Sanierung
Informationen & Chronik

19. März 2016: Kubus eröffnet

Nach lediglich rund einjähriger Planungszeit wird am 19. März 2016 mit der grossen Eröffnungsshow IMPROVISORIUM der Konzert Theater KUBUS auf dem Waisenhausplatz eröffnet – eine Ersatzspielstätte in Gerüstbauweise für das in Sanierung befindliche Stadttheater mit 480 Plätzen und einer Gesamtfläche von rund 1000 Quadratmetern. «Im Zuge der Neuetappierung der Stadttheatersanierung im Januar 2015 haben wir die alte Programmplanung komplett geändert und ein für Art und Ort des Kubus angepasstes Programm entwickelt» so Intendant Stephan Märki. «Es wird lustvoll, aufregend, leidenschaftlich und entdeckungsreich».

Bespielt wird der Kubus von März bis Oktober 2016. Konzert Theater Bern präsentiert dort allein in der laufenden Saison zwischen 19. März und 10. Juni 2016 mehr als 80 verschiedene Vorstellungen, Konzerte und Veranstaltungen aller Sparten sowie Gastspiele, Lesungen und Sonderveranstaltungen. Ab 10. Juni findet im Kubus ein «Public Viewing» statt: Ausgestrahlt werden die Spiele der Fussball-Europameisterschaft.


März 2016: Die dritte Etappe

 

Bern, 29. Februar 2016. Die Bauarbeiten für die Bauphase 2016 der Sanierung des Stadttheaters Bern beginnen am 2. März. Nachdem in der letzten Bauphase 2015 vor allem hinter den Kulissen gearbeitet wurde, stehen in der diesjährigen Bauetappe die Publikumsbereiche im Vordergrund. Diese werden nach den Sanierungsarbeiten im Herbst wieder in neuem Glanz erstrahlen.
Das Stadttheater Bern wurde 1903 eröffnet. Die letzte Sanierung der Gebäudehülle und der bühnentechnischen Einrichtungen erfolgte von 1981 bis 1984. Um den heutigen künstlerischen und sicherheitstechnischen Anforderungen zu entsprechen, wird das Stadttheater seit Frühsommer 2014 in vier Bauetappen instand gesetzt. Während der achtmonatigen Bauphase im Jahr 2016 wird mit dem Zuschauerraum das Herzstück des Theaters saniert. Die Oberflächen im gesamten Raum werden erneuert. Die Podesterie und die Bestuhlung werden gemäss den heutigen Anforderungen an den Komfort und den Brandschutz ersetzt.

Vielfältige Anforderungen an den Theaterstuhl
Der neue Theaterstuhl wird eigens für das Stadttheater Bern entwickelt und berücksichtigt nebst einem hohen Komfort die spezifischen Anforderungen an die Akustik, den Brandschutz und die Gestaltung. Gleichzeitig erhalten auch die angrenzenden Umgänge und die WC-Anlagen ein neues Erscheinungsbild. Im Erdgeschoss ist mit der Absenkung des Bodens für die neue zentrale Garderobe noch einmal ein anspruchsvoller Eingriff in den Rohbau vorgesehen. Noch offen ist, wie weit die Sanierung des Foyers und der Mansarde bereits in dieser Etappe umgesetzt werden können, da sie während der Eingriffe in den übrigen Publikumsbereichen als Installationsflächen benötigt werden.

Sanierung der Bühnen- und Haustechnik
Neben den Massnahmen im Publikumsbereich des Theaters werden erneut auch Anpassungen an Bühnen- und Haustechnik vorgenommen. In der letztjährigen Bauetappe wurde mit der Bühnenuntermaschinerie, Orchester- und Bühnenpodien der erste Teil der Bühnenmechanik saniert. Dieses Jahr folgt die Bühnenobermaschinerie mit den Seilzügen. Neben den mechanischen Elementen der Bühnentechnik werden mit den Produktionsanlagen wie der Beleuchtung oder der Audio- und Videotechnik auch die elektrotechnischen Komponenten erneuert. So werden beispielsweise die Regiekabine im Zuschauerraum und das Tonstudio im Schüttetrakt neu ausgebaut.

Wechsel Architekt Teilprojekt «Publikumsbereiche»
Aufgrund der im Januar 2015 kommunizierten Etappierung und Verlängerung der Bauphasen bis 2017 sind Anpassungen der Verträge mit den Planungsteams nötig geworden. Mit den für das Teilprojekt «Publikumsbereiche » beauftragten Architekten Smolenicky & Partner konnte infolge zu unterschiedlicher Honorarvorstellungen keine Einigung erzielt werden und man ist gegenseitig zum Schluss gekommen, dass das Vertragsverhältnis per Ende 2015 beendet wird. Die relevanten Elemente der Planung sind weitgehend abgeschlossen. Für die weitere gestalterische Begleitung konnte mit dem Berner Architekturbüro Aefa eine optimale Lösung gefunden werden. Die Ausführungsverantwortung, die Projektkoordination und insbesondere die Bauleitung sämtlicher Projektteile im Stadttheater Bern wie auch die Planungsteams der übrigen Teilprojekte bleiben unverändert.

Ausblick
In der Bauphase 2017 werden vor allem die Bereiche des Schüttetrakts umgebaut und modernisiert. Ausserdem werden Eingriffe im Bereich der Mansarde und des Foyers im ersten Obergeschoss vorgenommen, sofern diese nicht bereits in der Bauphase 2016 umgesetzt werden können. Ein Theatercafé ist geplant. Da die Vergaben erfolgreich verliefen, konnten bereits erste zusätzliche Module zur Realisierung freigegeben werden. Dazu zählen eine kleine Raumrochade und der Einbau des Tonstudios im Schüttetrakt, der Einbau von Medientechnik im Foyer, der Ersatz des Hauptvorhangs sowie Mobiliar für den Orchestergraben. Eine weitere Tranche von Modulen wird zurzeit zur Freigabe vorbereitet.

Der Theaterkubus kommt!

fiktive Fotokollage: So könnte der Theaterkubus aussehen

02.09.2015  Das Provisorium kommt: Konzert Theater Bern errichtet 2016 auf dem Berner Waisenhausplatz einen «Theaterkubus» als temporäre Ersatzspielstätte für das in Sanierung befindliche Stadttheater. Die Einsprachen, die Anlieger gegen das entsprechende Baugesuch im Juni diesen Jahres eingereicht haben, wurden Anfang der Woche nach intensiven Gesprächen mit Konzert Theater Bern  zurückgezogen. Damit steht der Realisierung des «Kubus», der von März bis Oktober auf einer Gesamtfläche von rund 1000 Quadratmetern bis zu 480 Zuschauern Platz bieten soll, nichts mehr im Wege.

