Verehrtes Publikum

Frauen in der Oper sind nicht einfach schicksalsergebene Wesen. Nein, Autonomie, Wut, Widerstand zeichnen den Weg, den sie in der Oper gehen. In dieser Saison werden bei Konzert Theater Bern mehrheitlich Regisseurinnen die Geschichten dieser Heldinnen inszenieren. Wir sind gespannt auf ihre Interpretationen.

Mit Jenůfa, Otello und Norma präsentieren wir Ihnen Opern, die seit Jahrzehnten nicht mehr in Bern gespielt wurden. Und Benjamin Brittens The Rape of Lucretia ist sogar ein Debüt. Alle diese Werke vereinen den Willen der Komponisten, grosse Geschichten zu schreiben und Klangkulissen für das ewige Menschentheater zu schaffen. Mit Parsifal wird die Saison zu Ende gehen. Mario Venzago und ich haben mit Fidelio vor neun Jahren gemeinsam in Bern begonnen und seither die deutsche Romantik in Konzert und Oper bereist.

Ich wünsche uns allen eine schöne Spielzeit. Es ist meine letzte Saison bei Konzert Theater Bern und ich danke allen, die es mir ermöglicht haben, hier zu wirken – wer weiss, vielleicht wird man sich an die eine oder andere Aufführung erinnern. Das wäre schön.

Ihr

XAVIER ZUBER
Opern- und Konzertdirektor