizer wie internationalen Kunst- und Kulturszene. Zentral für die Wahl war insbesondere sein erfolgreiches, aktuelles Schaffen an einem Mehrspartenhaus: Als Intendant des Theaters des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt bringt Florian Scholz seit sieben Jahren mit über 250 festangestellten Mitarbeitenden pro Saison circa 15 Neuproduktionen in den Sparten Oper und Musiktheater, Schauspiel, Tanz sowie im Kinder-und Jugendtheater in rund 200 Aufführungen auf die Bühne. Er zeichnet für alle Sparten verantwortlich und ist als Intendant des Kärntner Sinfonieorchesters ebenfalls für das Konzertwesen zuständig.
Vor diesem Hintergrund sagt Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin KTB: «Mit Florian Scholz übernimmt ein Intendant die Leitung des KTB, der nicht nur auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, sondern auf einen Erfahrungsschatz, der perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Florian Scholz bringt fachlich und persönlich die besten
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Voraussetzungen mit, um am grössten Vierspartenhaus der Schweiz zu wirken und dieses weiter voranzubringen». Florian Scholz wird als designierter Intendant bereits in der kommenden Spielzeit seine Arbeit am KTB aufnehmen und zwar in einer 50 Prozent-Anstellung. Ab der Spielzeit 2020.2021 wird er als Intendant vollamtlich in Bern tätig sein und mit dem bestehenden Leitungsteam die Geschicke des Hauses lenken. Die erste Spielzeit unter seiner Planung wird die Spielzeit 2021.2022 sein.
Vor seiner Intendanz am Stadttheater Klagenfurt arbeitete Florian Scholz, der an der Universität Zürich ein Aufbaustudium zum Theaterleiter absolviert hat, als Direktor für Internationale Beziehungen und Sonderprojekte an der Bayerischen Staatsoper bei Nikolaus Bachler in München (2006-2012). Dort war er unter anderem für die Kuratierung des Sonderprogramms der Münchner Opernfestspiele verantwortlich. Zuvor war er an der Opéra National de Paris als Assistent von Gerard Mortier und am Deutschen Nationaltheater Weimar als Spielstättenleiter tätig sowie an der Schaubühne Berlin bei Thomas Ostermeier als Regieassistent. Zwischen den Jahren 1995 und 2000, nach seinem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, arbeitete der gebürtige Heidelberger als Schauspieler an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen.

Berner Modell für Florian Scholz im Zentrum
Beworben hat sich Scholz ganz bewusst aufgrund des Berner Modells, das – wie er betont – im Zentrum seines Wirkens stehen wird: «Als Intendant will ich eine enge, wie vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Intendanz und Spartenleiterinnen und Spartenleitern aufbauen, welche ihre Bereiche eigenständig und unabhängig leiten werden. Wir wollen uns dabei als Team verstehen». Florian Scholz wird nicht selber inszenieren, sondern er wird sich bewusst auf die Gesamtstruktur konzentrieren. «Ein spezielles Augenmerk will ich dabei auch auf spartenübergreifende Arbeiten legen, denn es ist ein besonderes Privileg, unter einem Dach ein Orchester, eine Tanzcompagnie, einen Chor, ein Opern- und Schauspielensemble zu vereinen», so Scholz. Entsprechend einem zeitgemässen Kunstgeschehen müsse diese Ausgangslage für das gemeinsame Schaffen genutzt werden.

Lokal verankert und international unterwegs
Mit einem starken und festen Ensemble, das fallweise von externen Gästen unterstützt werden soll, plant Scholz «ein künstlerisch zeitgemässes, gesellschaftlich relevantes und sinnlich erfahrbares Programm, das sowohl in die Stadt und in den Kanton, als auch überregional und international ausstrahlt.» Das KTB könne und müsse für die Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, ist Scholz
überzeugt: «Es ist Aufgabe einer jeden Kunststätte, sich für Empathie, Toleranz und Gerechtigkeit einzusetzen und den Geist der Freiheit aufrechtzuerhalten. Dies in der Stadt Bern zu tun, einem Ort, in welchem direkte Demokratie gelebt wird, wird für mich eine Herausforderung und Kern meiner Arbeit werden. »

Einen Schwerpunkt will Scholz auf das Lokale und das unmittelbare Geschehen vor Ort legen. Für das Lokale stehen die Künstlerinnen und Künstler der Region, für das unmittelbare Geschehen vor Ort steht die Zusammenarbeit mit den Institutionen wie der HKB, der Universität oder dem Konservatorium, aber auch mit Initiativen und Vereinen. Gerade, weil im Kanton Bern Sprachbarrieren durchbrochen werden können, will Florian Scholz übergreifende Projekte fördern – etwa durch Koproduktionen mit Kulturinstitutionen in ganz Europa und auch interkontinental.

Roger Vontobel wird neuer Schauspieldirektor
Zum Team von Florian Scholz stösst ab der Spielzeit 2021.2022 der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Schauspieldirektor Roger Vontobel. 1977 in Zürich geboren, studierte Vontobel Schauspielregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er führte Regie unter anderem am Schauspiel Essen und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sowie an den Münchner Kammerspielen, dem Deutschen Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Schauspiel Köln, am Royal Danish Theatre in Kopenhagen und in Paris am Théâtre National de la Colline. Von 2011-2016 war Vontobel Hausregisseur am Schauspielhaus Bochum, seit 2016 ist er in gleicher Funktion am Schauspielhaus Düsseldorf tätig.
Roger Vontobel wurde 2006 von «Theater heute» zum «Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt». Im selben Jahr erhielt er den Kurt-Hübner-Förderpreis für junge Regisseure. Für seine Dresdner Inszenierung von Schillers «Don Carlos» gewann Vontobel 2010 den Faust-Theaterpreis in der Kategorie «Regie Schauspiel» und wurde damit zum Berliner Theatertreffen 2011 eingeladen. Sein Operndebüt gab er 2016 an der Staatsoper in Hamburg mit Rossinis «Guillaume Tell».
Vontobel hat klare Vorstellungen, wohin sich das Berner Schauspiel bewegen soll. Er will zugängliches Schauspiel fördern und einen Ort schaffen, wo eine «Gemeinschaft des Erlebens» entsteht. Mit seinem weitreichenden Netzwerk in der deutschsprachigen und europäischen Theaterlandschaft will er am KTB «ein herausragendes Team und Ensemble zusammenstellen, damit Bern berührendes und verführendes Schauspiel auf höchstem Niveau erhält». Bern, im Zentrum der Schweiz, ist für Vontobel eine Stadt, die zugleich offen und dezidiert eigen ist – hier kumulierten sich
Themen unserer Zeit wie Zugehörigkeit und Identität, Ängste und Sehnsüchte. Die Auseinandersetzung mit diesen zentralen Fragen, die einen ehrlichen Blick abverlangen, will Vontobel am KTB angehen: «Hierzu braucht es eine Heimat – und diese möchte ich in Bern finden und den Bernerinnen und Bernern in ihrem Theater anbieten».

Findungskommission und Verfahren
Die Intendanz wurde von der Findungskommission in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Nach der Stellenausschreibung, auf die sich mehrere Dutzend Personen gemeldet haben, wurde erst eine Longlist mit 16 qualifizierten Kandidaten erstellt und daraus eine Shortlist mit neun Persönlichkeiten herausgearbeitet. Nach diversen Gesprächen und Abklärungen hat die Findungskommission dem Stiftungsrat schliesslich Florian Scholz einstimmig zur Wahl vorgeschlagen. Diese erfolgte am 17. Juni 2019. Geleitet wurde die Findungskommission von Nadine Borter, der Stiftungsratspräsidentin von KTB. Weitere Mitglieder der Findungskommission waren Anna Badora, Georges Delnon, Marcel Brülhart, Markus Hongler, Ueli Studer, Hansueli Glarner und Giulia Meier.