«Wir sind mit der kurzfristigen Konzeption des Kubus, die wir seit Anfang des Jahres in Rekordzeit erarbeitet haben, viel Risiko eingegangen», so der Intendant von Konzert Theater Bern, Stephan Märki. «Umso mehr freut es uns, dass es gelungen ist, eine konstruktive, einvernehmliche Lösung zu finden. Für uns ist heute ein grosser Tag: Wir erhalten die Chance, unserem Publikum mitten in der Stadt in neuer, ungewohnter Umgebung etwas Aussergewöhnliches zu bieten.»

In den Gesprächen mit den Anliegern konnten Lösungen hinsichtlich der Betriebszeiten für den Proben- und Vorstellungsbetrieb sowie der Lärmbelastung gefunden werden, die einerseits einen abwechslungsreichen Spielplan ermöglichen, andererseits die Interessen der Anlieger berücksichtigen. Unter anderem verpflichtet sich Konzert Theater Bern, Vorkehrungen zum Lärmschutz zu treffen. Weiter wurden den Einsprechenden ein Mitspracherecht bei der Ausgestaltung potentiell störendender Programmteile eingeräumt.

Auch mit den Inhabern der Restaurants  Il Grissino und Luce, die unter anderem aus Sorge über Umsatzeinbussen während der Präsenz des Kubus Einsprache eingereicht hatten, konnte eine Einigung erzielt werden. Den Betreibern wird die Gastronomie im Kubus überlassen.«Wir freuen uns sehr , dass uns Stadtpräsident Alexander Tschäppät und die Präsidialdirektion der Stadt Bern tatkräftig bei diesem Projekt unterstützt haben“, so der Vizepräsident des Stiftungsrates von Konzert Theater Bern, Marcel Brülhart. „Unser Dank gilt aber auch und insbesondere den Anliegern, die sich intensiv mit unserer Situation auseinandergesetzt und gemeinsam mit uns eine ausgewogene Lösung erarbeitet haben».

Konzert Theater Bern plant im Kubus zwischen März und Oktober rund 100 Vorstellungen, Konzerte und sonstige Veranstaltungen, darunter die Inszenierungen von Dürrenmatts Kriminalroman «Das Versprechen» und Leoncavallos komischer Oper «Paggliacci – Die Clowns». Der Kubus wird im Februar 2016 errichtet und voraussichtlich am 19. März 2016 mit einem Theaterfest eröffnet. Während der Sommerpause sollen vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 ausgewählte Spiele der Fussball-Europameisterschaft auf einer Grossbildleinwand im Rahmen eines «Public Viewing» gezeigt werden. Der endgültige Spielplan für den Kubus mit allen Repertoire- und Zusatzveranstaltungen soll spätestens Anfang des nächsten Jahres veröffentlicht werden.


Ein neuer Bühnenboden

Blick von oben auf den Bühnenboden
Blick auf die Arbeiten am Bühnenboden
Verschrauben des neuen Bühnenbodens
Blick von oben auf den sich im Bau befindlichen Bühnenboden
Blick seitlich auf die Bauarbeiten am Bühnenboden
Blick Richtung Zuschauerraum
Blick auf die Renovierung des Bühnenbodens
der Bühnenboden in Aktion während der Renovierung
Renovierungsarbeiten am Bühnenboden
Blick in den Abgrund vor dem heruntergefahrenen Bühnenboden
Schweissarbeiten am Bühnenboden
Holzlieferung für die Renovierung des Bühnenbodens


Nachdem im Mai die Rohbauarbeiten termingerecht abgeschlossen werden konnten, lag der Schwerpunkt der Arbeiten im Juni im Ersatz des Bühnenbodens und weiterhin in der Haustechnik. Zudem haben die Gipser die Arbeit in der Eingangshalle und im Durchgang Mansade aufgenommen.
Der alte Bühnenboden wurde Stück für Stück herausgeschnitten und die Unterkonstruktion angepasst. Die besten Teile des alten Bühnenbodens wurden eingelagert und sollen später im neuen Theatercafé zum Einsatz kommen. Anschliessend wurde die Unterkonstruktion ausgerichtet und zur Aufnahme des neuen Bühnenbodens vorbereitet.
Der neue Bühnenboden besteht aus einer Multiplex-Trägerplatte aus Birkensperrholz, einer Zwischenlage aus Seekiefer und einem Bühnenbelag aus österreichischer Schwarzkiefer, auch Pechkiefer genannt. Der Ausdruck Pechkiefer (engl. Pitch Pine) stammt von der „Pecherei“, der Harzgewinnung
aus dem sehr harzhaltigen Holz der Schwarzkiefer. Insbesondere dieser
hohe Harzgehalt macht den Bühnenboden äusserst widerstandsfähig. Auch unter der Bühne wurde gearbeitet, zum Beispiel an den Ausgleichspodien.


Kassenhalle und Foyer

Blick in die sich im Bau befindliche Kassenhalle
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Maurerarbeiten in den Rundbögen der Kassenhalle
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Malerarbeiten an den Wänden der Kassenhalle
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Blick von oben auf die teilsanierte Kassenhalle
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Frontansicht auf den Theatereingang vor dem Stadttheater
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Arbeiten an einem Holzportal am Haupteingang
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präzise Holzarbeiten aus nächster Nähean einem Holzportal am Haupteingang
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auf dem Boden liegen die abmontierten Eingangstüren zum Stadttheater
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Arbeiten an den alten Holztüren am Stadttheater Haupteingang
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Blick auf das Gerüst um den imposanten Kronleuchter mitten im Foyer
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Arbeiten am imposanten Kronleuchter im Foyer
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(1-4) Die Renovierungen in der Kassenhalle laufen auf Hochtouren: Diese soll im Oktober 2015 in neuem Glanz erstrahlen und ganztägig geöffnet sein. Dann nämlich zügelt die Billettkasse («Bern Billett») aus der Alten Kornhauspost ins Stadttheater, um dieses auch tagsüber zu öffnen und zu beleben - und Platz zu machen für ein neues Theatercafé.
(5-9) Dazu gehört auch, den massiven Einganstüren eine Rundum-Behandlung zuteil werden zu lassen. Sie werden künftig, wenn die Tageskasse geöffnet ist, offen stehen und durch Glastüren ergänzt, die das Kassenfoyer mit Licht durchfluten.
(10-11) Die Sanierung des Foyers steht in der nächsten Bauetappe in 2016 auf dem Programm. Der Kronleuchter im Foyer wurde demontiert, da er als Vorlage für die neuen Kronleuchter in den Umgängen dient. Er wird von einer Spezialfirma in Tschechien 1:1 aufgenommen und nachgebaut.

