Sänger

Pierre Héritier

stammt aus dem Wallis und wuchs in einer musikalischen Familie auf. Er war bereits als Kind Mitglied der Schola des Petits Chanteurs de Sion und trat als Jugendlicher in die Maîtrise der Kathedrale von Sion ein (unter der Leitung seines Vaters, Bernard Héritier), wo er seine ersten Erfahrungen als Solist machte und zahlreiche Bach-Kantaten sang. Nach seiner literarischen Ausbildung an der Universität Fribourg nahm Pierre sein Gesangsstudium an der Haute Ecole de Musique de Genève auf, wo er von von Gilles Cachemaille betreut wurde. Er arbeitete insbesondere mit Isabelle Henriquez, David Jones, Jane Thorner und Nicolas Domingues. Während seines Studiums wurde er in die Barockakademie Ambronay aufgenommen und nahm unter der Leitung von Sigiswald Kuijken an der Europatournee der Messe en Si teil. Er sang auch die Basspartie in Bachs Kantate BWV 56 unter Ton Koopman in Genf. Weitere Bühnenerfahrung gewann er in den Hochschulproduktionen, wo er u. a. als Guglielmo (Così fan tutte) und Harašta/Der Pfarrer/Dachs (Das schlaue Füchslein) auftrat. Pierre war Mitglied im Opernstudio der Opéra de Lyon und arbeitet dort von 2013 bis 2017 mit Jean-Paul Fouchécourt. Er sang dort l'Horloge und le Chat (L’enfant et les sortilèges), Mme Madou (Mesdames de la Halle), Tom (Jérémy Fisher) sowie Liberto und Littore (L'incoronazione di Poppea). 2017 gewann er den ersten Preis beim Concours international de chant lyrique de Vivonne. Weitere Erfahrungen gewann er mit Mozart-Rollen (Il Conte Almaviva, Papageno und Don Giovanni), Junius (The Rape of Lucretia) und Lord Cockburn (Fra Diavolo). 2019 spielte er Le Duc de Rodomont (Les Chevaliers de la Table ronde) an der Opéra de Lausanne. Er beschäftigt sich auch mit zeitgenössischer Musik, insbesondere im Rahmen seiner Beteiligung bei der Entstehung von 4.48 Psychosis von Blaise Ubaldini (Psychiater). Neben seiner Operntätigkeit widmet er sich dem Oratorienrepertoire. Er hat unter anderem die Rolle des Jesus (Die Matthäus-Passion) im Kongresszentrum Biel-Bienne anlässlich der 500-Jahr-Feier der Reformation in der Schweiz gesungen. Er wird regelmässig von renommierten Ensembles eingeladen und sang unter anderem die Petite messe solennelle von Rossini während eines Konzerts zum 40-jährigen Jubiläum der Gianadda-Stiftung in Martigny. Sein Repertoire umfasst Oratorien und verschiedene Kantaten von Bach, das Oratorio de Noël von Saint-Saëns, Messias von Händel, das Requiem von Mozart sowie Ein deutsches Requiem von Brahms. Vor Kurzem trat er mit dem Orchestre de Chambre de Genève im Requiem von Duruflé in der Victoria Hall in Genf auf und ebenfalls in Brittens Cantata Misericordium.

Termine

The Rape of Lucretia

  • Sa, 17. April 2021, 19:30
  • Sa, 24. April 2021, 19:30
  • Sa, 01. Mai 2021, 19:30
  • Di, 04. Mai 2021, 19:30
  • So, 09. Mai 2021, 18:00
  • Mi, 16. Juni 2021, 19:30
  • Fr, 02. Juli 2021, 19:30
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