Kontakt für weitere Fragen
Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin Konzert Theater Bern
+41 (0)79 455 07 69

Spielzeit 2021/22

Aus Konzert Theater Bern wird Bühnen Bern

 

Eine neue Ära steht vor der Tür: Aus Konzert Theater Bern wird ab der Spielzeit 2021/22 Bühnen Bern. Während zehn Jahren trugen wir den Namen Konzert Theater Bern. Nun wird aus den Begriffen Konzert und Theater nur noch ein Wort: Bühnen. Unter der neuen Dachmarke «Bühnen Bern» wollen wir uns allen Berner*innen öffnen und zugänglich sein – ja, ein Theater für alle werden. «Es ist uns wichtig, eine Dachmarke zu schaffen, die das Haus als Einheit darstellt, aber dennoch genug Freiraum für die individuellen, künstlerischen Anliegen der einzelnen Sparten lässt», sagt Intendant Florian Scholz.

Neu sind in der Saison 2021/22 auch unser Erscheinungsbild, unsere Website und unsere Spielzeitmagazine. Wir freuen uns, wenn Sie ausgiebig stöbern. Sie werden entdecken, dass wir mit acht Uraufführungen, zwei Schweizer Erstaufführungen, einer deutschsprachigen Erstaufführung und 22 Konzerten aufwarten. Welche Neuerungen wir in den einzelnen Sparten bereithalten, erfahren Sie im Folgenden.

Schauspiel Bern: Vom Unterwegssein und Ankommen
Im Schauspiel Bern – so heisst unsere Theatersparte nach der Namensänderung – stehen alle Zeichen auf Neuanfang. Das Publikum erwartet ein Ensemble mit elf neuen und drei in Bern bestens bekannten Schauspieler* innen sowie mit Schauspieldirektor Roger Vontobel und Chefdramaturgin Felicitas Zürcher ein komplett neues Leitungsteam. Hinzu kommen die beiden Dramaturg*innen Julia Fahle und Michael Isenberg.

Vontobel und Zürcher setzen in ihrem ersten Programm für Bern bewusst auf Vielfalt. Den Anfang macht Gerhard Hauptmanns Rose Bernd (09. September, Stadttheater) in der Regie von Vontobel, eine Übernahme vom Schauspiel Bochum, mit der sich der neue Schauspieldirektor den Berner*innen vorstellt. Mit Tuntschi. Eine Häutung (10. September, Vidmar 1), nehmen vier Shooting-Stars der österreichischen Literaturszene eine Auseinandersetzung mit der bekannten Sennentuntschi-Sage vor: Stefanie Sargnagel, Lydia Haider, Maria Muhar und Barbi Marković schreiben als Kollektiv «Wiener Grippe/KW77» eine feministische, böse und komische Version des Stoffes. Es inszeniert die in Zürich und Amsterdam ausgebildete österreichische Regisseurin Sara Ostertag. Eine weitere Uraufführung zeigen wir mit der Inszenierung von Tom Kummers Roman Von schlechten Eltern (06. November, Vidmar 1), einem abgründigen Roadtrip durch die Schweiz. Mit Maria Stuart (12. November, Stadttheater) wird Roger Vontobel seine erste Produktion für Bern präsentieren – für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet Olaf Altmann. Als Weihnachtsmärchen steht Erich Kästners Emil und die Detektive (24. November, Stadttheater) in der Regie von Hanna Müller auf dem Programm. Und erstmals zeigt das Schauspiel Bern ein Jugendstück: All das Schöne (23. Oktober, Vidmar 2), eine Ode an das Leben, ist eine besondere Einladung für junge Zuschauer*innen ab 13 Jahren.

Eine für ihre musikalischen Arbeiten gefeierte Jungregisseurin ist die Norwegerin Eline Arbo, die in Bern Shakespeares Sommernachtstraum (13. Januar 2022, Vidmar 1) inszenieren wird. Auch mit ihm setzen wir auf den Nachwuchs: Matthias Spaan, Träger des Nestroy-Nachwuchspreises 2020, wird sich längerfristig an unser Haus binden und sich in der kommenden Spielzeit in Bern mit Handkes Kaspar (25. September, Vidmar 1) vorstellen.

Auf eine Neuerung möchten wir Sie besonders aufmerksam machen: In Zukunft sollen regelmässig Inszenierungen zu Menschen kommen, die den Weg ins Theater (noch) nicht gefunden haben. Mit kleiner Besetzung und wenig Equipment wird das «Schauspiel mobil» unterwegs sein, in und um Bern, aber auch im gesamten Kanton. Jugendzentren, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Vereinslokale und Lagerhallen wollen wir zu Theatersälen machen, und Wiesen und Parks, Dorfplätze und Burghöfe zu unseren Bühnen – zwischen Langenthal und Gstaad, Meiringen und dem Jurasüdfuss. «Schauspiel mobil» steht symptomatisch für unsere Schauspielsparte, in der sich Unterwegssein und Ankommen wie ein roter Faden durch die Produktionen ziehen.

Oper Bern mit einer Doppel-Leitung
Auch die Oper Bern formiert sich neu. Sie steht ab der kommenden Saison unter einer Doppelleitung: Der gefragte junge australische Chefdirigent Nicholas Carter arbeitet Hand in Hand mit Rainer Karlitschek, der als erfahrener Dramaturg von der renommierten Bayerischen Staatsoper München nach Bern wechselt. Die beiden übernehmen Verantwortung als Co-Operndirektoren und teilen sich die musikalischen und künstlerisch- administrativen Aufgaben. Wir erhoffen uns dadurch eine produktive Dynamik. Unterstützt werden sie von der Schweizer Dramaturgin Rebekka Meyer, die vom Luzerner Theater zu uns zieht. Dazu kommen junge und erfahrene Sänger*innen, die aus der ganzen Welt ihren Weg nach Bern finden – aus Russland, Italien, Südafrika, Polen, Tonga, Brasilien, England und natürlich auch aus der Schweiz. Eines haben sie alle gemeinsam: herausragende Stimmen.

Grosse Kunst bietet Richard Wagners Ring-Tetralogie. Den Auftakt macht in der kommenden Saison Das Rheingold (12. Dezember, Stadttheater). In den folgenden Spielzeiten wird anschliessend Saison für Saison das ganze Werk mit seinen vier Teilen zur Aufführung gebracht. Wagners Opus magnum ist immer eine besondere Herausforderung für ein Theater, weil ein grosser Bogen gespannt wird, der viele Kräfte bündelt, aber auch besondere Energien freisetzt. Regie führt die junge polnische Regisseurin Ewelina Marciniak, die den renommierten FAUST-Preis gewonnen hat und in Bern erstmals eine Oper inszeniert.

Auch die Uraufführung Liebesgesang (07. Mai 2022, Stadttheater) von Komponist Georg Friedrich Haas und Librettist Händl Klaus, beide im Metier der Oper führend, verspricht zu einem Highlight zu werden. Zudem ist es gelungen, für diese Uraufführung den Regisseur Tobias Kratzer zu engagieren. Sein Bayreuther Tannhäuser war die Aufführung des Jahres 2019/20, und man darf gespannt sein, was er und sein Bühnenbildner Rainer Sellmayer für Bern kreieren.

Das Motto von Oper Bern für kommende Saison ist Wagners Rheingold entlehnt, in welchem der Zwerg Alberich dem Gott Wotan entgegenhält: «Bin ich nun frei? Wirklich frei?» Die Frage nach der Freiheit des Menschen ist eine der grundlegenden Fragen der Oper. In allen Produktionen der kommenden Saison sind die Protagonist*innen eingeengt in Zwänge, sei es wegen Familienkonstellationen, wegen der Religion oder der Politik. Die Werke unter diesen Aspekten auf ihre Aktualität zu überprüfen, soll im Zentrum unseres Schaffens stehen.

Neu wieder Bern Ballett
Mit der Veränderung des Namens Konzert Theater Bern wurde auch eine Umbenennung der Tanzsparte notwendig. Wir kehren wieder zu Bern Ballett zurück, wobei sich an der künstlerischen Ausrichtung der Sparte nichts ändern wird. «Der Begriff Ballett steht hier für ein institutionelles Ensemble und ist international verständlicher und einprägsamer als Tanzcompagnie », sagt Tanzdirektorin Estefania Miranda, die in Bern seit der Spielzeit 2013/14 für Kontinuität auf hohem Niveau sorgt.

Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die neue Spielzeit von Bern Ballett zieht, ist die Intimität. «Körperkontakt, Nähe, Vertrautheit sind Dinge, die uns während der Pandemie sehr gefehlt haben, und Tanz ist eine Kunstform, die genau dies bedingt, um ihren ganzen Facettenreichtum entfalten zu können.» Eine besondere Form der Intimität zeigt die Produktion La Divina Comedia. Indem neben der Bühne verschiedene Räume des Stadttheaters betanzt werden, entsteht eine grössere Nähe zwischen Publikum und Tänzer*innen. Basierend auf Dante Alighieris gleichnamigem Versepos unternimmt der Hauptdarsteller eine introspektive Reise, an deren Ende er sich selbst erkennt. Begleitet vom Berner Symphonieorchester feiert Mirandas Tanzabend am 30. Oktober 2021 mit einem Jahr Verspätung die lang ersehnte Premiere. Die beiden mehrteiligen Tanzabende Iconic (05. Februar 2022, Vidmar 1) und Le Troisième Sexe (29. April 2022, Vidmar 1) beleuchten verschiedene Facetten von Intimität in Beziehungen. Nach zweijähriger, Pandemie-bedingter Pause darf sich das Publikum zum Ende der Spielzeit auf eine neue Ausgabe der Tanzplattform Bern freuen. Festhalten wollen wir auch an unserer beliebten Experimentierreihe Laboratoire Suisse de la Danse, kurz LSD.

Die Ballett-Sparte feiert zudem in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Bereits seit fünf Jahren existiert der Fonds Umschulung Tanz, der jedes Jahr mit 40‘000 Franken aufgestockt wird. Ensemblemitglieder werden mithilfe des Fonds unterstützt, wenn sie nach ihrer aktiven Tanzkarriere eine Zweitausbildung beginnen möchten. Mit der Gründung des Fonds im Jahr 2017 leistete Konzert Theater Bern Pionierarbeit.

Ein neues aufregendes Kapitel für das BSO
Für das Berner Symphonieorchester (BSO) steht die nächste Saison für einen Aufbruch in neue und vielfältige Gefilde. Nach elf erfüllenden Jahren unter dem Chefdirigenten Mario Venzago zieht das BSO nun für eine Weile in die Ungebundenheit und geht neue Wege.

Zahlreiche aufsehenerregende internationale Dirigent*innen kommen nach Bern. So etwa die junge und hochbegabte Dirigentin Elim Chan, die gemeinsam mit dem Perkussionisten und Komponisten Dominique Vleeshouwers ein sehr eigenwilliges und spezielles Neujahrskonzert bieten wird (01. und 02. Januar 2022). Speziell zu erwähnen sind zudem zwei Lehrer-Schüler-Gespanne: Zum einen der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, einer der berühmtesten Musiker unserer Zeit, der gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler Thomas Guggeis nach Bern reist. Dabei sitzt Barenboim am Piano und spielt Brahms B-Dur-Klavierkonzert und der ungleich jüngere Guggeis dirigiert (30. Juni, 1. Juli 2022). Ebenso Pianist Pierre-Laurent Aimard, der mit seinem einstigen Schüler Stephan Zilias am Dirigierstab ins Casino Bern kommt und Béla Bartóks Klavierkonzert Nr. 3 spielt (23. und 24. September). Nicht zu vergessen ist auch die zweite Ausgabe unseres beliebten Formats Über ds Chrüz. Nach Lo & Leduc lässt sich das BSO diesmal auf den Berner Bluesmusiker Philipp Fankhauser ein und lädt zu einem stil- und genreübergreifenden Abend (05. und 06. Mai 2022).

In unseren beiden Spielzeitmagazinen finden Sie Informationen zu weiteren geplanten Produktionen, unseren Extras und unseren Vermittlungsprogrammen. Der Startschuss in die neue Saison fällt am 28. August mit dem traditionellen Theaterfest und dem Openair-Konzert des BSO auf dem Bundesplatz. Wir sind zuversichtlich, beide Anlässe durchführen zu können.

Spielzeit 2020.2021

«Die verkaufte Braut» statt «Der Freischütz»

 

Zum Saisonauftakt: Die verkaufte Braut statt Der Freischütz

Am 04. September hätte die Oper Der Freischütz im Stadttheater Bern den Bühnenauftakt in die neue Spielzeit gemacht. Doch aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Theater Freiburg, unser Kooperationspartner, die Produktion nicht wie geplant proben und aufführen. Die Berner Premiere von Der Freischütz muss deshalb auf einen späteren Zeitpunkt in der Spielzeit 2020.21 verschoben werden. Noch steht das neue Premierendatum nicht fest.

Anstelle der Kooperation nimmt Konzert Theater Bern nun am 04., 06., 11. und 13. September 2020 die rasante Oper Die verkaufte Braut in das Programm auf. Das Werk von Bedřich Smetana, inszeniert von Adriana Altaras, konnte kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie nur zweimal gespielt werden – dabei versprach «Der Bund» in seiner Kritik, die Produktion habe «das Zeug zum Publikumshit».

Wir freuen uns deshalb ausserordentlich, dass wir die Oper rund um die Verwirrungen zwischen dem Liebespaar Hans und Marie nochmals zeigen können.

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Saisonvorschau 2020.2021

 

Erste Einblicke in eine ungewöhnliche Spielzeit

Saisonvorschau: 22. August 2020 | 12:00, 14:00, 16:00 | Stadttheater
Junges KTB: 13:15 und 15:15 | Vierte Wand, Terrasse

Wir freuen uns, den Theatervorhang für eine neue, ungewöhnliche Saison zu
öffnen. Auch wenn die Welt weiterhin aus den Fugen ist, lassen wir es uns
nicht nehmen, unserem Publikum einen ersten Einblick in die
künstlerischen Höhepunkte der neuen Spielzeit zu gewähren. Weil weder
Openair-Konzert noch Theaterfest in gewohnter Weise stattfinden können,
präsentieren wir am 22. August im Stadttheater unsere Saisonvorschau.

Im Sinne eines «Theaterfestes light» zeigen alle vier Sparten Auszüge aus
ihren neuen Produktionen und Konzerten: Freuen Sie sich auf Höhepunkte
aus Musiktheater, Konzert, Schauspiel und Tanz. Die Durchläufe starten
jeweils um 12, 14 und 16 Uhr, die Billetts sind kostenlos und können ab dem
17. August an der Kasse und über den Webshop bezogen werden. Bitte
beachten Sie, dass im gesamten Stadttheater Maskenpflicht gilt.

«Glustig» machen wollen wir auch unsere jungen Besucher*innen: Unter
dem Vordach der Theaterbeiz «Vierte Wand» zeigen wir um 13:15 und 15:15
den Kindern und ihren Eltern Auszüge aus dem Programm des Jungen KTB.
Die jüngsten Theaterfans lauschen den Klängen der Fiedelgrille oder den
Geschichten der Märchenerzählerin und bestaunen ein Miniatur-
Stadttheater.

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Wir stellen Ihnen unsere Spielzeit 2020.2021 vor!

 

Noch wartet Konzert Theater Bern auf die Wiedereröffnung: Der Vorhang ist geschlossen, die Proben ruhen. Gerade deshalb freuen wir uns umso mehr, Ihnen das Programm der Spielzeit 2020.2021 vorzustellen.

Cihan Inan, Estefania Miranda, Mario Venzago und Xavier Zuber haben mit viel Leidenschaft über 30 Produktionen geplant. Dazu zählen neun Uraufführungen, vier Schweizer Erstaufführungen und zwölf Symphoniekonzerte. Auch die überaus erfolgreiche Kooperation zwischen dem Berner Symphonieorchester und dem Casino Bern, Über ds Chrüz, setzen wir fort.

Die offizielle Eröffnung der neuen Spielzeit erfolgt traditionsgemäss mit dem Theaterfest am 22. August 2020 – natürlich unter dem Vorbehalt, dass es die Lage erlauben wird. Danach starten wir mit einem vielfältigen Programm auf den Bühnen von Konzert Theater Bern in die neue Saison.

Alle Premieren sowie eine Zusammenstellung der Höhepunkte aller Sparten entnehmen Sie bitte dem Mediendossier.

Wir freuen uns, wenn die Bretter, die uns die Welt bedeuten, wiederbelebt sind. Auf eine wunderbare Spielzeit 2020.2021!

Spielzeitheft 2020.2021

 

Vorverkauf

Der reguläre Vorverkauf beginnt am 17. Juni 2020!