 

 

 

Juni 2015

Blick auf die Bauarbeiten in der Kassenhalle
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Stuckarbeiten an der Decke der Kassenhalle aus nächster Nähe
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Stuckarbeiten in der Kassenhalle
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Schweissarbeiten bei der Renovirung des Stadttheaters
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Blick von oben auf die Verlegung der Rohre und KAbel im Stadttheater
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hier wird neuer Boden verlegt im Stadttheater
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Blick aus dem Fenster auf die Strasse, wo ein Lastwagen Material für die Bauarbeiten liefert
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Materiallieferung für die Stadttheaterrenovierung
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konzentrierte Gesichter bei den Bauarbeiten der Stadttheaterrenovierung
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(1) In der Eingangshalle haben die Gipser und Stukkateure die Arbeit aufgenommen. Die bestehenden Risse wurden aufgeschnitten und neu verspachtelt. Ebenfalls mussten die neuen Elektrorohre für die Medienspiegel und Türerschliessung wieder zugeputzt werden.
(2+3) Anschliessend werden die Oberflächen zur Aufnahme des neuen Farbanstriches vorbereitet.
(4+5) Weiterhin lief der Ersatz der Haustechnik auf Hochtouren. Nachdem die Kernbohrungen und Durchbrüche erstellt wurden, verlegten die Installateure am  neue Rohrleitungen und Elektrokabel.
(6) Im Bühnenhinterhaus wird das neue Behinderten-WC gebaut. Nachdem die
Vorsatzschalen erstellt und die Unterputz-Installationen erstellt wurden, konnten die Platten verlegt werden.
(7+8) Nach dem Erhalt der Baubewilligung konnten endlich auch die Arbeiten am neuen Rückkühler unterhalb der „Schütte“ beginnen. Der alte Rückkühler wurde demontiert und mittels Kranwagen abtransportiert.
(9) Über dem neuen Durchgang bei der Mansarde wurde der neue Lüftungs-Monoblock motiert. Die gesamte Unterkonstruktion ist saalseitig auf schwingungsdämmenden Auflagern montiert, um die Schallübertragung zu minimieren.

 

 

 

Theaterkubus auf dem Waisenhausplatz

fiktive Kollage: so könnte der Theaterkubus auf dem Waisenhausplatz in der Frontansicht aussehen
Fotomontage: So könnte der Theaterkubus auf dem Waisenhausplatz vond er Seite betrachtet aussehen
Fotokollage: ein Blick auf den künftigen Theaterkubus auf dem Waisenhausplatz
Fotokollage: ein etwas anderer Entwurf, wie der Theaterkubus aussehen könnte


Mögliche Gestaltungsvarianten des Kubus auf dem Waisenhausplatz: Aufdruck der Fassade des Stadttheaters (oben) - oder ein Spiel mit der Illusion von Transparenz (unten).
 


Konzert Theater Bern plant 2016 die Errichtung eines «Theaterkubus» auf dem Berner Waisenhausplatz. Dieser soll dem Vierspartenhaus von März bis Oktober 2016 als Ersatzspielstätte dienen, während das Stadttheater saniert wird. In Gerüstbauweise errichtet, soll der «Kubus» auf einer Gesamtfläche von rund 1‘000 Quadratmetern bis zu 480 Zuschauern Platz bieten.


Die Eröffnung der provisorischen Ersatzspielstätte mit einem Theater- und Familienfest ist auf den 20. März 2016 angesetzt. Ein entsprechendes Baugesuch wurde Ende April bei der Stadt Bern eingereicht. Mit den Anliegern wurden im Vorfeld entsprechende Gespräche geführt und das Konzept mit diesen erörtert. Die Finanzierung des rund 1,8 Mio. Franken-Projektes erfolgt aus der Mietzinsreduktion für das Stadttheater während der Sanierungsetappen, aus Sponsoringgeldern, eigenen Mitteln von Konzert Theater Bern, Einnahmen aus der Vermietung des Kubus während der Theaterpause und, soweit noch notwendig, aus Reserven des Sanierungsprojektes.

Die Planung des Provisoriums ist eine Folge der Verlängerung der Bauetappen bei der Sanierung des Stadttheaters, die im Januar diesen Jahres bekannt gegeben wurde. Demnach wird die dritte Sanierungsetappe, die ursprünglich auf die vier Monate zwischen 01. Mai bis 31. August 2016 terminiert war (davon also knapp zwei Monate während der Theaterpause), nunmehr vom 01. März bis 31. Oktober 2016 und damit deutlich länger andauern als geplant. Zudem soll das Haus für den Abschluss des Sanierungsprojektes noch einmal vier Monate von Mai bis August 2017 geschlossen werden. Insgesamt hätte Konzert Theater Bern durch die Verlängerung der Sanierungsetappen mindestens vier Neuproduktionen und mehr als 70 Vorstellungen nicht realisieren können. «Das wäre ein zu grosses Risiko für uns gewesen», so Intendant Stephan Märki. «In den Spielzeiten 2015.16 und 2016.17 wäre es unmöglich gewesen, einen attraktiven und abwechslungsreichen Spielplan anzubieten. Ohne die Ersatzspielstätte liefen wir Gefahr, Publikum zu verlieren und den seit drei Jahren anhaltenden Zuschauerzuwachs zu bremsen oder gar ins Gegenteil zu verkehren.» 

Aus diesem Grund hat Konzert Theater Bern umgehend nach Bekanntgabe der neuen Sanierungsplanung unter grösstem Zeitdruck das Konzept für die provisorische Spielstätte auf dem Waisenhausplatz erarbeitet. Wichtiges Kriterium bei der Standortsuche war die zentrale Lage. Stephan Märki: «Eine solche Spielstätte muss in der Mitte der Stadt entstehen. Denn das Stadttheater hat auch eine Zentrumsfunktion und muss in vielfachem Sinne sichtbar sein und bleiben.»

