Kunst zu Hause

Auf allen Bühnen ist Ruh. Nicht aber bei uns! Anstatt abgesagten Vorstellungen nachzutrauern, schwelgen wir in Erinnerungen an vergangene Produktionen und freuen uns über Kreationen unserer Künstler*innen.

In den nächsten Wochen gibt das KTB Rück- und Einblicke zum Besten. Besuchen Sie uns online und folgen Sie uns auf unseren Social Media Kanälen. Virtuell kann auch virtuos sein!


#5 Making-of Spielzeit 2020.2021

Momo

In dieser Ausgabe teilen David Berger und Jonathan Loosli ihre Zeit mit uns. Jonathan gehört zur freien Theatergruppe VOR ORT, die in der nächsten Saison Michael Endes Märchenroman «Momo» in einer eigenen, fantastisch-verspielten Bearbeitung bei uns auf die Bühne bringt. Momo weiss, wie wichtig der reale Kontakt zu anderen Menschen, das Leben im Moment, Musse fürs Geschichtenerzählen und Zeit zum Zuhören sind.
Hören wir also David und Jonathan zu, was sie über das Kinderstück Momo, das am 6. Dezember 2020 bei uns Premiere feiert, zu erzählen haben.


#4 Making-of Spielzeit 2020.2021

Fräulein Julie

In dieser vierten Ausgabe geben uns Alexandra Wilke (Regisseurin), Florentine Krafft (Julie), David Berger (Jean), Aline Beetschen (Kristin) und Doreen Back (Bühne) einen kleinen Eindruck, was uns in August Strindbergs «Fräulein Julie» erwartet.

Ein Zitat von der Regisseurin: «Ich freue mich sehr drauf, mit diesem tollen Ensemble weiter am Stoff der 'Julie' zu arbeiten. Den haben wir ja, glaube ich, ziemlich einmal durch den Fleischwolf gedreht und wieder zurück.»

Das verspricht einiges, aber schaut selbst!


#3 Making-of Spielzeit 2020.2021

Network

In dieser Folge spricht Nico Delpy mit Regisseur Johannes Lepper über «Network». Für die Theateradaptation des Films von 1976, in dem ein Nachrichtensprecher zu spüren bekommt, dass seine Sendung vor allem Geld einspielen soll, verwandeln sich die Vidmarhallen ab dem 6. November 2020 vorübergehend in ein Fernsehstudio.

News sind augenblicklich überholt, «Network» hingegen hat seit der Premiere nichts an seiner Aktualität eingebüsst. Gerade in Krisenzeiten stellt sich die Frage: Welche Informationen sind vertrauenswürdig? Welche befriedigen in erster Linie eine Sensationsgier?


#2 Making-of Spielzeit 2020.2021

Paradise City

In der zweiten Ausgabe spricht Nico Delpy mit Cihan Inan, Schauspieldirektor, Musical-Fan und Autor von «Paradise City». Das Stück ist eine Hommage an die grossen Einkaufszentren, und nun, da uns Menschenansammlungen ein Graus geworden sind, kriegt der nostalgische Blick auf glanzvolle Supermarkt-Zeiten eine ganz neue Bedeutung...
Cihan Inans Shopping-Mall Musical wird bei uns am 26. September 2020 uraufgeführt!

Ein Supermarkt in Kalifornien
Allen Ginsberg

Was für Gedanken mir kommen Heut Nacht,
An Dich, Walt Whitman - ich ging die Seitenstrassen hinunter,
unter den Bäumen, mit Kopfschmerzen, selbstbewusst in den Vollmond schauend.
In meiner hungrigen Übermüdung und im Bilder-Kaufrausch, ging ich in den "Neon-Fruit-Supermarket“,
von Deinen Aufzählungen träumend!
Was für Pfirsiche und welche Halbschatten! Ganze Familien machten Nacht-Shopping!
Regalreihen voller Ehemänner! Gattinnen in den Avocados! Babies in den Tomaten!
(…)
Ich habe Dich gesehen, Walt Whitman, kinderloser, einsamer alter Grabscher,
im Kühlschrank beim Fleisch rumstochern und den Laden-Jungs hinterher glotzen.
Ich habe Dich jeden einzelnen fragen hören: Wer hat die Koteletts getötet?
Was kosten die Bananen? Bist Du mein Engel?
(…)
Wohin gehen wir, Walt Whitman? Die Türen schliessen in einer Stunde.
(Ich berühre dein Buch, träume von unserer Supermarkt-Odysse und fühle mich lächerlich, absurd).
Werden wir zusammen an blauen Autos in Ausfahrten vorbei bummeln,
nach Hause in unser stilles Häuschen und vom verlorenen
Amerika der Liebe träumen?

Ach, liebster Vater, Graubart, einsamer alter Mut-Prediger,
Was für ein Amerika sahst Du, als Charon aufhörte seine Barke zu rudern und
Du an einer dampfenden Böschung ausgestiegen bist und stehend dem Boot nachschautest,
wie es in den schwarzen Wellen der Lethe verschwand?