Berner Symphonieorchester

Nachklang. Yoon | Venzago

 

Mario Venzagos Abschied aus Bern

12. Symphoniekonzert | Dirigent: Mario Venzago | Violine: Soyoung Yoon
24. und 25. Juni | 19.30 Uhr | Grosser Saal, Casino

Etwa 250 Konzerte werden es gewesen sein – und dieses soll das letzte sein. Nach elf Jahren mit dem Berner Symphonieorchester nimmt Mario Venzago mit diesem Konzert den Hut – respektive sein rotes Halstuch – als Chefdirigent. Und weil es viele Menschen in Bern gibt, die von unserem geschätzten Maestro Abschied nehmen wollen, führen wir die beiden Konzerte am 24. und 25. Juni mit einer Sonderbewilligung des Kantons Bern durch. Wir können jeden zweiten Sitz im Grossen Saal des Casinos besetzen, womit über 550 Leute pro Konzert zugelassen sind. Das zweite Konzert wird zudem zusätzlich live gestreamt und ist im Nachhinein 48 Stunden auf unserer Website zum Nachschauen und -hören aufgeschaltet.

Selbstverständlich gilt bei den Konzerten ein strenges, von den kantonalen Behörden abgesegnetes Schutzkonzept. So werden nur geimpfte, genesene und getestete Besucher*innen eingelassen. Es gilt eine allgemeine Maskenpflicht. Einlass wird ab 17.30 Uhr gewährt, da die Kontrolle etwas länger dauern wird. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden vor den Konzerten die Möglichkeit haben, im Casino ein Abendessen oder einen Snack zu konsumieren.

Das letzte Konzert der Saison wird zu einem Gesamtkunstwerk: Auf Arthur Honeggers «Symphonie liturgique» – für Venzago ein Schlüsselwerk des 20. Jahrhunderts – folgt Bachs protestantischer Choral in der imposanten Stokowski-Bearbeitung. Und dann geht es zu Künstlern, deren Geschichten eng mit Bern verwoben sind. Fritz Brun und Paul Klecki stehen genauso wie Venzago als Dirigenten und Komponisten für historische Stationen in der Geschichte des BSO. Gut drei Jahrzehnte, von 1909 bis 1941 wirkte Brun als Dirigent der Symphoniekonzerte der Bernischen Musikgesellschaft. Klecki fand nach dramatischer Flucht vor Faschismus und Krieg an der Aare seine Wirkungsstätte.

Diese klingende Orchestergeschichte krönt Mario Venzago gemeinsam mit der koreanischen Violinistin Soyoung Yoon mit einer eigenen Komposition – der Uraufführung eines Violinkonzerts, das im Zeitraum von 40 Jahren entstand und Stationen im Leben des Dirigenten beschreibt, und dessen fünfter Satz Bern gewidmet ist. Es ist Mario Venzagos Abschiedsgeschenk an die Stadt. Und wie klingt Bern? «Tänzerisch, wild, mit Anklängen an Altes und Bewährtes», sagt der Maestro.

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Maiklänge

 

Maiklänge mit dem Berner Symphonieorchester

Konzertreihe mit dem Berner Symphonieorchester
04. – 16. Mai 2021 | Stadttheater

Mit dem Berner Symphonieorchester in den Mai starten: Unter dem Titel Maiklänge präsentieren BSO-Musiker*innen in Kammermusikformationen eine neue Konzertreihe. Den Auftakt machen am 04. Mai Nils Kohler, Bernhard Röthlisberger und Gabor Horvath mit ihrem Konzertabend Musik für drei Bassetthörner von Mozart. Bereits zwei Tage später spielen Stefan Meier, Julia Malkova und Eva Lüthi Beethovens Streichtrio c-Moll op.9/3. Beide Konzerte finden im Foyer des Stadttheaters
statt.

Die Konzertreihe dauert bis am 16. Mai. Die Details sowie die Programme zu allen sieben Konzerten finden Sie ab Freitag, 30. April, auf unserer Website unter www.konzerttheaterbern.ch/programm/

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Symphonic Pictures. Müller-Schott | Marshall

 

Das BSO spielt – Radiokonzert mit Solist Daniel Müller-Schott

Symphonic Pictures. Müller-Schott | Marshall
7. Symphoniekonzert
Dirigent: Wayne Marshall
Violoncello: Daniel Müller-Schott
Radio-Premiere: 04. März 2021 | 20:00 | Radio SRF 2 Kultur

Was für eine Freude! Das BSO spielt wieder einmal in Vollbesetzung. Doch weil die Umstände immer noch speziell sind, wird das Publikum den Klängen nicht im Grossen Saal des Casinos lauschen, sondern gemütlich zuhause im Sessel vor dem Radio. Die Schweizer Erstaufführung wurde von Radio SRF 2 Kultur im Casino aufgezeichnet.

Solist Daniel Müller-Schott spielt Sir André Previns Cellokonzert gemeinsam mit dem Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Wayne Marshall. Das Cellokonzert ist Daniel Müller-Schott gewidmet und wurde von ihm 2011 uraufgeführt, unter der Leitung von Sir André Previn mit dem Gewandhausorchester in Leipzig.

Daniel Müller-Schott sagt über Previns Cellokonzert: «Andrés Cellokonzert ist für mich ein echtes Juwel: eine Synthese aus Romantik, Jazz und Moderne. Ich empfinde es als grosse Ehre der Widmungsträger dieses Konzerts zu sein.» Auch der Rest des Abends wird US-Komponisten gewidmet sein – gleich viermal geht es in die neue Welt, mit Bernstein, Gershwin, Slatkin und Previn. Welcome to America!

Dvořáks Achte. Bryan | Storgårds

 

Eine musikalische Reise in unterschiedliche Welten

2. Symphoniekonzert | Dirigent: John Storgårds| Flöte: Katherine Bryan
Konzerte: 22. und 23. Oktober 2020 | 19:30 | Casino Bern
Konzerteinführung: Eine Woche vor dem Konzert als Podcast auf unserer Website verfügbar

CARL NIELSEN «En Fanatsierejse til Færøerne» (Eine Fantasiereise zu den Färöer-Inseln) (1927) (11’)
ERIK BERGMAN «Birds in the morning» op. 89 für Flöte und Orchester (1979) (21’) Schweizer Erstaufführung
RALPH VAUGHAN WILLIAMS «The Lark ascending» für Flöte und Orchester (arr. Katherine Bryan) (1914) (15’)
ANTONÍN DVOŘÁK Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1889) (40’)

Wirbelnde Lerchen, lachende Seemöwen und Vogelstimmen am Morgen – mit programmatischem Charme entführt dieses Konzert in ganz unterschiedliche Welten: Unter sowohl expressionistischen als auch spätromantischen Vorzeichen steht Carl Nielsens mächtiges Tableau der Färöer und ihrer nordischen Schönheit. Virtuose Solopassagen und opulente Orchesterkultur prägen Ralph Vaughan Williams’ Charakterstück «The Lark ascending» – hier in einem Arrangement der jungen britischen Querflötistin, Solistin und Bern-Debütantin Katherine Bryan. Zwischen diesen Polen finden sich die Experimentalklänge des finnischen Avantgarde-Komponisten Erik Bergman. Zum Abschluss dirigiert John Storgårds – auch er erstmals zu Gast beim BSO – die Achte von Antonín Dvořák, jene lichte, folkloristisch und landschaftlich inspirierte Symphonie, die bis heute durch ihre individuelle Formgebung und ihren melodischen Reichtum begeistert.

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Tschaikowsky@Bern

 

Ein kleines Festival für den grossen Meister

Symphonie – Violinkonzert – Klavierkonzert – Kammermusik
Dirigent Stanislav Kochanovsky
Violine Kristóf Baráti | Klavier Alexei Volodin
Die Konzerte finden vom 15. bis 17. Oktober jeweils um 19.30 statt

Musik sei keine Illusion, sie sei Offenbarung. Das schreibt Peter Tschaikowsky 1877, im Entstehungsjahr seiner vierten Symphonie. Mit seinem Tschaikowsky-Festival liefert das Berner Symphonieorchester unter Leitung des charismatischen, jungen russischen Dirigenten Stanislav Kochanovsky gleich mehrfach den Beweis dafür, dass die Musik des russischen Romantikers bis heute eine Offenbarung in ihrer schönsten und überzeugendsten Form ist. Die Vierte, die eindrucksvolle symphonische Ballade Voedova, ein begleitender Kammermusikabend und die berühmten Solokonzerte sind Teil einer umfassenden Tschaikowsky-Hommage, die sich über drei Abende erstreckt.