Die Entscheidung für ein Provisorium in Gerüstbauweise wurde insbesondere aus akustischen Gründen getroffen. Die Spielstätte ist in drei Bereiche aufgeteilt: Ein Foyer mit Gastronomie, Sanitäranlagen und Theaterkasse; ein Theatersaal mit abschüssiger Zuschauertribüne, bis zu 480 Sitzplätzen und einer rund 120 Quadratmeter grossen Bühne sowie einem kleinen Backstage-Bereich u.a. für Garderoben, Requisite und Maske.

Der Theaterkubus soll als Spielstätte für alle Sparten dienen. Daneben wird er auch Platz für Fremdveranstaltungen bieten. Die wichtigsten Premieren und Projekte im «Kubus» wird Konzert Theater Bern am 26. Mai 2015 mit dem Gesamtspielplan für die Saison 2015.16 vorstellen, auch wenn die Planungen damit längst nicht beendet sind. Stephan Märki: «Als wir zum Jahreswechsel erstmals von der Verlängerung der Sanierungsetappen gehört haben, waren wir zunächst konsterniert. Als aber die Idee für den Kubus entstand, wurden viele kreative Energien freigesetzt und wir erkannten rasch die darin liegenden Chancen. Wir wollen nun die besondere Atmosphäre des Kubus mitten im Zentrum der Stadt Bern nutzen und unserem Publikum unvergessliche Theaterabende präsentieren.»


April 2015 - Die Arbeiten schreiten voran

Bauarbeiten im Unterbau des Stadttheaters
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drei Mitarbeiter verlegen die riesigen Rohre im Unterbau des Stadttheaters
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Schweissarbeiten im Stadttheater: hier fliegen Funken!
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Der Pressluftbohrer kommt zum Einsatz bei den Betonbauarbeiten unterm Theater
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Der Blick von unten auf den hoch fahrenden Bühnenboden
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Bauarbeiten backstage im Bühnenraum
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zwei Arbeiter setzen die Glasplatten in die neuen Empfangstüren ein
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über einen riesigen Tisch ausgebreitet liegen die Architekturpläne für die Sanierung
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die abmontierten Lampen liegen gestapelt aufeinander
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(c) Philipp Zinniker

(1)-(3) Arbeiten am Durchbruch zwischen Zuschauerraum und Mansarde. Neue Stahlträger werden eingezogen.
(4) Austausch des Wärmetauschers für die Fernwärmeversorgung.
(5),(6) Die Sanierung der Untermaschinerie beginnt (im Bild: die hochgefahrenen Doppelstockpodien der Untermaschinerie)
(7) Die Glastüren in der Kassenhalle werden demontiert, um die Baustellenwände zu errichten
(8): Einen Eindruck von der enormen Komplexität des Projektes vermittelt ein Blick auf diesen Plan
(9): Demontage von Leuchten im Zuge der Vorbereitungen der Baumassnahmen.

April 2015: Die ersten Fotos von der Baustelle

eine grosse Holzspanplatte wird vor ins Stadttheater getragen, vorbei an den Plakataufstellern vor dem Haupteingang
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eine grosse Holzspanplatte wird von zwei Arbeietrn vor ins Stadttheater getragen, vorbei an den Plakataufstellern vor dem Haupteingang
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Holzplatten werden in schwindeleregender Höhe vom Gerüst aus in ein Fenster im 3. Stock des Stadttheaters gereicht
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die komplizierte Technik wird im Server-Raum angeschlossen und installiert
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ein mächtiges Rohr wird zusammen gesetzt
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Deckenrenovierung im Zuschauerraum
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Deckenrenovierung vom 3. Rang aus
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Deckenrenovierung im Zuschauerraum
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Renovierarebeiten an der roten Decke im Zuschauerraum
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(c) Philipp Zinniker

(1), (2): In der Woche vor Ostern hat das Baustellenpersonal im Stadttheater Einzug gehalten. Während die Theatermitarbeiter die letzten Räumungen vorgenommen haben, wurde die Baustellenistallation eingerichtet. Insbesondere wurden die Baracken der Unternehmungen, WC-Häuschen sowie die Schuttmulden gestellt. Die Baustelle wird mit einer Bauwand umschlossen und ist ab sofort nur noch mit entsprechendem Zutrittsausweis zugänglich.
(3) An der Nägeligasse wurde ein Baulift montiert. Dieser bildet die Haupterschliessung der Buastelle im Dritten Rang. In der Bauetappe 2015 findet in diesem Bereich der grösste bauliche Zugriff statt. Der Zugang durch das Fenster wurde geschützt. Das gesamte Abbruchmaterial wird ebenfalls über den Baulift entsorgt. Aus Staub- und Lärmgründen wurde auf ein Schuttrohr verzichtet.
(4) Eine Hauptrolle in der Bauetappe 2015 spielt die Haustechnik. Insbesondere in den Untergeschossen stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an den haustechnischen Anlagen an. Dazu musste auch die Heizung ausser Betrieb genommen werden. Einige Büros von Konzert Theater Bern mussten daher mit provisorischen Heizgeräten ausgerüstet werden.
(5) Gleichzeitig verschafften sich die Elektriker einen Überblick über die Elektrischen Anlagen. Bevor mit den Rückbauarbeiten begonnen werden kann, müssen die enstprechenden Gruppen ausgeschaltet und die Kabel zurückgezogen werden. Um Fehlalarme zu vermeiden, werden zudem in Absprache mit Feuerwehr und Gebäudeversicherung Teile der Brandmeldeanlage ausgeschaltet.
(6)-(10) Im Dritten Rang wird eine dichte Staubwand erstellt um den Theatersaal vor dem Baustellenbereich zu schützen. In diesem Bereich werden massive Backsteinwände und Betondecken abgebrochen, damit der neue Durchgang ziwschen Theatersaal und Mansarde entstehen kann. Die Sanierungsarbeiten im Theatersaal selbst werden in der Bauetappe 2016 ausgeführt.


April 2015: Der Baubeginn in den Medien

>Die BERNER ZEITUNG über den Auftakt der zweiten Sanierungsetappe:
«Dem Stadttheater drohen weitere Abstriche» (02.04.2015)

>Die Berichterstattung im BUND:
«Der lange Weg zum Stadttheater-Baustart» (02.04.2015)


April 2015: Start der zweiten Bauetappe

Absperrung durch den Bauzaun vor dem grünen Tor am Seiteneingang zum Stadttheater

Medienmitteilung der Präsidialdirektion der Stadt Bern

Die Bauarbeiten für die Bauphase 2015 der Sanierung des Stadttheaters Bern beginnen am 7. April. Die Arbeiten betreffen neben der Neugestaltung des Eingangsbereichs vor allem die Bühnentechnik, die Haustechnik und die Erhöhung der Erdbebensicherheit. Aktuell wurde zudem ein ergänzendes Baugesuch im Bereich des Schüttetrakts für den Ersatz eines Rückkühlgeräts der Kälteanlage und für eine Aussenfläche vor dem Personalaufenthaltsraum eingegeben.