- Berkley, 1955 (aus dem Englischen von Nico Delpy)


#1 Making-of Spielzeit 2020.2021

Ulysses

Leere Bühnen – voller neuer Spielplan!

Unsere Schauspieler*innen interviewen Regisseur*innen, Dramaturg*innen, Bühnenbildner*innen  und andere Theatermenschen, die an den kommenden Stücken beteiligt sind.

Den Anfang machen Nico Delpy und Gregor Sturm, Bühnen- und Kostümbildner bei «Ulysses». Gregor Sturm sitzt in Venedig fest und hat die Bauprobe auf dem Bildschirm verfolgt. Die 48 Tage in Quarantäne haben sich für ihn angefühlt wie ein einziger Tag; perfekt für das Eintauchen in James Joyces Roman.


Frau verschwindet. Versionen

Folge 3 aus dem Homeoffice

Eine leere Wohnung. Die Frau ist weg. Jetzt nur nicht hysterisch werden, sonst heisst es wieder «die hysterischen Frauen»! Und auf keinen Fall die Polizei rufen, denn was in diesem modernen Stück für Frauen von Julia Haenni bestimmt nicht vorkommt, ist die Polizei. «Wir werden uns selbst zu helfen wissen».

... den in diesem modernen Stück für Frauen von Julia Haenni bestimmt nicht vorkommt...

Unsere Ensemble-Schauspielerinnen Irina Wrona, Florentine Krafft und Grazia Pergoletti wissen jedenfalls ganz genau, was in der Kunstpause zu tun ist. Home-made!


Onkel Wanja im Homeoffice

Wer genau ist grossartig? Und welche Figuren verkörpert eigentlich Schauspieler Stéphane Maeder alles?

Anton Tschechows Tragikomödie über Onkel Wanjas Desillusionierung hätte diesen Frühling Premiere gefeiert. Doch wegen der eingeschränkten Mobilität zieht Serebrjakow mit seiner jungen Partnerin Jelena nun erst in der nächsten Spielzeit aufs Land zu seiner Tochter Sonja und Onkel Wanja. Dann werden die Irrungen und Wirrungen von «Onkel Wanja» im Gartenhaus geklärt, vielleicht.


«Bitte nichts töten» von Arthur Miller

Chantal Le Moign wird diese Saison leider nicht mehr als Ehefrau eines Handlungsreisenden in Arthur Millers berühmtesten Stück auf der Bühne stehen. Aber ihre Stimme trägt uns in eine andere Szenerie, die der gesellschaftskritische Autor entworfen hat.
Le Moign liest die Kurzgeschichte «Bitte nichts töten» von Arthur Miller.
Darin apportiert ein Hund, einer namenlosen Frau ist unwohl, und Sam, ihr Begleiter, wirft wertlose Fische ins Wasser.
Wer wohl die Namenlose ist?


Frau verschwindet. Versionen

Folge 2 aus dem Homeoffice

«frau verschwindet»... und taucht in der Kunstpause wieder auf!

Wann verschwinden Frauen? Was ist das für eine, die alleine lebt?
Darüber sinnieren unsere Ensemble-Schauspielerinnen Irina Wrona, Florentine Krafft und Grazia Pergoletti, jede alleine auf ihrem Sofa und doch zusammen.


«FIFA»-Pressekonferenz

Heute gibt’s eine Pressekonferenz der anderen Art! Für einmal stellt sich nicht das BAG, sondern unser FIFA-Ensemble den Fragen der Journalist*innen.


Orest

Orest ist KEIN Vorbild: Die Familie und das traute Heim sollen in diesen Tagen nicht zum Albtraum werden. Darum ziehen wir die Lehre aus dem wohl bekanntesten antiken Familiendrama und sorgen für ein gutes Miteinander.
PS: Nebst Muttermord, ist auch zu langes Herumstehen am Alkoholregal nicht empfehlenswert ;-)


Schuld und Sühne

Weil in schweren Zeiten die Klassiker immer Recht haben, hören wir auf den Protagonisten aus Schuld und Sühne.

Nico Delpy stellt fest: Wir sind alle ein bisschen Raskolnikow.

Musik aus der Inszenierung: Florentin Berger-Monit, Johannes Wernicke


Frau verschwindet. Versionen

Folge 1 aus dem Homeoffice

«frau verschwindet»... und taucht in der Kunstpause wieder auf!

Schaut Euch an, wie unsere Ensemble-Schauspielerinnen Irina Wrona, Florentine Krafft und Grazia Pergoletti, jede in ihren vier Wänden und doch zusammen, eine Szene aus Julia Haennis feministischen Stück spielen und vor unseren Augen WC-Papier vergeuden. Home-made!


Der grosse Diktator

Seht selber, was Gabriel Schneider alias Diktator im Homeoffice so treibt!


Neulich bei Schauspielers

Ein Podcast

Unsere Ensemble-Schauspielerin Milva Stark podcastet gemeinsam mit ihrem Freund Diego Valsecchi gegen den Coronakoller an. Höre, was die beiden unter Hausarrest stehenden Quatschköpfe umtreibt und trainiere dabei Deine Lachmuskeln!

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