Mit Leidenschaft widmet sich Alexei Volodin dem Klavierrepertoire seiner russischen Heimat; er ist damit die Top-Besetzung für den Solopart des berühmten b-Moll-Konzerts.

Gleiches gilt für Kristóf Baráti: Dem ungarischen Violinvirtuosen bescheinigt die internationale Kritik wunderbare Leichtigkeit, Brillanz, teuflisches Temperament; vor allem aber ausdrucksstarke Gesanglichkeit in der Melodieführung – genau das braucht es für Tschaikowskys Violinkonzert.
Wir freuen uns, Sie zu diesen aussergewöhnlichen Abenden einzuladen. Melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interviewwünsche haben oder sich akkreditieren möchten.

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Bruckners «Romantische». Vonsattel | Venzago

 

Berner Symphonieorchester eröffnet mit Bruckner seine Saison

1. Symphoniekonzert | Dirigent: Mario Venzago | Klavier: Gilles Vonsattel
Konzerte: 17. und 18. September 2020 | 19:30 | Casino Bern
Konzerteinführung: Als Podcast auf unserer Website verfügbar (ab Konzerttag)

RICHARD STRAUSS Panathenäenzug op. 74. Symphonische Etüden in Form einer Passacaglia für Klavier (linke Hand) und Orchester (1927) (28’)
ANTON BRUCKNER Symphonie Nr. 4 Es-Dur «Romantische»
(1874, 1878 – 80, rev. 1881, 1886) (66’)

Zehn Jahre sind es her, seit Mario Venzago erstmals als Chef des Berner Symphonieorchesters (BSO) eine Bruckner-Symphonie dirigierte. Damals war es die Sechste. Seitdem ist viel Wasser die Aare hinabgeflossen. Eine Gesamteinspielung (mit BSO-Beteiligung), die längst als moderne Referenz gilt, und viele unvergessliche Bruckner-Abende zählen zu den Meilensteinen einer Erfolgsgeschichte, auf die Orchester und Dirigent heute zurückblicken können. Venzagos Bruckner ist der Inbegriff des Besonderen und Synonym für eine kritische und klanglich reflektierte Auseinandersetzung mit dem Schaffen des Linzer Meisters. Wenn jetzt mit der Vierten, der «Romantischen», die sicher bekannteste und beliebteste Symphonie Bruckners auf dem Programm steht, verspricht das einen Abend der Superlative.

«Venzagotypisch» ist aber auch der Blick für das Aussergewöhnliche: Strauss’ Panathenäenzug ist ein Klavierkonzert für die linke Hand – ein Genre, das auf den kriegsversehrten Pianisten Paul Wittgenstein zurückgeht und das auch heute noch berührt und begeistert. Erste Besetzung für dieses herausragende Konzert ist der Pianist Gilles Vonsattel. Der gebürtige Schweizer lebt in New York und ist zum ersten Mal zu Gast beim BSO.

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Musiktheater

Jenůfa

 

Antike Masken im mährischen Dorf

Oper in drei Akten von Leoš Janáček │Reduzierte Orchesterfassung von Matthew Toogood│Regie: Eva-Maria Höckmayr
Premiere: 4. Juni 2021 | 19:30 | Stadttheater

Eine verheimlichte Schwangerschaft, Eifersucht und eine Kindstötung: Es sind dramatische Szenen, die sich in Leoš Janáčeks psychologischem Meisterwerk Jenůfa zutragen. Vorlage für die Oper ist das tschechische Schauspiel Ihre Ziehtochter, die das eng verwobene Schicksal zweier Frauen in einem mährischen Dorf um 1900 thematisiert. Die ältere ist die Küsterin, eine stolze Frau, der die Liebe zu einem unzuverlässigen Mann den sozialen Abstieg gebracht hat, die sich aber durch moralische Integrität Respekt erkämpfen konnte. Die jüngere ist Jenůfa, die Ziehtochter der Küsterin. Sie soll vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt werden. Doch auch Jenůfa verliebt sich in einen attraktiven Nichtsnutz und wird schwanger vom Kindsvater verlassen.

Regisseurin Eva-Maria Höckmayr inszeniert dieses psychologische Kammerspiel mit der Wucht einer antiken Tragödie und zeigt, wie die Handlungen der Küsterin unerbittlich befördern, was sie doch eigentlich verhindern will, bis Jenůfa diesen ewigen Kreislauf durchbricht.

Dabei werden Maskenpflicht und Abstandsregeln zu einer ästhetischen Form, indem die Sängerinnen und Sänger antike Masken tragen. In jenen Momenten, in denen sie sich entscheiden, sie auszuziehen, brechen sie aus der Kollektivierung aus und werden gleichzeitig verletzlich und individuell.

Ensemble-Mitglied Claude Eichenberger läuft dabei als Küsterin zu Hochform auf. Und das ist keine leichte Aufgabe, verkörpert sie doch die Rolle einer Kindsmörderin, die es dennoch schafft, das Publikum zu rühren. Es ist ein Rollendebüt für sie, doch man kann sich gut vorstellen, dass Claude Eichenberger diese Rolle in den nächsten 30 Jahren noch oft singen wird.

Wie schon bei den Vorstellungen von Die Fledermaus wird auch Jenůfa in einer reduzierten Orchesterfassung mit 17 Musiker*innen gespielt.

Die Fledermaus

 

So viel Spielfreude, so viel Schwung!

Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn) │ Berner Fassung in einer reduzierten Version, Regie: Alexander Kreuselberg
Premiere: 2. Mai 2021 | 18:00 | Stadttheater

Fidel geht es zu, wenn sich Gabriel von Eisenstein – statt ins Gefängnis – zu einer feuchtfröhlichen Soirée ins Haus des Prinzen Orlofsky begibt. Überraschenderweise findet sich dort auch Eisensteins Stubenmädchen Adele ein. Adele will just an diesem Abend den Grundstein zu ihrer Bühnenkarriere legen. Und zu allem Überfluss klaut ihm auch noch eine geheimnisvolle Gräfin seine Taschenuhr. Als sich am nächsten Morgen das ganze Schlamassel aufklärt, muss Eisenstein feststellen, dass er ein Opfer der ‹Rache der Fledermaus› wurde.

Als unbestrittene Königin der Operette treibt Die Fledermaus ihr Unwesen nun wieder auf der Bühne von Konzert Theater Bern. Dabei kommt eine ganz spezielle Version zur Aufführung: Aufgrund der aktuellen Pandemiebestimmungen tritt ein reduziertes Orchester mit 16 Musiker*innen auf. Auch der Chor singt nicht wie gewohnt, stattdessen haben die Chormitglieder einen Auftritt als Statist*innen. Die Berner Version ist ein Arrangement von Roger Niese und Enrico Delamboye, der gleichzeitig auch die musikalische Leitung innehat. Das Arrangement zeichnet sich dadurch aus, dass es trotz der reduzierten Anzahl von Musiker*innen den Orchesterklang sehr gut wiedergibt.


Und so kann sich das Publikum von Witz, Charme, Maskeraden und Champagner mitreissen lassen und dabei den wohl schönsten Melodien des grossen Johann Strauss (1825–1899) lauschen. Alexander Kreuselberg, der zuletzt in Bern Menottis The Medium inszenierte, verlegt die Handlung an den Beginn des 20. Jahrhunderts, als die dekadente Hautevolee im Angesicht der bevorstehenden Katastrophe feiert, als gäbe es kein Morgen mehr.

Otello

 

Ein erschütternder Klassiker – erzählt aus weiblicher Perspektive

Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi | Regie Anja Nicklich
Premiere: 10. Oktober 2020 | 19:30 | Stadttheater

Der siegreich aus der Schlacht zurückkehrende Feldherr Otello wird nicht von allen als Held gefeiert: Sein Fähnrich Jago neidet ihm den militärischen Erfolg, die gesellschaftliche Stellung und das private Glück. Um seinen Kommandanten zu Fall zu bringen, spinnt er eine Intrige, durch die es Otello scheinen muss, als unterhalte seine Gattin Desdemona ein Verhältnis mit dem jungen Hauptmann Cassio. Von Eifersucht verzehrt und in seinem Vertrauen erschüttert, wird der Feldherr ein Opfer Jagos, als er aus Verzweiflung eine folgenschwere Tat begeht.