Nachdem in der ersten Bauphase 2014 die fehlende Verbindung zwischen Schüttetrakt und Bühnenvorderhaus realisiert und die Elektrohauptverteilung ersetzt wurde, beginnen nun die Arbeiten in den Publikumsbereichen des Stadttheaters. Wie bereits Ende Januar kommuniziert, wurde das Bauprogramm im Zuge der Detailterminplanung neu etappiert. Der Umbau des Theatersaals und die Erneuerung der Publikumsbereiche im Vorderhaus erfolgen nun während der achtmonatigen Bauphase im Jahr 2016. Der Schüttetrakt und allfällige restliche Arbeiten im Publikumsbereich folgen in der Bauphase 2017.

Neugestaltung des Eingangsbereichs
Während der sechsmonatigen Bauphase im Jahr 2015 werden unter anderem Rohbauarbeiten zwischen dem dritten Rang und der Mansarde durchgeführt. Es erfolgen die Installationen an der Haustechnik in den Untergeschossen und den Steigzonen. Im Bereich der Bühnentechnik wird die gesamte Untermaschinerie saniert und ein neuer Bühnenboden eingebaut. Im Weiteren werden Massnahmen zur Erdbebenertüchtigung und die Schadstoffsanierung vorgenommen. Viele der diesjährigen Arbeiten werden für die Theaterbesucher noch kaum sichtbar sein. Eine Ausnahme bildet der neu gestaltete Eingangsbereich mit der neuen Kassenhalle, über den die Besucherinnen und Besucher das Stadttheater ab Beginn der Spielzeit 2015/2016 betreten werden. Die Eingriffe der Bauphase 2015 sind zudem so ausgelegt, dass allfällige Überraschungen an der alten Bausubstanz rechtzeitig erkannt werden und in die Planung der Bauphase 2016 mit der Sanierung des Theatersaals einfliessen können.

Stand der Ausschreibungen
Mittlerweile sind die meisten der Ausschreibungen erfolgt und es konnten bereits gegen 70 Prozent der Arbeiten erfolgreich vergeben werden. Aktuell liegen die Kostenerwartungen innerhalb des Kostenvoranschlags. Die Stadt entschied, die Ausschreibung für die Stühle im Theatersaal zu wiederholen, da keine der Offerten die Anforderungen erfüllen konnte. Die Malerarbeiten im Innern, die Spezialinstallationen der Bühnentechnik und -beleuchtung werden ebenfalls neu ausgeschrieben. Aufgrund der angepassten Bauphasenplanung hat dies keine Auswirkung auf die Realisierungstermine.

Baugesuch Rückkühler und Terrasse
Die Baubewilligung für die Sanierung des Theaters Bern wurde am 8. Mai 2014 durch das Regierungsstatthalteramt erteilt. In dieser sind sämtliche Sanierungsarbeiten für die Bühnentechnik, die Zuschauerbereiche und die Haustechnik enthalten. Im Rahmen der Verzichtsplanung sind im Jahr 2014 grössere bauliche Veränderungen in den Personalräumen des Schüttetrakts zurückgestellt worden. Aufgrund der aktuellen Vergabesituation wird der Ersatz der dem Schüttetrakt vorgelagerten Terrasse als Aufenthaltsbereich für das Personal wieder in Betracht gezogen. Damit eine Erstellung der Terrasse überhaupt möglich wird, wurde eine ergänzende Baueingabe beim Bauinspektorat eingereicht. Zusammen mit dem Ersatzgesuch eines Rückkühlgerätes für die Kälteanlage wird dieses am 1. April publiziert.


Blick von hinter der Bühne in den Zuschauerraum - durch unzählige Kabel der gesamte Lichttechnik hindurch
Kleider und Stoffe soweit das Auge reicht - ein Blick in die Schneiderei
Blick in den Abstellraum: hier finden sich unzählige Teppiche und sogar eine Krankenliege
Blick auf die Spintschränke in den Garderoben

Jan 2015: Umbau nimmt mehr Zeit in Anspruch | Publikumsbereich wird erst 2016 saniert

Medienmitteilung der Präsidialdirektion der Stadt Bern

Bern, 26. Januar 2015. Im Zuge der Detailterminplanung wurden die Bauphasen für die Sanierung des Stadttheaters Bern neu strukturiert. Demnach muss die Bauphase 2016 um zwei Monate verlängert werden. Das bedeutet unter anderem, dass die für 2015 geplante Renovation des Theatersaals erst im Sommer 2016 erfolgen kann. Zudem wird in der Spielpause Sommer 2017 eine zusätzliche Bauphase für die restlichen Bauarbeiten eingeplant.
Es besteht das Risiko, dass die umfangreichen Arbeiten im Theatersaal nicht in der geplanten Bauphase im Sommer 2015 vollständig umgesetzt werden können. Der Lenkungsausschuss hat deshalb in Abstimmung mit Konzert Theater Bern (KTB) der überarbeiteten Bauphasenplanung zugestimmt. Die Umbauzeit beschränkt sich nicht wie bisher auf die verlängerten Sommerschliesszeiten der Jahre 2015 und 2016, sondern wird um eine weitere Spielpause des Theaters über den Sommer 2017 ausgeweitet. Der renovierte Theatersaal mit der neuen Bühnentechnik wird daher erst im Herbst 2016 eröffnet werden können. Ursprünglich war die Fertigstellung des Publikumsbereiches für Herbst 2015 vorgesehen.