Otello läutete die Spätphase in Giuseppe Verdis (1813–1901) Schaffen ein. Die moderne und erschütternde Oper verschaffte dem Komponisten einen seiner nachhaltigsten Erfolge. Das Werk befasst sich mit den Tiefen der menschlichen Seele, verhandelt Eifersucht, Missgunst und Geltungsdrang und bleibt damit so aktuell wie am Tag seiner Uraufführung.

Das komplett weibliche Team um Regisseurin Anja Nicklich, die sich durch ihre Inszenierungen von Falstaff, Il trovatore und Nabucco als versierte Verdi-Regisseurin einen Namen gemacht hat, konzentriert sich auf eine wenig beachtete und doch besonders interessante Frauenfigur: Jagos Ehefrau Emilia. Sie wird mit einbezogen in das Geflecht unwidersprochener Machtverhältnisse und kann am Schluss die schrecklichen Konsequenzen der Taten ihres Mannes nicht verhindern.

Die verkaufte Braut

 

Die verkaufte Braut

Eine Oper von Bedřich Smetana | Regie Adriana Altaras
Wiederaufnahme: 4. September 2020 | 19:30 | Stadttheater
Weitere Vorstellungen: 6., 11., 13. September 2020

„Die Produktion hat das Zeug zum Publikumshit“, schrieb Der Bund nach der Premiere von Die verkaufte Braut letzte Saison. Leider kam Corona dazwischen und die Erfolgsgeschichte wurde unterbrochen. Umso mehr freuen wir uns, das Stück diese Saison wiederaufzunehmen und unseren Zuschauer*innen die fulminante Oper zu präsentieren.
Obwohl Marie eigentlich Hans liebt, haben sie ihre Eltern – getrieben vom zwielichtigen Heiratsvermittler Kecal – Michas Sohn Wenzel versprochen. In einer einzigen, durchzechten Nacht wird Hans seine Geliebte bereitwillig verkaufen, Wenzel auf der Suche nach seinem Glück neue Wege beschreiten und Marie in ihrer Not schier verzweifeln. Wird sie sich ihrem Los beugen? Oder werden die Liebenden am Ende doch noch zusammenfinden?
Regisseurin, Autorin und Schauspielerin Adriana Altaras bewies mit ihrem Team dem Berner Publikum bereits mit Verdis Un ballo in maschera sowie Hubays Anna Karenina, dass sie ein Händchen dafür besitzt, feiernde Gesellschaften lustvoll und mitreissend auf die Bühne zu bringen, ohne dabei die Geschichten der einzelnen Figuren aus den Augen zu verlieren. Im Fall von Die verkaufte Braut von Bedřich Smetana verortet Adriana Altaras die Dorfgemeinschaft im Alpenraum. Die räumliche Enge der Gemeinschaft ist Fluch und Segen zugleich: Im gleichen Masse wie die Dorfbewohner füreinander sorgen, manipuliert jeder jeden.

Schauspiel

Schauspielwoche

 

Eine Woche im Zeichen des Schauspiels

Sie werden es schon gelesen haben: Wir dürfen wieder spielen! Unsere Wiederaufnahme steht ganz im Zeichen des Schauspiels. Gleich vier Stücke feiern in den Vidmarhallen innerhalb von sieben Tagen Premiere.

Den Auftakt macht Fräulein Julie morgen Dienstag, 20. April. Regisseurin Alexandra Wilke, die sich erstmals dem Berner Publikum vorstellt, befragt den modernen Klassiker von August Strindberg nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung rund um die adelige Julie und den Diener Jean kurzerhand in ein Theater.

Mit Network zeigen wir am Mittwoch, 21. April, eine Schweizer Erstaufführung. Die Produktion in der Regie von Johannes Lepper basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-prämierten Film aus dem Jahr 1976 und zeigt eine dystopische Medienlandschaft, in der Meinungen dominieren und Fakten auf der Strecke bleiben. Das Erfolgsstück ist im Zeitalter einer weltweiten Pandemie aktueller denn je.

Eine zeitlose Gesellschaftsstudie bringt Regisseur Kieran Joel, dem Berner Publikum bestens bekannt von Kinder der Sonne, auf die Bühne: Onkel Wanja von Anton Tschechow feiert am Sonntag, 25. April, Premiere. Genau wie Fräulein Julie, hätte auch Onkel Wanja bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere gehabt.

Den vorläufigen Abschluss des Premierenreigens bildet am Montag, 26. April, Jean-Paul Sartres Schauspiel Die schmutzigen Hände in der Regie von Sophia Aurich. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns? Dies sind nur drei von vielen Fragen, die die junge Regisseurin an den Klassiker hat.

Für unsere jungen Zuschauer*innen (ab 4 Jahren) steht ab dem 29. April das Märchen Rapunzel unseres Jugendclubs auf dem Programm. Im Mai geht es im Schauspiel schliesslich weiter mit der Wiederaufnahme von Der grosse Diktator im Stadttheater (01. Mai) sowie mit den Premieren von Girls & Boys (04. Mai) und DA DA DA (06. Mai).

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«DA DA DA …»

 

Eine Woche im Zeichen des Schauspiels

Sie werden es schon gelesen haben: Wir dürfen wieder spielen! Unsere Wiederaufnahme steht ganz im Zeichen des Schauspiels. Gleich vier Stücke feiern in den Vidmarhallen innerhalb von sieben Tagen Premiere.

Den Auftakt macht Fräulein Julie morgen Dienstag, 20. April. Regisseurin Alexandra Wilke, die sich erstmals dem Berner Publikum vorstellt, befragt den modernen Klassiker von August Strindberg nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung rund um die adelige Julie und den Diener Jean kurzerhand in ein Theater.

Mit Network zeigen wir am Mittwoch, 21. April, eine Schweizer Erstaufführung. Die Produktion in der Regie von Johannes Lepper basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-prämierten Film aus dem Jahr 1976 und zeigt eine dystopische Medienlandschaft, in der Meinungen dominieren und Fakten auf der Strecke bleiben. Das Erfolgsstück ist im Zeitalter einer weltweiten Pandemie aktueller denn je.

Eine zeitlose Gesellschaftsstudie bringt Regisseur Kieran Joel, dem Berner Publikum bestens bekannt von Kinder der Sonne, auf die Bühne: Onkel Wanja von Anton Tschechow feiert am Sonntag, 25. April, Premiere. Genau wie Fräulein Julie, hätte auch Onkel Wanja bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere gehabt.

Den vorläufigen Abschluss des Premierenreigens bildet am Montag, 26. April, Jean-Paul Sartres Schauspiel Die schmutzigen Hände in der Regie von Sophia Aurich. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns? Dies sind nur drei von vielen Fragen, die die junge Regisseurin an den Klassiker hat.

Für unsere jungen Zuschauer*innen (ab 4 Jahren) steht ab dem 29. April das Märchen Rapunzel unseres Jugendclubs auf dem Programm. Im Mai geht es im Schauspiel schliesslich weiter mit der Wiederaufnahme von Der grosse Diktator im Stadttheater (01. Mai) sowie mit den Premieren von Girls & Boys (04. Mai) und DA DA DA (06. Mai).

Die schmutzigen Hände

 

Eine Woche im Zeichen des Schauspiels

Sie werden es schon gelesen haben: Wir dürfen wieder spielen! Unsere Wiederaufnahme steht ganz im Zeichen des Schauspiels. Gleich vier Stücke feiern in den Vidmarhallen innerhalb von sieben Tagen Premiere.

Den Auftakt macht Fräulein Julie morgen Dienstag, 20. April. Regisseurin Alexandra Wilke, die sich erstmals dem Berner Publikum vorstellt, befragt den modernen Klassiker von August Strindberg nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung rund um die adelige Julie und den Diener Jean kurzerhand in ein Theater.