Termin- und Kostensicherheit als Hauptargumente

Dass für die Sanierung des Stadttheaters mehr Zeit benötigt wird, zeigte sich im Zuge der Detailplanung im Herbst 2014. Dabei stellte die Projektleitung fest, dass ein effizienter Umbau des Theatersaals nur sicherzustellen ist, wenn eine längere unterbruchfreie Bauphase zur Verfügung steht, als dies bisher geplant war. Deshalb wird die Bauphase 2016 um zwei Monate verlängert. Für den Theaterbetrieb bedeutet dies eine Verlängerung der Spielpause um vier auf acht Monate. Ohne diese Massnahmen müssten teure und aufwändige Provisorien erstellt werden, um die Wiederaufnahme des Spielbetriebes rechtzeitig zu gewährleisten. Dies betrifft vor allem haustechnische Einrichtungen und die bühnentechnischen Anlagen. Aufgrund des sehr engen Bauplatzes bestehen grosse Abhängigkeiten zwischen den einzelnen baulichen Eingriffen. Verzögerungen einzelner Arbeiten können leicht dazu führen, dass das geplante Bauende nicht mehr eingehalten werden kann und die Spielzeiten nicht rechtzeitig gestar-tet werden können. Dieses Risiko wollten die Projektverantwortlichen nicht eingehen. Neu werden die noch ausstehenden Arbeiten in drei Phasen auf die Jahre 2015, 2016 und 2017 aufgeteilt.

Die neue Terminplanung sieht damit folgende Etappierung vor:

2015: Während sechs Monaten werden Rohbauarbeiten für die Erdbebensicherheit, die Untermaschinerie als erster Teil der Bühnentechnik, die haustechnischen Anlagen sowie die Schadstoffsanierung realisiert.
2016: Während acht Monaten werden alle Arbeiten im Zuschauerraum inklusive einer neuen Bestuhlung umgesetzt sowie die Garderobe im Erdgeschoss, die Bühnentechnik, die Obermaschinerie und die Produktionsanlagen.
2017: Während vier Monaten werden die Arbeiten im separaten Schüttetrakt sowie die restlichen Arbeiten im Publikumsbereich fertiggestellt.
Mit der Anpassung der Bauphasen 2015 und 2016 kann eine möglichst grosse Terminsicherheit erreicht werden. Die zusätzliche Bauphase 2017 macht nicht zuletzt aus Gründen der Kostensicherheit Sinn, da diese abschliessende Bauphase erst eingeleitet wird, wenn die Höhe der noch verfügbaren finanziellen Reserven feststeht. Mit der neuen Bauphasenplanung kann das Kostenziel gefestigt und die Qualität der Arbeiten gesichert werden.

Theaterbetrieb ab 2016 in neuem Zuschauerraum

Konzert Theater Bern prüft derzeit diverse Optionen, während der verlängerten Schliesszeiten in Ersatzspielstätten auszuweichen. Ab der Saison 2016/2017 kann KTB im neuen Theatersaal spielen. Die wichtigsten Infrastrukturen sind zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt. Mit der Streckung der Fristen wird sichergestellt, dass der Theaterbetrieb jeweils termingerecht aufgenommen werden kann.

 


Feb 2014: Sanierung wird auf drei Etappen ausgedehnt

Die Umbauzeit des Stadttheaters wird von bislang zwei geplanten Schliesszeiten während verlängerter Sommerpausen in 2014  und 2015 um eine weitere im Sommer 2016 ausgedehnt. Das hat die Präsidialdirektion der Stadt Bern am Dienstag, 18. Februar 2014, mitgeteilt. Die neue Etappierung  hat vor allem finanzielle Gründe: Wegen des ursprünglichen, engen Zeitplans, hat es zu wenig Konkurrenz zwischen den Anbietern gegeben. Die Offerten aus der ersten Ausschreibung zur Bühnentechnik lagen dadurch deutlich über den kalkulierten Kosten. Die zeitliche Entzerrung der Sanierung auf drei Phasenmacht es  jetzt möglich, Teilbereiche neu auszuschreiben und die potenzielle Anzahl an Anbietenden zu erhöhen.

> DOWNLOAD: Medienmitteilung der Präsidialdirektion der Stadt Bern, 18.02.2014


Nov 2013: Grünes Licht für die Sanierung!

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat sich in seiner Novembersession mit grosser Mehrheit für die Sanierung des Stadttheaters ausgesprochen und damit - als letzte politische Instanz im Abstimmungsprozess - am 27. November 2013 grünes Licht gegegeben für den Start des Sanierungsprojekts. Das Projekt wurde mit 85 Ja gegen 38 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen bewilligt.

Der Direktor von Konzert Theater Bern, Stephan Märki, zeigt sich hocherfreut über das Abstimmungsergebnis: «Nach dem Berner Stadtrat, der Bevölkerung der Stadt Bern und der grossen Mehrheit der Regionsgemeinden hat sich jetzt auch der Grosse Rat des Kantons für die Sanierung ausgesprochen. Damit wurde der hohe Stellenwert von Theater und Orchester für die Hauptstadtregion erneut bestätigt. Nun, da die letzte politische Hürde genommen ist, können wir die Sanierungsmassnahmen, wie geplant, Ende Mai 2014 beginnen. Ich möchte mich bei allen, die Konzert Theater Bern in den politischen Debatten der vergangenen Monate unterstützt haben, sowie bei unserem Publikum im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufs Herzlichste bedanken!»

 

Die Stadtbernerinnen und -berner hatten sich wenige Tage zuvor, am 24. November, sich mit grosser Mehrheit hinter das Sanierungsprojekt gestellt: 75,8 Prozent stimmten in der Volksabstimmung mit JA! für den Sanierungskredit. (ZUM ABSTIMMUNGSERGEBNIS>) Stephan Märki wertete das Resultat als Bekenntnis der  Stadtbernerinnen und -berner zu ihrem Theater: «Wir freuen uns sehr über das positive Votum.»

> Hier: Bericht über die Volksabstimmung in "Der Bund"

> Hier: Bericht über die Volksabstimmung in der "Berner Zeitung"

 

Der Berner Stadtrat hatte den Baukredit zur Sanierung des Stadttheaters bereits im August mit überwältigender Mehrheit bewilligt. Er hatte sich klar mit 59 Ja- zu 5 Nein-Stimmen hinter den Sanierungskredit gestellt.

> Hier: Bericht über die Entscheidung des Stadtrates in "Der Bund"

> Hier: Bericht über die Entscheidung des Stadtrates in der "Berner Zeitung"


HINTERGRUND
Das Stadttheater Bern wurde 1903 eröffnet. Heute gilt es als schützenswertes historisches Baudenkmal. Die letzte Sanierung der Gebäudehülle und bühnentechnischen Einrichtungen geht auf die Jahre 1981 bis 1984 zurück. Eine grundlegende Erneuerung des Theaters ist nunmehr unerlässlich geworden. Bereits seit November 2008 ist der Gebrauch der veralteten Bühnenanlagen massiv eingeschränkt. Von Stadt und Kanton Bern mussten seither je 1,5 Mio. Franken investiert werden, allein um die vorläufige Betriebssicherheit zu gewährleisten. Den heutigen künstlerischen und sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen die Produktionsanlagen jedoch nicht mehr. Dringend erforderlich sind darüber hinaus bauliche Massnahmen, die unmittelbar dem Publikum zugutekommen: So müssen die Bestuhlung und die sanitären Anlagen auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden. Das Stadttheater Bern soll in den Jahren 2014/2015 in zwei Etappen umgebaut werden. Die Sommerpausen werden hierzu entsprechend verlängert; Konzert Theater Bern wird Ausweichspielstätten bespielen. Die Sanierung des Stadttheaters ist ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Partnern: Stadt, Kanton und Regionalkonferenz Bern-Mittelland als Finanzierer, Stadtbauten Bern als Eigentümerin und Konzert Theater Bern als Nutzerin. Die Projektsteuerung liegt bei der Präsidialdirektion der Stadt Bern.

 

 


«Die Sanierung ist für uns existenziell»

Der Direktor von Konzert Theater Bern, Stephan Märki, spricht über das Theatermachen in Bern im Kontext der Diskussion über die geplanten Sanierung.

> Zum Interview in «DER BUND» (29.08.13)

> Zum Interview in der «BERNER ZEITUNG» (24.08.13)

 

 


Nüchternes über die Sanierung des Stadttheaters

VON BENEDIKT WEIBEL

Bundeshaus, Kultur-Casino, Stadttheater: diese Monumentalbauten, alle im gleichen Stil erbaut, zeugen vom Aufbruch des noch jungen Bundesstaates und vom Selbstbewusstsein der Bundesstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.  Wer sich heute die Mühe nimmt, das Stadttheater zu begehen, namentlich das Bühnenhinterhaus, der hat keinen Zweifel mehr: dieses Haus muss saniert werden. Bei einer Führung hat mir ein Gemeindeparlamentarier meines Alter gesagt: so hat meine Kaserne während der Rekrutenschule ausgesehen. Die Bühnentechnik ist veraltet, die Arbeitsplätze sind an der Grenze des Zumutbaren. Elektrizität, Heizung und Lüftung müssen erneuert werden. Kein Zufall übrigens, dass auch das Bundeshaus renoviert wird und auch beim Kultur-Casino eine Sanierung ansteht.

Das  Projekt für die Sanierung des Hauses ist komplex, weil das Haus alt, gross und verwinkelt ist. Der Kostenrahmen ist eng und die Termine sind knapp. Projekte haben mich während meines ganzen beruflichen Lebens begleitet. Ich musste lernen, dass jedes grosse Projekt komplex ist, einen engen Kostenrahmen hat und die Termine knapp sind. Jedes Projekt durchläuft schwierige Phasen. Bei Bahn 2000 mussten wir drei von vier vorgesehenen Neubaustrecken streichen. Trotzdem wurde das Vorhaben zu einem grossen Erfolg. Während der ganzen Vorbereitungszeit zur Fussball-Europameisterschaft 2008 waren wir massiver Kritik der Medien ausgesetzt. Noch wenige Wochen vor dem ultimativen Eröffnungstermin waren zentrale Fragen ungelöst. Die Probleme wurden rechtzeitig gelöst und von den orangenen Tagen der Euro 08 schwärmen wir noch heute. Übrigens: auch das Budget wurde eingehalten.

Man wirft den Verantwortlichen für die Sanierung des Stadttheaters vor, sie hätten den vorberatenden Kommissionen des Stadtrates wichtige Entscheidungsgrundlagen vorenthalten. Das ist nicht richtig. Die projektleitende Firma hat ihren Standbericht erst nach den Sitzungen der Kommissionen erstellt. Der Bericht hat eine ganze Reihe von kritischen Themen aufgelistet. Das hat in den Projektkommissionen zu intensiven Diskussionen und zur Verabschiedung von korrigierenden Massnahmen geführt.

Zu dieser Zeit wurde ich von einer Stadträtin und einem Stadtrat kontaktiert. Die beiden waren im Besitz des Berichtes und wünschten eine Aussprache. Wir haben uns umgehend getroffen, und ich habe sie in aller Offenheit über den Stand des Projektes und die getroffenen Massnahmen orientiert. Nach den Sommerferien wurden die beiden Politiker vom Stadtpräsidenten und den Projektverantwortlichen über den Stand der Dinge orientiert. Es wurde beschlossen, den Mitgliedern des Stadtparlamentes einen aktuellen Standbericht zukommen zu lassen. Die Stadträtin und der Stadtrat zogen befriedigt von dannen. Der Bericht wurde gemacht, vom Gemeinderat genehmigt und den Stadträtinnen und Stadträten zugestellt.

Das ist ein ganz normaler Vorgang. Die Politik setzt den Rahmen. Sie kann erwarten, dass die Projektverantwortlichen die auftauchenden Probleme lösen. Dieses Projekt ist auf Kurs. Der Kostenrahmen wird eingehalten werden. Selbstverständlich wird es hier und dort Änderungen geben, so wie es im Vortrag des Gemeinderates geschrieben steht.  

Benedikt Weibel ist Präsident des Stiftungsrates Konzert Theater Bern.

Der Artikel erschien am 27. August 2013 in der Tageszeitung «DER BUND».

 

 


Kubus: Das «Provisorium»


Mehr Komfort

Der Umbau des Berner Stadttheaters geht in die dritte Bauphase. Für mehr Beinfreiheit wird die Zahl der Sitzplätze auf 650 reduziert. > BZ, 29.02.2016


Umbau ist «auf Kurs»

«Die Umbauarbeiten im Berner Stadttheater sind jetzt auf Kurs»,
schreibt der BUND am 13. August 2015. >MEHR


Der Theaterkubus in den Medien

Intendant Stephan Märki im Interview mit dem BUND:
«Für einen Plan B fehlte die Zeit» (21. Mai 2015) > MEHR

Kommentar von Marcello Odermmatt im BUND:
«Ein spannendes Experiment» (21. Mai 2015) > MEHR

Radio SRF1 im Gespräch mit Stephan Märki:
 «Der Berner Waisenhausplatz wird zum Theater» (20. Mai 2015) >MEHR

Die Berner Zeitung über das Projekt:
«Theaterkubus auf dem Waisenhausplatz» (21. Mai 2015) >MEHR


Sanierung in mehreren Etappen

Das Stadttheater Bern wurde 1903 eröffnet. Heute gilt es als schützenswertes historisches Baudenkmal. Die letzte Sanierung der Gebäudehülle und bühnentechnischen Einrichtungen geht auf die Jahre 1981 bis 1984 zurück. Eine grundlegende Erneuerung des Theaters ist inzwischen unerlässlich geworden. Denn: Bereits seit November 2008 ist der Gebrauch der veralteten Bühnenanlagen eingeschränkt, mit den Produktionsanlagen können die heutigen künstlerischen und sicherheitstechnischen Anforderungen nicht mehr erfüllt werden. Dringend erforderlich sind auch bauliche Massnahmen, die dem Publikum unmittelbar zugutekommen: So müssen die Bestuhlung, die gastronomische Einrichtung und nicht zuletzt die sanitären Anlagen auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden. 