Mit Network zeigen wir am Mittwoch, 21. April, eine Schweizer Erstaufführung. Die Produktion in der Regie von Johannes Lepper basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-prämierten Film aus dem Jahr 1976 und zeigt eine dystopische Medienlandschaft, in der Meinungen dominieren und Fakten auf der Strecke bleiben. Das Erfolgsstück ist im Zeitalter einer weltweiten Pandemie aktueller denn je.

Eine zeitlose Gesellschaftsstudie bringt Regisseur Kieran Joel, dem Berner Publikum bestens bekannt von Kinder der Sonne, auf die Bühne: Onkel Wanja von Anton Tschechow feiert am Sonntag, 25. April, Premiere. Genau wie Fräulein Julie, hätte auch Onkel Wanja bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere gehabt.

Den vorläufigen Abschluss des Premierenreigens bildet am Montag, 26. April, Jean-Paul Sartres Schauspiel Die schmutzigen Hände in der Regie von Sophia Aurich. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns? Dies sind nur drei von vielen Fragen, die die junge Regisseurin an den Klassiker hat.

Für unsere jungen Zuschauer*innen (ab 4 Jahren) steht ab dem 29. April das Märchen Rapunzel unseres Jugendclubs auf dem Programm. Im Mai geht es im Schauspiel schliesslich weiter mit der Wiederaufnahme von Der grosse Diktator im Stadttheater (01. Mai) sowie mit den Premieren von Girls & Boys (04. Mai) und DA DA DA (06. Mai).

Onkel Wanja

 

Eine Woche im Zeichen des Schauspiels

Sie werden es schon gelesen haben: Wir dürfen wieder spielen! Unsere Wiederaufnahme steht ganz im Zeichen des Schauspiels. Gleich vier Stücke feiern in den Vidmarhallen innerhalb von sieben Tagen Premiere.

Den Auftakt macht Fräulein Julie morgen Dienstag, 20. April. Regisseurin Alexandra Wilke, die sich erstmals dem Berner Publikum vorstellt, befragt den modernen Klassiker von August Strindberg nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung rund um die adelige Julie und den Diener Jean kurzerhand in ein Theater.

Mit Network zeigen wir am Mittwoch, 21. April, eine Schweizer Erstaufführung. Die Produktion in der Regie von Johannes Lepper basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-prämierten Film aus dem Jahr 1976 und zeigt eine dystopische Medienlandschaft, in der Meinungen dominieren und Fakten auf der Strecke bleiben. Das Erfolgsstück ist im Zeitalter einer weltweiten Pandemie aktueller denn je.

Eine zeitlose Gesellschaftsstudie bringt Regisseur Kieran Joel, dem Berner Publikum bestens bekannt von Kinder der Sonne, auf die Bühne: Onkel Wanja von Anton Tschechow feiert am Sonntag, 25. April, Premiere. Genau wie Fräulein Julie, hätte auch Onkel Wanja bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere gehabt.

Den vorläufigen Abschluss des Premierenreigens bildet am Montag, 26. April, Jean-Paul Sartres Schauspiel Die schmutzigen Hände in der Regie von Sophia Aurich. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns? Dies sind nur drei von vielen Fragen, die die junge Regisseurin an den Klassiker hat.

Für unsere jungen Zuschauer*innen (ab 4 Jahren) steht ab dem 29. April das Märchen Rapunzel unseres Jugendclubs auf dem Programm. Im Mai geht es im Schauspiel schliesslich weiter mit der Wiederaufnahme von Der grosse Diktator im Stadttheater (01. Mai) sowie mit den Premieren von Girls & Boys (04. Mai) und DA DA DA (06. Mai).

Network

 

Eine Woche im Zeichen des Schauspiels

Sie werden es schon gelesen haben: Wir dürfen wieder spielen! Unsere Wiederaufnahme steht ganz im Zeichen des Schauspiels. Gleich vier Stücke feiern in den Vidmarhallen innerhalb von sieben Tagen Premiere.

Den Auftakt macht Fräulein Julie morgen Dienstag, 20. April. Regisseurin Alexandra Wilke, die sich erstmals dem Berner Publikum vorstellt, befragt den modernen Klassiker von August Strindberg nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung rund um die adelige Julie und den Diener Jean kurzerhand in ein Theater.

Mit Network zeigen wir am Mittwoch, 21. April, eine Schweizer Erstaufführung. Die Produktion in der Regie von Johannes Lepper basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-prämierten Film aus dem Jahr 1976 und zeigt eine dystopische Medienlandschaft, in der Meinungen dominieren und Fakten auf der Strecke bleiben. Das Erfolgsstück ist im Zeitalter einer weltweiten Pandemie aktueller denn je.

Eine zeitlose Gesellschaftsstudie bringt Regisseur Kieran Joel, dem Berner Publikum bestens bekannt von Kinder der Sonne, auf die Bühne: Onkel Wanja von Anton Tschechow feiert am Sonntag, 25. April, Premiere. Genau wie Fräulein Julie, hätte auch Onkel Wanja bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere gehabt.

Den vorläufigen Abschluss des Premierenreigens bildet am Montag, 26. April, Jean-Paul Sartres Schauspiel Die schmutzigen Hände in der Regie von Sophia Aurich. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns? Dies sind nur drei von vielen Fragen, die die junge Regisseurin an den Klassiker hat.

Für unsere jungen Zuschauer*innen (ab 4 Jahren) steht ab dem 29. April das Märchen Rapunzel unseres Jugendclubs auf dem Programm. Im Mai geht es im Schauspiel schliesslich weiter mit der Wiederaufnahme von Der grosse Diktator im Stadttheater (01. Mai) sowie mit den Premieren von Girls & Boys (04. Mai) und DA DA DA (06. Mai).

Fräulein Julie

 

Eine Woche im Zeichen des Schauspiels

Sie werden es schon gelesen haben: Wir dürfen wieder spielen! Unsere Wiederaufnahme steht ganz im Zeichen des Schauspiels. Gleich vier Stücke feiern in den Vidmarhallen innerhalb von sieben Tagen Premiere.

Den Auftakt macht Fräulein Julie morgen Dienstag, 20. April. Regisseurin Alexandra Wilke, die sich erstmals dem Berner Publikum vorstellt, befragt den modernen Klassiker von August Strindberg nach seiner heutigen Relevanz und verlegt die Handlung rund um die adelige Julie und den Diener Jean kurzerhand in ein Theater.

Mit Network zeigen wir am Mittwoch, 21. April, eine Schweizer Erstaufführung. Die Produktion in der Regie von Johannes Lepper basiert auf dem gleichnamigen, Oscar-prämierten Film aus dem Jahr 1976 und zeigt eine dystopische Medienlandschaft, in der Meinungen dominieren und Fakten auf der Strecke bleiben. Das Erfolgsstück ist im Zeitalter einer weltweiten Pandemie aktueller denn je.

Eine zeitlose Gesellschaftsstudie bringt Regisseur Kieran Joel, dem Berner Publikum bestens bekannt von Kinder der Sonne, auf die Bühne: Onkel Wanja von Anton Tschechow feiert am Sonntag, 25. April, Premiere. Genau wie Fräulein Julie, hätte auch Onkel Wanja bereits in der vergangenen Spielzeit Premiere gehabt.

Den vorläufigen Abschluss des Premierenreigens bildet am Montag, 26. April, Jean-Paul Sartres Schauspiel Die schmutzigen Hände in der Regie von Sophia Aurich. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns? Dies sind nur drei von vielen Fragen, die die junge Regisseurin an den Klassiker hat.

Für unsere jungen Zuschauer*innen (ab 4 Jahren) steht ab dem 29. April das Märchen Rapunzel unseres Jugendclubs auf dem Programm. Im Mai geht es im Schauspiel schliesslich weiter mit der Wiederaufnahme von Der grosse Diktator im Stadttheater (01. Mai) sowie mit den Premieren von Girls & Boys (04. Mai) und DA DA DA (06. Mai).

Paradise City

 

Eine liebevolle und witzige Hommage an die Vielfalt der Schweiz

Paradise City | Ein Shoppingmall-Musical von Cihan Inan
Regie: Stefan Huber
Premiere: 26. September 2020 | 19:30 | Stadttheater

Der Shoppingmall Paradise City droht der Untergang. Die Umsätze sind schlecht und man munkelt über dubiose Investoren, die das Einkaufszentrum kapern wollen. Das ist ein Schreckensszenario für Kund*innen und Mitarbeitende, für die die Mall Heimat bedeutet. Als während den Vorbereitungen auf eine grosse Eventwoche mit prominentem Gast Vandalenakte verübt werden, spitzt sich die Situation zu. Der Sicherheitschef spielt sich als Detektiv auf und plötzlich misstraut jeder jedem. Gleichzeitig flackern hier und dort romantische Gefühle auf und Liebeleien entstehen. Am Schluss – so viel darf verraten werden – kommt gleich einer shakespeareschen Komödie alles gut.

Nicht nur wegen der versöhnlichen Handlung garantiert das Musical aus der Feder unseres Schauspieldirektors Cihan Inan frische und fröhliche Unterhaltung: Paradise City ist eine schillernde, irrwitzige und äusserst charmante Hommage an die Vielfalt der Schweiz – ein Fest der Kulturen, Sprachen und Identitäten.

Begleitet vom Berner Symphonieorchester singt und tanzt sich das hochkarätige Ensemble mit Gästen wie den Geschwister Pfister, Heidi Maria Glössner oder Diego Valsecchi durch die Schweizer Eurovisionsbeiträge der letzten fünfzig Jahre. Regisseur Stefan Huber, der zuletzt mit Coco – Ein Transgendermusical in Bern brillierte und zum Schweizer Theatertreffen eingeladen wurde, bringt mit Paradise City ein Grossprojekt auf die Bühne von Konzert Theater Bern.

Ulysses

 

Sebastian Klink macht aus Ulysses Rock ‘n’ Roll

Schauspiel nach dem Jahrhundertroman von James Joyce
Regie: Sebastian Klink
Premiere: 20. September 2020 | 16:00 | Vidmar 1

In Ulysses beschreibt James Joyce auf fast 1000 Seiten einen einzigen Tag in Dublin. Die Handlung an diesem 16. Juni 1904 ist in 18 Kapitel gegliedert und im weitesten Sinne an Homers Odyssee angelehnt. Sie mäandert mit dem Anzeigenakquisiteur Leopold Bloom, seiner Gattin Molly, dem jungen Lehrer Stephen Dedalus und zahlreichen anderen «Dubliners» durch den Tag – durch ihre Gedanken, Träume, Vorhaben und Wahrnehmungen. So entsteht ein wundersames Kaleidoskop des Alltags, eine enigmatische Erzählung über das Leben und Sterben, über Banales, Hochtrabendes, Erotisches, Amüsantes und Tiefschürfendes. Der Roman bricht mit allen Konventionen und begeistert durch seine sprachliche und kompositorische Vielfalt. «Ich habe so viele Rätsel und Geheimnisse hineingestopft, dass die Professoren Jahrhunderte darüber streiten werden, was ich eigentlich gemeint habe», so Joyce.
Vielleicht sind es gerade diese Geheimnisse, die bewirken, dass sich viele Leser*innen gar nicht erst an den umfangreichen Roman wagen. Regisseur Sebastian Klink will den Jahrhundertroman in seiner Inszenierung nicht zuletzt auch einem neuen Publikum zugänglich machen. Wie schon in der erfolgreichen Berner Inszenierung von Musils Mann ohne Eigenschaften setzt der langjährige Mitarbeiter von Frank Castorf den Stoff mit Video und Musik bildgewaltig, energiegeladen und mitreissend um. Dabei soll auch der Wunsch des Autors Joyce nicht verloren gehen: «Wenn nur jemand mal sagen würde, dass das Buch so verdammt lustig ist.»
Klinks Art, Theater zu machen, ist derart bestechend, dass es seine letzte Inszenierung für Konzert Theater Bern auf die Shortlist des Theatertreffen 2019 in Berlin schaffte.

 

Tanz

Piano Chapters

 

Ein Tanzabend im Bann der Klaviermusik

Vierteiliger Tanzabend mit Choreografien von Edward Clug, Edoardo Deodati, Ed Wubbe und Bryan Arias │ Uraufführungen, Schweizer Erstaufführungen
Premiere: 06. Mai 2021 | 19:30 | Stadttheater

Sie sind seit jeher miteinander verbunden: der Tanz und die Klaviermusik. Dass aber diese fruchtbare Verbindung weitaus mehr umfasst als ein klassisches Repertoire, beweist die lang ersehnte erste Tanzpremiere dieser Spielzeit: Mit Piano Chapters präsentiert Tanzdirektorin Estefania Miranda einen vierteiligen Tanzabend, an dem sich vier renommierte oder aufstrebende Choreograf*innen über stilistische Grenzen hinweg mit der Klaviermusik auseinandersetzen.

Weltklassechoreograf Edward Clug zeigt zu den Nocturnes von Frédéric Chopin seine ausgefeilte Choreografie SSSS… auf Spitzenschuhen. Sie wurde 2012 erstmals vom Stuttgarter Ballett getanzt und wird nun von unserer Tanzcompagnie als Schweizer Erstaufführung auf die Bühne gebracht. «Der Faust 2020»-Gewinner Bryan Arias hat seinerseits mit Amusement Ball (Uraufführung) ein poetisches Werk zur Musik Tschaikowskys kreiert. Ed Wubbe, Direktor des Scapino Ballet Rotterdam, präsentiert in Bern sein Pas de Deux zu jazzigen Klängen des niederländischen Komponisten Michiel Borstlap – auch dies eine Schweizer Erstaufführung. Und schliesslich zeigt Ensemble-Mitglied Edoardo Deodati erstmals auf der Grossen Bühne eine eigene Choreografie: Acoustic Pink heisst sein Stück, die Musik dazu stammt von Béla Bartók.

Am Flügel im Stadttheater sitzt kein Geringerer als Teo Gheorghiu. Der junge Ausnahmepianist wurde schweizweit bekannt, als er 2006 im Kinofilm «Vitus» an der Seite von Bruno Ganz ein junges Klaviertalent spielte. Inzwischen ist aus dem Wunderkind ein auf internationalen Bühnen gefeierter Pianist geworden. Ebenso talentiert ist die Georgierin Tamar Beraia, die ebenfalls als Live-Pianistin verpflichtet werden konnte.

La Divina Comedia

 

Eine tänzerische Reise durch das menschliche Bewusstsein

La Divina Comedia | Uraufführung
Estefania Miranda nach Dante Alighieri | Mit der Tanzcompagnie Konzert Theater Bern und dem Berner Symphonieorchester
Premiere: 01. November 2020 | 18:00 | Stadttheater

Nach dem grossen Erfolg von Vier Jahreszeiten bricht Tanzdirektorin Estefania Miranda erneut mit der gewohnten Zuschauerperspektive und gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Räume des Berner Stadttheaters neu zu entdecken. Ihr aktuellstes Werk, La Divina Comedia, ist eine performativ erfahrbare Reise durch das menschliche Bewusstsein, die vom Berner Symphonieorchester begleitet wird.

In der gleichnamigen literarischen Vorlage tritt Dante Alighieri, der Autor dieses monumentalen Versepos, eine Reise durch verschiedene Reiche einer jenseitigen Welt an. Er durchquert die Hölle und das Fegefeuer, bis er schliesslich im Paradies ein höheres Bewusstsein erlangt. Estefania Miranda findet für diese religiös definierten Orte eine irdische Entsprechung und fokussiert unseren Blick auf die Essenz der Vorlage: Was macht uns zu Menschen? Und was bleibt von uns nach dem Tod? La Divina Comedia zeigt vom Menschen geschaffene Höllen, Fegefeuer und Paradiese. Diese Orte spiegeln unsere Sehnsüchte und Ängste wider und zeigen uns, wer wir sind.

Diese Exkursion in unser Innerstes wird für die Zuschauer*innen auch physisch erfahrbar. Mit dem Eintritt ins Stadttheater findet sich das Publikum in einem überdimensionalen menschlichen Körper wieder, der sich über das gesamte Haus erstreckt. Ab Montagnachmittag, 12. Oktober, wird ein riesiger Fuss an der Theaterfassade zu sehen sein. Mithilfe von Augmented-Reality-Technologie und dem Smartphone wird auf die Premiere hin der gesamte Körper erkennbar.

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Medienmitteilung