Die Stadttheatersanierung ist ein Gemeinschaftsprojekt: Die Stadt Bern vertritt die Interessen der Standortgemeinde; beteiligt sind zudem der Kanton Bern sowie die Regionalkonferenz Bern-Mittelland. Konzert Theater Bern begleitet das Projekt als Nutzerin des Gebäudes. Das Kostendach, das nach dem Prinzip des «design-to-cost» keinesfalls überschritten werden darf, beträgt 45 Mio. Franken. Die Burgergemeinde Bern hat unterdessen zusätzliche fünf Mio. Franken gesprochen, die u.a. für den Einbau der neuen Bestuhlung sowie den Umbau der Mansarde mit neuem Foyer sowie akustische Einrichtungen auf der Bühne («Konzertzimmer») verwendet werden sollen.  

Die erste Etappe der Sanierung des Stadttheaters erfolgte bereits in der verlängerten Sommerpause 2014. Ging man ursprünglich davon aus, dass zwei weitere Etappen zur Realisierung des Bauprogrammes ausreichen würden, so musste der Sanierungsplan im Januar 2015 angepasst werden. Die sechsmonatige Bauphase in 2015 blieb bestehen, die ursprünglich auf vier Monate geplante Schliessphase in 2016 um zusätzlich vier Monate verlängert. Neu hinzu kommt eine weitere viermonatige Schliessphase in 2017. 

Das Sanierungsprojekt ist in drei Bereiche aufgeteilt: Bühnenturm & Theatertechnik (Teil «gelb»), Backstagebereiche (Teil «rot») und Publikumsbereiche (Teil «blau»).

Bühnenturm (Teil «gelb»)

Im Bereich des Bühnenturms werden die Produktionsanlagen, also die Beleuchtungs-, Ton- und Videoanlagen, sowie die Bühnenanlagen, bestehend aus der Ober- und Untermaschinerie und der Steuerung erneuert bzw. modernisiert. Sämtliche technischen Einrichtungen müssen bezüglich der Einhaltung aktueller Sicherheitsvorschriften überprüft werden.


Bühnenhinterhaus und Schüttetrakt (Teil «rot»)

Dieses Teilprojekt umfasst die Sanierung des in den 1960er-Jahren erbauten Schüttetrakts, die Optimierung der Raumnutzung für Proben und Garderoben, die Erneuerung von Elektro- und Sanitäranlagen sowie der Liftanlagen. Auch die Renovation von Fassade und Dach fällt in diesen Bereich.

Publikumsbereich (Teil «blau»)

Eine neue Bestuhlung wird ab Saison 2016.17 für mehr Sitzkomfort und bessere Sichtverhältnisse sorgen, auch Massnahmen zur Verbesserung der Akustik sind geplant. Im Parterre entsteht eine zentrale Garderobe. Dadurch werden in den Umgängen der Ränge neue, offene und äusserst attraktive Publikumsbereiche geschaffen, die dazu beitragen, das oftmals überfüllte Foyer zu entlasten. Die sanitären Anlagen werden  soweit möglich erweitert und modernisiert. Die Mansarde im 3. Rang wird zu einem modernen, multifunktionalem Veranstaltungsraum mit eigenem Foyer umgestaltet.
Die Tageskasse und Abonnentenberatung zügeln bereits zum Herbst 2015 in die mit Glastüren offen und lichtdurchflutet gestaltete neue Eingangshalle.

 

Theatercafé

Zum Herbst 2016 soll in den Räumen der Alten Kornhauspost, die bislang Bern Billett beherbergte, ein öffentliches Theatercafé entstehen – als kommunikativer, lebendiger Treffpunkt für Publikum, Künstler und Mitarbeitende.

 

 

 

Die einzelnen Bauetappen

27. Mai 2014 - 17. August 2014 

Schüttetrakt
Durchbruch vom Schüttetrakt zum Vorderhaus
Erneuerung der Elektrik & haustechnischen Anlagen
Vorbereitung der weiteren Sanierungsarbeiten u.v.m.

01. April 2015 - 30. September 2015

Bühnenvorderhaus
Durchbruch im 3. Rang zur Neugestaltung eines Foyers für die Mansarde
Erdbebensicherheit: Statische Massnahmen
Neugestaltung der Eingangshalle zur Tageskasse, Einbau neuer Kassentresen und Eingangstüren

Bühnenanlagen Untermaschinerie
Sanierung Untermaschinerie / Antriebs- und Steuertechnik
Einbau eines neuen Bühnenbodens und neuer Versenkungseinrichtungen

Haustechnik & Schadstoffsanierung
Diverse haustechnische Einrichtungen / Sondagen
Schadstoffsanierung in diversen Bereichen
Ausbruch- und Fräsarbeiten an den Elektroschächten vom 2. bis ins 4. Untergeschloss
 

01. März 2016 - 31. Okt 2016

Zuschauerraum / Bühnenvorderhaus
Podesterie
Bestuhlung
Akustik, Restaurierung, Beleuchtung, Verkabelungen
Zentrale Garderobe Parkett
Neue Gastronomie-Infrastruktur

Bühnenanlagen Obermaschinerie / Produktionsanlagen
Obermaschinerie Erneuerung Antriebstechnik
Ersatz Audio-/Videoanlage
Ersatz Bleuchtungssteuerung

Umbau der Alten Kornhauspost zum Theatercafé

 

01. Mai - 31. August 2017

Bühnenvorderhaus
Finalisierung des Gestaltungskonzeptes
Raumanpassungen

Backstage
Teilrealisierung Schüttetrakt (Renovation der Garderoben, Korrepitionsräume etc.)